Kliniken und Behandlungszentren

Pathologie
Prof. Dr. med. Markus Tolnay

Kennzahlen

2016 2015
Anzahl Einsendungen 82'077 65'108
Anzahl verarbeitete Proben 112'573 92'795
davon intern 44'047 43'622
davon extern 68'526 49'173
Molekulare Tumordiagnostik (PCR, FISH) 3'504 2'988
Gynäkologische HPV-Diagnostik 1'392 976
Anzahl Konsilien 1'863 1'653
Anzahl Vollzeitstellen 85.8 82.5

Anzahl Einsendungen

82'077
2016
65'108
2015

Highlights 2016

  • Die Einsendungen und die damit verbundene Anzahl verarbeiteter Proben haben deutlich zugenommen. Die Zunahme betrifft sämtliche Disziplinen, wobei die gynäkozytologischen Vorsorgeuntersuchungen und die komplexen molekularpathologischen Abklärungen einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnet haben. 
  • Der Anstieg der gynäkozytologischen Vorsorgeuntersuchungen und die daraus nachfolgend resultierende HPV-Diagnostik sind insbesondere auf die im Rahmen der Public-Private Partnership zwischen Synlab Suisse SA und der Pathologie hervorgegangenen Zusammenarbeit zurückzuführen. Diese Partnerschaft wird kontinuierlich auf- und ausgebaut und wird zukünftig das gesamte Angebotsspektrum der Pathologie umfassen.
  • Der Zuwachs an molekularpathologischen Untersuchungen ist durch deren steigenden Bedarf im Rahmen der personalisierten Krebstherapie bedingt. Zusätzlich hat es sich bewährt, dass wir für die molekulare Untersuchung von Tumoren konsequent die Technik des «Next Generation Sequenzing» anwenden. Mittlerweile sind wir für diese Art von Untersuchen an soliden Tumoren das in der Schweiz führende Institut. Seit Frühjahr 2016 bieten wir ferner in der Routinediagnostik für unsere Zuweiser die Technik der «Liquid Biopsy» an.
  • Die Pathologie darf weiterhin einen grossen Stamm an externen Spitälern und Privatpraxen zu ihren Kunden zählen. Dabei sind insbesondere die langjährigen Vertragspartner (Hôpital du Jura, Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH und das St. Elisabethen Krankenhaus GmbH Lörrach) zu nennen.
  • Eine weitere wegweisende Entwicklung ist die vertiefte Zusammenarbeit der Pathologie mit der Medizinischen Genetik. Neu werden wir unter der Bezeichnung «Institut für Medizinische Genetik und Pathologie» unter einem Dach als weiterhin eigenständige Fachgebiete noch enger zusammenarbeiten. Vor dem Hintergrund zunehmender molekulargenetischer Untersuchungen im Rahmen der personalisierten Medizin werden dabei beide Fachgebiete vom gegenseitigen Wissenstransfer und den damit verbundenen Synergien profitieren können.
  • Qualität steht im Zentrum unseres Tuns. Vor diesem Hintergrund wurde die Akkreditierung durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle erfolgreich bestätigt und der Geltungsbereich um diverse molekulare Analysen erweitert. Qualität garantieren auch unsere Spezialisten-Teams. Dies widerspiegelt sich in den erneut angestiegenen, von externen Pathologieinstituten angeforderten Konsiliaruntersuchungen. 
  • Die Pathologie wurde sehr aktiv in die interdisziplinäre Betreuung der Patientinnen und Patienten miteingebunden. Die Pathologie ist dabei ein wichtiger Partner in den diversen Behandlungszentren, insbesondere im Tumorzentrum des Unispitals Basel, wo wir in allen organspezifischen Zentren in der Leitung vertreten sind.
  • In der Forschung waren die Publikationsleistung und Drittmitteleinwerbung unvermindert hoch, wobei stellvertretend die grosszügigen Unterstützungen vom Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Krebsliga/Oncosuisse erwähnt seien. Zahlreiche Forschende der Pathologie durften 2016 Auszeichnungen und Forschungspreise entgegennehmen. Unsere Expertise in der molekularen Diagnostik wird letztendlich auch dadurch reflektiert, dass wir bevorzugter Partner für molekulare Auftragsforschung diverser Life Science Firmen sind.  
  • In der Lehre beteiligte sich die Pathologie aktiv in sämtlichen Jahreskursen (Bachelor und Master) des Human- und Zahnmedizincurriculums, wie auch in der Postgraduate-Ausbildung diverser Disziplinen.

Ausgewählte Publikationen

  • Andreozzi M, Quintavalle C, Benz D, Quagliata L, Matter M, Calabrese D et al. HMGA1 Expression in human hepatocellular carcinoma correlates with poor prognosis and promotes tumor growth and migration in in vitro models. Neoplasia. 2016 Dec 18; (12):724-31.
  • Muenst S, Läubli H, Soysal SD, Zippelius A, Tzankov A, Hoeller S. The immune system and cancer evasion strategies: therapeutic concepts. J Intern Med. 2016 Jun; 279(6):541-62.
  • Juskevicius D, Lorber T, Gsponer J, Perrina V, Ruiz C, Stenner-Liewen F, et al. Distinct genetic evolution patterns of relapsing diffuse large B-cell lymphoma revealed by genome-wide copy number aberration and targeted sequencing analysis. Leukemia. 2016 Dec; 30(12):2385-95.
  • Oettinghaus B, Schulz JM, Restelli LM, Licci M, Savoia C, Schmidt A, et al.  Synaptic dysfunction, memory deficits and hippocampal atrophy due to ablation of mitochondrial fission in adult forebrain neurons. Cell Death Differ. 2016 Jan; 23(1):18-28. 
  • Savic S, Bubendorf L. Common fluorescence in situ hybridization applications in cytology. Arch Pathol Lab Med. 2016 Dec; 140(12):1323-30.