Kliniken und Behandlungszentren

Patientensicherheit
PD Dr. René Schwendimann

Die im Februar 2016 neugeschaffene Abteilung Patientensicherheit ist für die strategische Planung und Umsetzung eines umfassenden Programms für die Weiterentwicklung der Patientensicherheit im Universitätsspital Basel verantwortlich. Dazu gehören folgende Hauptaufgaben:

  • Förderung der spitalweiten Sicherheitskultur in Abstimmung mit den Bereichen im Unispital Basel und durch interdisziplinäre/interprofessionelle Zusammenarbeit 
  • Implementierung, Evaluation und dauerhafte Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen und Projekten zur Patientensicherheit

Highlights 2016

Das erste Berichtsjahr war hauptsächlich dem Aufbau und der Organisation des umfangreichen Aufgabenportfolios der neugeschaffenen Abteilung geschuldet. Dazu gehörte es, dass sich der Abteilungsleiter (LPS) einen ersten Überblick zur Patientensicherheit am Unispital Basel verschaffte. Im Verlauf der mehrmonatigen Einarbeitungszeit stand somit das Kennenlernen der verschiedenen Organisationsbereiche, Leitungsgremien, Projektgruppen und zahlreichen Fachpersonen aus den verschiedenen Disziplinen im Vordergrund.

Eine wichtige Massnahme waren die 44 Abteilungsbesuche («Safety Walk Rounds») in den unterschiedlichen Organisationseinheiten des Unispitals Basel. Bei diesen je ca. 45 minütigen Besuchen fand ein intensiver Erfahrungsaustausch zur Praxis der Patientensicherheit zwischen lokalen Fachpersonen und dem LPS statt. Diese Einblicke in die unterschiedlich ausgeprägte Sicherheitskultur im Unispital Basel wurden in einem Zwischenbericht (August 2016) dargelegt. Ein Gesamtbericht folgt im Frühjahr 2017.

Im August 2016 konnte die Abteilung mit der Fachexpertin Giulia Mohr verstärkt werden, zu deren Hauptaufgaben die Betreuung des Critical Incidents Reporting System (CIRS) Programms sowie die Erfassung und das Monitoring von Dekubitus und Sturz im Rahmen der nationalen Prävalenzmessung (ANQ) und Support der gleichnamigen Unispital Basel Präventionsprogramme ist. Dazu gehören auch regelmässige Informations- und Fortbildungsaktivitäten, wie der monatliche Einführungstag für neue Mitarbeitende, der Fortbildungstag Patientensicherheit für neue Mitarbeitende des Pflegedienstes sowie periodische CIRS-Kurse.

Ein wichtiger Meilenstein bildete das öffentliche Minisymposium zur Medikationssicherheit am 14. September 2016, dass anlässlich des nationalen Patientensicherheitstags mit Beiträgen aus dem Unispital Basel durch die Abteilung mitorganisiert und bei guter Teilnahmebeteiligung durchgeführt wurde.

Im Weiteren wurden zum Themenkreis Patientensicherheit mehrere Fortbildungsveranstaltungen für neue Mitarbeitende des Pflegedienstes sowie für die Pflegemitarbeitenden der medizinischen Intensivstationen durchgeführt. Darüber hinaus nahm der LPS im Frühjahrsemester seinen Lehrauftrag an der Universität Basel im Masterstudiengang Pflegewissenschaft wahr (Lehrveranstaltung Patientensicherheit und Qualität).

Ausblick 2017

  • Programm DrugSafety@USB, Co-Leitung mit PD Dr. Anne Taegtmeyer zur Strategieumsetzung der Teilprojekte (Schnittstellen, Dienstleistungen, Qualitätsinstrumente, Closed Loop Medication Documentation)
  • Follow-up Evaluation Checkliste Sichere Chirurgie zur Weiterentwicklung und Prozessverbesserung
  • ID Patientenarmband (Pilot Scan Funktionstest – Hämovigilance, ID-Prozesse im ambulanten Bereich)
  • CIRS@USB (Meldekreis-Besuche, Inputs auf Stationen, externe Vorträge, Support bei Bedarf) und ANQ Prävalenzerhebung (Planung, Organisation, Durchführung, Auswertung in Zusammenarbeit mit der Abteilung Pflege/MTT) 
  • Q-Score Card (Entwicklung von Qualitätsindikatoren für klinische Prozesse, Steckbriefe, Monitoring etc.)
  • Wissenschaftliche Projekte leiten/begleiten (wie zum Beispiel CIRS loop oder Mobilisation-Bettlägerigkeit Sensoren)