Kliniken und Behandlungszentren

Urologie
PD Dr. med. H. H. Seifert

Kennzahlen

2016 2015
Stationäre Fälle 1'468 1'416
Ambulante Patienten (Kontakte) 26'754 25'682
Tarmedpunkte (teilstationär & ambulant) 3'831'000 3'711'000
Beurteilung der medizinischen Qualität als «ausgezeichnet» & «gut» (stationäre Patienten) 92.1% 94.6%
Beurteilung der medizinischen Qualität als «überragend» & «sehr gut» (ambulante Patienten) 87.5% 88.8%

Highlights 2016

2016 war für die Urologie durch den Wechsel des ehemaligen Chefarztes sowie zweier Kaderärzte in die Niederlassung gekennzeichnet.  Seit dem 1. Juni 2016 führten PD Dr. H. H. Seifert als CA ad interim und LA PD Dr. C. Rentsch die Klinik.  Mit dem Leitungswechsel und durch viel Engagement des gesamten Teams konnten grundlegende Strukturänderungen und eine spürbare Verbesserung der Abteilungskultur umgesetzt werden.  

Trotz verhaltenen Beginns in der ersten Jahreshälfte konnte die Klinik zudem ihre Leistungszahlen im Vergleich zum Vorjahr sogar noch deutlich steigern. Hervorzuheben sind zwei Lean-Projekte, mit denen die Optimierung der Abläufe in der Poliklinik erfolgte, sowie die Einführung einer prästationären Sprechstunde. Beide Massnahmen werden die Behandlungsqualität der Patienten sowie die Effizienz der Abteilung steigern helfen.

Mitte 2016 konnte das Urologische Tumorzentrum als Zentrum im Transitstadium nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert werden. Die  Zertifizierung attestiert die hochqualitative und interdisziplinäre Versorgung von Tumorpatienten in der Urologischen Klinik.

Erfolgreich eingeführt  wurde vom Oberarzt P. Ardelt die Transitionssprechstunde für Heranwachsende, die zusammen mit dem Universitäts-Kinderspital beider Basel durchgeführt wird und einen reibungslosen Wechsel von der Jugendlichen- zur Erwachsenenurologie ermöglicht.

Die klinische Forschung läuft intensiviert. 2016 wurden so 323 Patienten in klinische Studien rekrutiert. 

Weiterhin konnte eine Phase I Studie mit einem rekombinanten Bakterium zur Behandlung von Blasenkrebs unter der Leitung von PD Dr. C. Rentsch (in Kollaboration mit der Onkologie) erfolgreich abgeschlossen werden.

Dr. D. Müller, PhD Student in der gemeinsamen Forschungsgruppe der Urologie und Pathologie am Universitätsspital Basel, konnte 2016 den Forschungspreis der Schweizer Gesellschaft für Urologie (SGU) und der Deutschen Arbeitsgruppe Urologische Forschung (AUF) entgegennehmen («Subclonal analysis of prostate cancer identifies FKBP4 as a driver and a therapeutic target in the progression to castration resistance»). 

Die Drittmittel-Aquisition gestaltete sich unter anderem mit einem Grant des Schweizerischen Nationalfonds (in Kollaboration mit der Urologie Bern) mit über mehr als 420'000 Schweizer Franken ebenfalls erfolgreich («Phenotypic and genomic characterization of stem-like cancer cells surviving castration in human prostate cancer»; 31003A_169352, Dr. M. Kruithof-de Julio, PD. Dr. C. Rentsc).

Personelles: Oberarzt Dr. M. Rieken habilitierte sich erfolgreich und wurde zum Privatdozenten ernannt. Wie geplant wechselte er zum 1. Juli 2016 an die Universitätsklinik Wien. Oberarzt Dr. J. Ebbing wechselte für ein Jahr als Fellow an das Karolinska-Universitätskrankenhaus nach Stockholm, um die Ausbildung zum daVinci-Roboterchirurgen zu absolvieren und Forschungsprojekte zum Blasenkarzinom zu realisieren. Dr. Nicole Ebinger wurde per 1. März 2016 zur Kaderärztin Urologie befördert.

Dr. M. Wimmer und Dr. A. Halla wurden 2016  zum Oberarzt befördert. Dr. S. Büttigkofer komplettierte das Oberärzte-Team zum 1. November 2016.

Ausblick 2017

Der operative Schwerpunkt zur minimalinvasiven Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung wird um weitere Verfahren erweitert (REZUM, Urolift, Laserenukleation). Die Stellung als Roboteroperationszentrum soll durch weitere Eingriffe (Lebendnierenspende, Zystektomie) erweitert werden. Weiterhin ist der Aufbau von permanenten Forschungsstrukturen zur translationalen Forschung für 2017 geplant.

Ausgewählte Publikationen

  • Rentsch CA, Müller D, Ruiz C, Bubendorf L. Moving Towards Minimally Invasive Genomically Based Diagnosis and Monitoring of Bladder Cancer. Eur Urol. 2016 Jul;70(1):83-4.
  • Helpap B, Ringli D, Tonhauser J, Poser I, Breul J, Gevensleben H, Seifert HH. The Significance of Accurate Determination of Gleason Score for Therapeutic Options and Prognosis of Prostate Cancer. Pathol Oncol Res. 2016 Apr;22(2):349-56. 
  • Ebbing J, Seibert FS, Pagonas N, Bauer F, Miller K, Kempkensteffen C, Günzel K, Bachmann A, Seifert HH, Rentsch CA, Ardelt P, Wetterauer C, Amico P, Babel N, Westhoff TH. Dynamics of Urinary Calprotectin after Renal Ischaemia. PLoS One.2016 Jan 8;11(1):e0146395. 
  • Offermann A, Vlasic I, Syring I, Vogel W, Ruiz C, Zellweger T, Rentsch CA, Hagedorn S, Behrends J, Nowak M, Merseburger A, Bubendorf L, Kirfel J, Duensing S, Shaikhibrahim Z, Perner S. MED15 overexpression in prostate cancer arises during androgen deprivation therapy via PI3K/mTOR signaling. Oncotarget. 2016 
  • Ardelt PU, Rieken M, Ebbing J, Bonkat G, Vlajnic T, Bubendorf L, Grobholz R, Steiger J, Bachmann A, Burkhalter F. Urothelial Cancer in Renal Transplant Recipients: Incidence, Risk Factors, and Oncological Outcome. Urology. 2016 Feb;88:104-10.