Vorwort. Auch im Jahr 2016 sind sowohl der stationäre Bereich als auch der ambulante Bereich gewachsen. Damit hat sich der Trend zur permanenten Zunahme der Patientenzahlen weiter fortgesetzt.

Trend zur permanenten Zunahme der Patientenzahlen

Das Jahr 2016 bot dem Universitätsspital Basel eine einmalige Chance. Auf Antrag der beiden Departementsvorsteher aus Basel-Landschaft und Basel-Stadt, Thomas Weber und Lukas Engelberger, haben die beiden Gesamtregierungen Mitte September 2016 entschieden, das Universitätsspital Basel (USB) und das Kantonsspital Baselland (KSBL) zusammenzuführen. Im Vordergrund stehen die Chancen in der verbesserten Patientenversorgung und die Synergieeffekte, die durch ein Zusammenschliessen herausgearbeitet werden können. Das «Ja» der Gesamtregierungen von Baselland und Basel-Stadt ist ein erster Meilenstein, aber es ist nur eine von vielen Herausforderungen, die dem USB und dem KSBL bevorstehen. Noch stehen die Entscheidungen der beiden Kantonsparlamente sowie die Volksabstimmungen an. Der Zusammenschluss wäre per 1.1.2020 möglich. Bereits Ende 2016 sind wir diejenigen Bereiche angegangen, in denen wir in Zukunft auf jeden Fall zusammenarbeiten wollen. Dazu gehören die Ophtalmologie, die hochspezialisierten Eingriffe in der Viszeralchirurgie, die Orthopädie und die Rehabilitation.

«Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von den Innovationen und den neuesten Ergebnissen aus eigener Forschung, aber auch aus interdisziplinären Netzwerken von Forschenden aus aller Welt.»

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Auch 2016 haben mehr Patientinnen und Patienten dem Universitätsspital Basel ihr Vertrauen geschenkt. Im ambulanten Bereich verrechneten wir 9,9 Prozent (Vorjahr 6,2%) mehr TARMED-Taxpunkte. Aber auch im stationären Bereich stiegen die Fälle um 4,6 Prozent (Vorjahr 1,7%) auf 36‘893. Das Notfallzentrum behandelte im vergangenen Jahr 52‘781 Patientinnen und Patienten (+ 5,3%); das sind beinahe 145 Fälle pro Tag.

Als Direktor des Universitätsspitals Basel ist Dr. med. Werner Kübler Vorsitzender der Spitalleitung und verantwortet die operative Leitung des Universitätsspitals Basel.

Mit 6‘901 Fachkräften aus 84 Nationen, davon fast 70 Prozent Frauen, zählt das Universitätsspital Basel zu den grössten Arbeitgebern in der Nordwestschweiz. Im vergangenen Jahr konnte das Universitätsspital Basel 118 neue Vollzeitstellen schaffen (2015: 19), hauptsächlich im ärztlichen und pflegerischen Bereich sowie in der Informatik. Nicht nur als Arbeitgeber, auch als Ausbildungsbetrieb steht das Universitätsspital weit vorne: Per 31.12.2016 konnten wir 278 Auszubildende im Spitalbetrieb und 494 Assistenzärztinnen und -ärzte in Weiterbildung verzeichnen.

Wir tun alles dafür, beste medizinische Ergebnisse sowie höchste Patientensicherheit und Patientenzufriedenheit zu erreichen dank optimaler Zusammenarbeit in und zwischen unseren Fachteams. Unser Tumorzentrum beispielsweise steht für hohe Qualitätsstandards. 2016 wurde dieses Behandlungszentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum zertifiziert, als erstes Tumorzentrum in der Region Basel. Mit diesem international akzeptierten Qualitätssiegel verfügt das Universitätsspital Basel über ein weiteres, von einer unabhängigen Fachstelle geprüftes Behandlungszentrum.

25 Chefärztinnen und Chefärzte und ihre Teams stehen für optimale medizinische Behandlung und patientenorientierte Betreuung. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von den Innovationen und den neuesten Ergebnissen aus eigener Forschung, aber auch aus interdisziplinären Netzwerken von Forschenden aus aller Welt. So gilt die Sammlung von Millionen von Gewebeproben, welche die Biobank des Instituts für Pathologie des Universitätsspitals Basel beherbergt, als gigantischer Schatz für die Wissenschaft. Seit mehr als 25 Jahren analysieren die Pathologen Proteine und Erbsubstanzen aus Tumoren. Das dient dazu, Diagnosen zu verfeinern und zukünftige Forschungsergebnisse rasch in der Diagnostik anzuwenden sowie Tumoren präziser zu bekämpfen.

«Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von den Innovationen und den neuesten Ergebnissen aus eigener Forschung, aber auch aus interdisziplinären Netzwerken von Forschenden aus aller Welt.»

Das Jahr 2017 wird ein wichtiges Jahr in der Geschichte des Universitätsspitals Basel und des Gesundheitswesens in der Region. Ich bin überzeugt, dass eine gemeinsame Spitalgruppe den Grundstein legt für eine erfolgreiche Zukunft. Die Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Baselland zur Bildung einer möglichen Spitalgruppe sichert die beste medizinische Versorgung für die Patientinnen und Patienten der Region, fördert die Aus- und Weiterbildung und schafft wertvolle Synergien.

Im Namen der ganzen Spitalleitung danke ich allen Mitarbeitenden des Universitätsspitals für ihren Einsatz.

Dr. med. Werner Kübler
Direktor