Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2017

EbIM,Evidence-based Insurance Medicine, Forschung & Bildung
Prof. Regina Kunz, MSc Epi

BMJ Metrics: Nutzerstatistik

2017
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«Inter-rater agreement in evaluation of disability» BMJ 2017 Altimetric Attention Score: «Wer spricht über diesen Artikel?»
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Highlights 2017

  • Die versorgungsnahe Forschung der akademischen Unit EbIM untersucht die vielseitigen Perspektiven der Begutachtung. EbIM zielt auf praxisrelevante Erkenntnisse mit Auswirkung auf die Versorgung. So weist der systematische Review «Interrater agreement in evaluation of disability» auf fundamentale Probleme in der Begutachtung, wenn er grosse Abweichungen bei den gutachterlichen Einschätzungen findet und den Mangel an hochwertiger Forschung über die Reproduzierbarkeit der Begutachtung dokumentiert. Der Review erzielte grosse Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Die von SNF, BSV und Suva geförderte RELY Studie zur Verbesserung der Reliabilität der Begutachtung www.unispital-basel.ch/ebim/RELY soll hier einen substantiellen Beitrag liefern. Die Ergebnisse werden 2018 veröffentlicht.
  • Unsere 2017 abgeschlossene Studie «Fairness der Begutachtung aus Versicherten-Perspektive» erhebt mit einem validierten Fragebogen die Perspektive der Patientinnen und Patienten. Sie untersucht, inwieweit die versicherte Person die gerade durchlaufene Begutachtung als fair wahrgenommen hat – ohne das Ergebnis der Untersuchung bereits zu kennen. Das Instrument kann einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der Begutachtung leisten.
  • Cochrane Insurance Medicine, die einzige Cochrane Gruppe in der Schweiz, angesiedelt am EbIM, widmet sich unter dem Thema «Knowledge Translation» der Herausforderung, wie man schnell und effektiv mehr Erkenntnisse aus der versicherungsmedizinischen Forschung in die Versorgung bringt. Ein wichtiger Beitrag dazu ist das erfolgreiche Lobbying für die Einführung des Topics «Insurance Medicine» 2018 zur Suche nach relevanten Reviews in der internationalen Cochrane Library. Mit nationalen und internationalen Aktivitäten in den Niederlanden, Deutschland, Kanada, Schweden und mehr als 330 Mitgliedern aus 35 Ländern ist der Gruppe um Prof. Regina Kunz in kurzer Zeit eine breite Vernetzung gelungen.
  • Zum dritten Mal in Folge erhielt Prof. Regina Kunz den Titel «Highly Cited Researcher». Der Titel wird von Thomson Reuters («Web of Science») an die rund 3‘000 weltweit meist zitierten und damit einflussreichsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 22 Fachgebieten verliehen. Sie ist damit eine von zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Basel, die diesen Titel trägt.

Ausblick 2018

  • Später als geplant werden wir 2018 die lange erwarteten Ergebnisse der RELY-Studie www.unispital-basel.ch/ebim/RELY zur Reliabilität der psychiatrischen Begutachtung publizieren
  • Für 2018 gewann Prof. Regina Kunz den renommierten SPINOZA Chair in Medicine, eine Gastprofessur an der Medizinischen Fakultät der Universität Amsterdam. Die Gastprofessur umfasst das Unterrichten von Masterklassen und eine Keynote Lecture am Academic Medical Centre.            

Ausgewählte Publikationen

  • Barth J, de Boer WE, Busse JW, Hoving JL, Kedzia S, Couban R, Fischer K, von Allmen DY, Spanjer J, Kunz R. Inter-rater agreement in evaluation of disability:  systematic review of reproducibility studies. BMJ. 2017;356:j14.
  • Vogel N, Schandelmaier S, Zumbrunn T, Ebrahim S, de Boer WE, Busse JW, Kunz R. Return-to-work coordination programmes for improving return to work in workers on sick leave. Cochrane Database Syst Rev. 2017;30;3.
  • Nath S, Koziarz A, Badhiwala JH, Alhazzani W, Jaeschke R, Kunz R, Almenawer SA et al. Atraumatic versus conventional lumbar puncture needles: a systematic review and meta-analysis. Lancet. 2018;391(10126):1197-1204.