Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2017

Pathologie
Prof. Markus Tolnay

Kennzahlen

2017 2016
Anzahl Einsendungen 85'112 82'077
Anzahl verarbeitete Proben 115'916 113'171
davon intern 44'959 44'039
davon extern 70'957 69'132
Molekulare Tumordiagnostik (PCR, FISH) 1'679 1'539
Labor Delémont 6'221 5'780
Anzahl Konsilien 1'996 1'863
Anzahl Vollzeitstellen 83.6 85.6

Anzahl Einsendungen

85'112
2017
82'077
2016

Highlights 2017

  • Erneut hat die Anzahl verarbeiteter Proben zugenommen, wobei die komplexen molekularpathologischen Abklärungen einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnet haben. Insgesamt stammen rund 60% aller Proben von Einsendungen ausserhalb des Unispitals Basel, was die starke Verankerung der Pathologie im freien Markt reflektiert.
  • Die im Vorjahr im Rahmen einer Public-Private Partnership zwischen Synlab Suisse SA und der Pathologie hervorgegangene Zusammenarbeit wurde im Berichtsjahr konsolidiert und wird in den nächsten Jahren kontinuierlich auf- und ausgebaut. Diese wird zukünftig das gesamte Angebotsspektrum der Pathologie umfassen.
  • Der Zuwachs an molekularpathologischen Untersuchungen ist weiterhin durch deren steigenden Bedarf im Rahmen der personalisierten Krebstherapie bedingt. Zusätzlich hat es sich bewährt, dass wir für die molekulare Untersuchung von Tumoren konsequent die Technik des «Next Generation Sequenzing» anwenden. Mittlerweilen sind wir für diese Art von Untersuchungen an soliden Tumoren das in der Schweiz führende Institut. Die Technik der «Liquid Biopsy» ist für diverse Tumore routinemässig für unsere Zuweisenden verfügbar.
  • Im April 2017 ist der Pathologie ein veritabler Coup gelungen. Thermo Fisher Scientific, der global führende Partner von wissenschaftlichen Institutionen, hat die Pathologie als weltweit ersten Kompetenzzentrum-Partner gewählt. Die enge Zusammenarbeit hat zum Ziel, neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung rasch in die Diagnostik zu überführen. Patientinnen und Patienten des Tumorzentrums am Universitätsspital Basel können unmittelbar von dieser Partnerschaft profitieren. Die Partnerschaft mit Thermo Fisher Scientific schliesst zudem eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen biomedizinischen und pharmazeutischen Firmen mit ein. Ferner wird die Pathologie im Rahmen der Partnerschaft sowohl in Basel als auch auf internationaler Ebene ihre Expertise im Rahmen praxisorientierter Schulungen weitervermitteln.
  • Die Pathologie darf weiterhin einen grossen Stamm von externen Spitälern und Privatpraxen zu ihren Kunden zählen. Dabei sind insbesondere die langjährigen Vertragspartner (Hôpital du Jura und die Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH) zu nennen.
  • Eine weitere wegweisende Entwicklung ist die vertiefte Zusammenarbeit der Pathologie mit der Medizinischen Genetik. Unter der Bezeichnung «Institut für Medizinische Genetik und Pathologie» arbeiten die weiterhin eigenständigen Fachgebiete eng zusammen. Vor dem Hintergrund zunehmender molekulargenetischer Untersuchungen im Rahmen der personalisierten Medizin können dabei die beiden Fachgebiete vom gegenseitigen Wissenstransfer und den damit verbundenen Synergien optimal profitieren.
  • Qualität steht im Zentrum unseres Tuns. Vor diesem Hintergrund wurde die Akkreditierung durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle erfolgreich bestätigt und der Geltungsbereich um diverse molekulare Analysen erweitert. Qualität garantieren auch unsere Spezialistenteams. Dies widerspiegelt sich in den erneut angestiegenen, von externen Pathologieinstituten angeforderten, Konsiliaruntersuchungen.
  • Die Pathologie war sehr aktiv in die interdisziplinäre Betreuung der Patientinnen und Patienten mit eingebunden. Die Pathologie ist dabei ein wichtiger Partner in den diversen Behandlungszentren, insbesondere aber im Tumorzentrum des Unispitals Basel, wo wir in allen organspezifischen Zentren in der Leitung vertreten sind.
  • In der Forschung waren die Publikationsleistung und Drittmitteleinwerbung unvermindert hoch, wobei stellvertretend die grosszügigen Unterstützungen vom Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizerischen Krebsliga/Oncosuisse erwähnt seien. Zahlreiche Forschende der Pathologie durften 2017 Auszeichnungen und Forschungspreise entgegennehmen. Unsere Expertise in der molekularen Diagnostik wird letztendlich auch dadurch reflektiert, dass wir bevorzugter Partner für molekulare Auftragsforschung diverser Life Science Firmen sind.  
  • In der Lehre beteiligte sich die Pathologie aktiv in sämtlichen Jahreskursen (Bachelor und Master) des Human- und Zahnmedizincurriculums, wie auch in der Postgraduate-Ausbildung diverser Disziplinen.          

Ausgewählte Publikationen

  • Quintavalle C, Hindupur SK, Quagliata L, Pallante P, Nigro C, Condorelli G et al. Phosphoprotein enriched in diabetes (PED/PEA15) promotes migration in hepatocellular carcinoma and confers resistance to sorafenib. Cell Death Dis. 2017 Oct; 26;8(10):e3138.
  • Gerlach MM, Lundberg P, Halter J, Arranto C, Wenzel F, Dirnhofer S et al. Clonogenic versus morphogenic mutations in myeloid neoplasms: chronologic observations in a U2AF1, TET2, CSF3R and JAK2 'co-mutated' myeloproliferative neoplasm suggest a hierarchical order of mutations and potential predictive value for kinase inhibitor treatment response. Leuk Lymphoma. 2017 Dec; 3:1-4.
  • Bubendorf L, Dafni U, Schöbel M, Finn SP, Tischler V, Sejda A et al. Prevalence and clinical association of MET gene overexpression and amplification in patients with NSCLC: Results from the European Thoracic Oncology Platform (ETOP) Lungscape project. Lung Cancer. 2017 Sep;111:143-149.
  • Juskevicius D, Müller A, Hashwah H, Lundberg P, Tzankov A, Menter T. Characterization of the mutational profile of 11 diffuse large B-cell lymphoma cell lines. Leuk Lymphoma. 2017 Oct 18:1-7.
  • Baumhoer D. Bone-Related Lesions of the Jaws. Surg Pathol Clin. 2017 Sep;10(3):693-704.