Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2017

Patientensicherheit
PD Dr. René Schwendimann

Die Abteilung Patientensicherheit ist der Förderung der spitalweiten Sicherheitskultur verpflichtet. Dazu gehören die Implementierung, Evaluation und dauerhafte Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen und Projekte zur Patientensicherheit.

Highlights 2017

  • CIRS@USB: Meldekreisbesuche durch die CIRS Beauftragte (Giulia Mohr), Straffung des CIRS Berichtswesens beispielsweise kurze, übersichtliche Halbjahresreports pro Meldekreis (MK) mit Facts & Figures und erläuternden Kommentaren, Erneuerung der CIRS Startseite im Intranet, technische Anpassungen im System zur Fallbearbeitung, -weiterleitung in den MK sowie Feedback an Melder. Erstellung einer Expertenliste, das heisst Ressourcenpersonen, die von den MK zur Fallbearbeitung zugezogen werden können. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit CIRS Verantwortlichen der MK im Rahmen einer Masterarbeit ein CIRS-Selbstevaluationsinstrument zur Struktur- und Prozessqualität entwickelt.
  • DrugSafety@USB: Etablierung des Programms mit Anpassung der Organisation wie Programmausschuss und Initiierung des Teilprojekts 4 «Closed Loop Medication Documentation». Ein Schwerpunkt war: Verbesserungsmassnahmen zur Arzneimittelsicherheit in der elektronischen Kurve in Zusammenarbeit mit der IT, den klinischen Bereichen und der Spitalpharmazie durch schrittweise Behebung von patientengefährdenden Mängeln inklusive Erhöhung der Systemzuverlässigkeit. Hierzu erfolgten Abklärungen zur Einführung einer zentralen Arzneimitteldatenbank, die wesentlich zum sicheren Medikationsprozess in den Kliniken beitragen kann. Zudem wurde an einer klinikübergreifenden, einheitlichen Darstellung von Heparinschemata mitgearbeitet.
  • Sichere Chirurgie: Das Projekt Follow-up Evaluation Checkliste Sichere Chirurgie wurde per Ende Jahr erfolgreich abgeschlossen. Hierzu wurde auch die Checkliste Sichere Chirurgie punktuell revidiert und nach einer interdisziplinären Vernehmlassung per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Dazu kamen erste Vorbereitungen zur bereichsübergreifenden Organisation eines Programms «Sichere operative Medizin».
  • Weitere Aktivitäten: Entwicklung der Qualitätsindikatoren Dekubitus und Blasendauerkatheter mit zwei Projektgruppen, Mitgestaltung des Programms der careArt17 (8. und 9. Juni 2017) inklusive Vorträgen und einem Workshop «Spurensuche im Raum des Schreckens» (Patientensicherheitstraining), Organisation des Patientensicherheitstag (20. September 2017) mit dem Symposium «Speak up», Mitorganisation der ANQ Prävalenzmessungen zu Sturz und Dekubitus (14. November 2017), Präsenz am Tag der offenen Tür des neuen OP Trakts mit einer Installation und Informationen zu Risiken und Gefahren in der Patientenbehandlung (2. Dezember 2017), sechs Fortbildungsveranstaltungen für neue Mitarbeitende der Pflege zu Patientensicherheit und CIRS sowie zwei CIRS Kurse und individuelle Beratungen im Kontext Patientensicherheit. Darüber hinaus Dozententätigkeit zu Patientensicherheit und Qualität im Masterstudiengang Pflegewissenschaft an der Universität Basel und eine Studie zur Sicherheitskultur in den Arbeitsbereichen Anästhesie/OP, IPS/OIB und Notfallzentrum des Unispitals Basel.

Ausblick 2018

  • Revision der Präoperativen Checkliste
  • Sicherheitsrundgänge («Safety audits») in ausgewählten klinischen Bereichen
  • DrugSafety@USB – Einführung einer zentralen Arzneimitteldatenbank
  • Bereichsübergreifende Verankerung Programm Sichere operative Medizin («Die Checkliste»)
  • ID Patientenarmband – Fortsetzung des Pilotprojekts (Scanning – Hämovigilance)
  • CIRS@USB – PDCA basierte Fallbearbeitungen, Empfehlungen und Rückmeldungen
  • ANQ Prävalenzerhebung in Zusammenarbeit mit Pflege/MTT
  • Wissenschaftliche Projekte: zum Beispiel Global Trigger Tool, «Second victim»

Ausgewählte Publikationen

  • Mohr G, Wesch C, Schwendimann R. Spurensuche im Raum des Schreckens. Krankenpflege 2017, 12: 15-17.
  • Sexton JB, Adair C, Leonard M, Christensen T, Proulx J, Schwendimann R, Malek J, Frankel A. Providing feedback following Leadership WalkRounds is associated with better patient safety culture, higher employee engagement and lower burnout. BMJ Quality & Safety 2017 Oct 9. pii: bmjqs-2016-006399. doi: 10.1136/bmjqs-2016-006399. [Epub ahead of print].
  • Rippstein K, Mauthner O, Sexton JB, Schwendimann R. A qualitative analysis of the Three Good Things intervention in health care workers. BMJ Open 2017;7:e015826. doi:10.1136/bmjopen-2017-015826.