Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2017

Personal & Betrieb
Mario Da Rugna

Betrieb

Hotellerie & Gastronomie:

2017 stand im Zeichen der Umsetzung unseres Gastronomieprojekts. Dieses sieht die Einführung einer schweizweit einzigartigen Verpflegung für Patientinnen und Patienten vor. Für die Vorbereitung der Umsetzung wurden auf sämtlichen Bettenstationen sogenannte «Stationsoffices», das heisst Küchenstützpunkte gebaut und eine Serviceorganisation für einen verbesserten Hotellerie Service etabliert. Des Weiteren wurden die ersten Etappen eines zwei Jahre dauernden Umbaus der Zentralküche umgesetzt.

  • Ausblick Hotellerie & Gastronomie: Im dritten Quartal 2018 wird die Patientengastronomie auf die innovative und patientenfreundliche Verpflegungsform «micropast» umgestellt, um noch stärker auf Wünsche und Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten eingehen zu können.

Infrastruktur – Realisierung Masterplan Energie auf Kurs

Mit der Umsetzung des Masterplans Energie wird die sichere Energieversorgung des Spitals für die Zukunft sichergestellt werden können. Die bestehenden Energieversorgungskonzepte wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt und in Etappen realisiert und sind – bezogen auf die heutigen Anforderungen hinsichtlich Ökologie, Ökonomie und Versorgungssicherheit sowie auf die geplanten baulichen Veränderungen (zum Beispiel Neubau Klinikum 2) – verbesserungswürdig. Die Realisierung des Masterplans erfolgt in drei Etappen: In einer ersten Etappe wird ein neuer Energieleitungstunnel, als erster Teil eines Versorgungsringes, an der Geländeperipherie im Westen erstellt. In der zweiten Etappe wird ein Teil der Notstromversorgung und die Kälteversorgung erneuert und ausgebaut werden. Schliesslich wird mit dem Neubau des Klinikum 2 die letzte Etappe, durch den Bau des zweiten Teils der Notstromanlage sowie dem Ringschluss des Energieleitungstunnels, realisiert werden. Die Fertigstellung des Energieleitungs-Tunnel West steht kurz vor seiner Fertigstellung. Die weiteren Etappen sind termingerecht in Planung und somit das Gesamtvorhaben auf Kurs.

Gebäudemanagement & Hauswirtschaft 

Einführung eines Qualitätskontrollsystems: Das Jahr 2017 stand im Zeichen der Qualitätssicherung. Die Hauswirtschaft testete einige QS-Systeme auf dem Markt. Vision Clean wurde als visualisierte Tablet Lösung evaluiert und wird nun im 2018 implementiert. Das ganze QM System basiert auf drei Säulen und beinhaltet alle nötigen Sichtweisen wie Eigenkontrollen (Vision Clean), die Kundensicht (Happy or not) und auch die microbiologischen Untersuchung (ATP Messungen).

  • Ausblick: Für das 2018 steht eine Harmonisierung der Nutzeranfragen der Abteilungen Infrastruktur und Gebäudemanagement an.

Human Resources Management

Weiterentwicklung der HR Dienstleistungen

  • Gendergerechte Nachwuchsförderung: Die Chancengleichheit von Frauen und Männern ist dem Universitätsspital Basel ein wichtiges Anliegen. Es soll sichergestellt werden, dass zur Erreichung der Unternehmensziele alle Potenziale im Unternehmen genutzt werden und ein möglichst breiter, gut qualifizierter Pool an Mitarbeitenden gefördert wird. Aus diesem Grund wurde das Projekt «Gendergerechte Nachwuchsförderung» lanciert, welches verschiedene Massnahmen mit verbindlichen Zielwerten initiiert.
    Ausserdem wurde erstmals eine Lohngleichheitsprüfung durchgeführt. Diese hat aufgezeigt, dass im Unispital Basel keine Lohndiskriminierung zwischen Frauen und Männern vorliegt.

  • Optimierungen im Arbeitszeitmanagement: 2017 stand im Zeichen neuer Ansätze im Bereich Arbeitszeitmanagement: Nach neu eingeführten Controlling- und Arbeitsinstrumenten gemäss GAV-Bestimmungen, wurde das Konzept der «Verbindlichen Dienstplanung» im Bereich Chirurgie pilotiert. Ziel ist, dass sowohl Klinikleitung/Führungsverantwortliche als auch Mitarbeitende im Ärztebereich in einen konstruktiven und transparenten Diskurs bezüglich optimierter Einsatzplanung treten. Erarbeitet wurde das Konzept von Ärzten der Chirurgie in Zusammenarbeit mit HR und Vertretern der Personalkommission und VSAO.

  • Professionalisierung Rekrutierung: Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und dafür zu sorgen, dass gerade im Kerngeschäft der Personalbedarf des Unispitals Basel zeitnah und in der gewünschten Qualität gedeckt werden kann, wurde weiter an der Professionalisierung des Recruitings gearbeitet. So wurden unter anderem Anpassungen am Rekrutierungssystem vorgenommen, weitere Interviewschulungen für Vorgesetzte angeboten sowie Controlling und Optimierung des Rekrutierungsprozesses vorangetrieben.

  • Zentralisierung von HR-Aufgaben: Mitte 2017 wurde die Zentralisierung von operativen HR-Aufgaben im zentralen HR Shared Services abgeschlossen mit dem Ziel, HR-Dienstleistungen im administrativen Bereich zu standardisieren und zu verbessern. In der Folge wurde zudem ein neues HR-Tool für die professionelle und vereinfachte Erstellung von Arbeitszeugnissen eingeführt, welches seit August 2017 von den Führungsverantwortlichen produktiv genutzt wird.

  • Arbeitgebermarketing: Im 2017 wurden die Kommunikationskanäle weiter ausgebaut, um die Präsenz auf dem Arbeitsmarkt bei den relevanten Zielgruppen zu verstärken. Es wurden verschiedene Filme realisiert, die Einblick in die Arbeitswelt des Unispitals Basel geben: Mit einem Imagefilm, einem Film über Ärztinnen und Ärzte sowie einem Film zur Kinderbetreuung zeigt die verschiedenen Facetten seines attraktiven Arbeitsumfelds.

Ausbau der Mitarbeiterangebote

  • Ausbildung: Als Massnahme zur Bekämpfung des Pflegenotstands wurde kantonal entschieden, die Ausbildungsplätze um rund 30% zu erhöhen. Das Unispital Basel hat in diesem Zusammenhang das interne Ausbildungskonzept überarbeitet und plant nun in den nächsten Jahren eine Erhöhung um rund 100 Ausbildungsplätze.
     
  • Weiterbildung: Die kontinuierlich hohe Teilnehmerzahl und hohe Zufriedenheit mit dem internen Weiterbildungsangebot konnte gehalten werden. Ein deutlicher Ausbau an Kursen konnte insbesondere bei den Führungskursen sowie bei den interprofessionellen Kursen erzielt werden. 
     
  • Kinderbetreuung: Das Angebot der Kinderbetreuung wurde laufend flexibilisiert und an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst. Die Resonanz auf das Angebot ist sehr erfreulich und spornt die Weiterentwicklung in diesem wichtigen Angebot noch zusätzlich an.

  • Sportangebote: Die vielfältigen Sport- und Bewegungsangebote stossen bei den Mitarbeitenden auf grosse Nachfrage. Im 2017 konnte das Angebot erweitert werden: Neu können Mitarbeitende den Kraftraum der Therapien kostenlos an den Randzeiten nutzen. Es wurden seit Start über 500 Einführungstrainings durchgeführt.