Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2017

Therapien
Guido Perrot

Kennzahlen

2017 2016
Stationäre Fälle 11'857 11'163
Ambulante Patienten (Kontakte, Fälle) 4'319 4'418
Physio-/Ergo-/Logo-Punkte (teilstationär & ambulant) 2'771'383 2'990'638
Beurteilung der medizinischen Qualität als «überragend & sehr gut» (ambulante Patienten) 88% 86.9%

Stationäre Fälle

11'857
2017
11'163
2016

Die Therapien wachsen mit der allgemeinen Leistungsentwicklung des Universitätsspitals Basel mit. Dies gilt insbesondere für das Kerngeschäft der stationären Fälle. Durch Prozessoptimierungen und Effizienzmassnahmen wie bereits in den letzten Jahren sowie durch Priorisierung des Leistungsangebotes unterstützen die Therapien die fallführenden Kliniken bei der Senkung der Verweildauer im stationären Geschäft. Der Leistungsauftrag der Therapien fokussiert sich auf das stationäre Geschäft und auf die ambulanten Leistungen auf universitärem Niveau.

Highlights 2017

Die Kennzahlen zeigen erneut einen Anstieg der stationären Fälle und eine Abnahme der ambulanten Fälle, was der Strategie der Therapien im Unispital Basel entspricht.

  • Mit dem Abschluss des Umbaus im Januar 2017 und den darauffolgenden Prozessanpassungen in den Therapien wurde das Lean Management sowie die Zusammenarbeit mit der Stationslogistik etabliert.
  • Seit dem ersten Quartal 2017 erfolgte die stationäre Auftragserfassung papierlos und alle erfassten Patientendaten werden seitdem in Hydmedia archiviert.
  • Die wissenschaftliche Ausrichtung in den Therapieberufen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) wurde mit einer neuen Stelle für Praxisentwicklung im Ressort MTT sowie Therapieexpertinnen im Bereich Intensivmedizin, Muskuloskelettal und Innere Medizin verstärkt. Ausserdem wurde zur Weiterentwicklung der akutstationären Physiotherapie die Arbeitsgruppe IGPTR A gegründet. Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus Expertinnen und Experten der Universitätskliniken Basel, Bern, Zürich, dem Kantonsspital Winterthur und der Zürcher Fachhochschule für angewandte Wissenschaften zusammen.
  • Seit der zweiten Jahreshälfte ist die neue Teilzeitstelle «Behindertenbeauftragte am Universitätsspital Basel» den Therapien angegliedert.
  • Die jährlich durchgeführte interdisziplinäre interne Fortbildung der Therapien galt dem Thema «Resilienz».
  • Am 4. November 2017 fand das Clinical Research Forum der Stiftung Physiotherapie Wissenschaften erstmals im Unispital Basel statt.

Ausblick 2018

  • Gesamtschweizerisch wurde per 1. Januar 2018 eine einheitliche Tarifstruktur für physiotherapeutische Leistungen nach Artikel 2a der Verordnung über die Festlegung und Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung eingeführt. Der Tarif basiert grundsätzlich auf Sitzungspauschalen.
  • Im Januar 2018 beginnt der erste CAS Sportphysiotherapie in Zusammenarbeit mit der Universität Basel.
  • In den folgenden Monaten sollen sämtliche Assessments, Befunde und Berichte im Unispital Basel elektronisch zur Verfügung stehen und alle (ambulant und stationär) erfassten Patientendaten archiviert werden.
  • Die Konzeptentwicklung zur Einführung von «Better in – Better out» in Akutspitälern wird in Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern, Kantonsspital Winterthur und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften weiter vorangetrieben. Nach der Gründung der Interessengemeinschaft Physiotherapie Rehabilitation – Akutspital (IGPTR A) ist der nächste Schritt eine geplante Studie zu präoperativem Training bei Lungenoperationen.
  • Zusammen mit dem Labor Funktionelle Biomechanik und Masterstudenten der Physiotherapie werden in einer angelaufenen Studie Unterschiede in der Rumpfmuskelkraft bei Personen mit sitzenden Berufen, mit oder ohne chronischen lumbalen Rückenbeschwerden, untersucht.

Ausgewählte Publikationen

  • Wenn die Sprache wegbleibt - Sprechventil unterstützt Patientinnen und Patienten mit Trachealkanüle, K. Maschke, N. Clobes, D. Helberg, U. Barandun Schäfer. SBK-Kongress Bern Mai 2017.
  • Fachbuch Physiotherapie, Thieme 2017: Lumbale Rückenbeschwerden – Aktive Rehabilitation in der Physiotherapie, Harald Bant, Guido Perrot.