Kliniken und Behandlungszentren
Leistungsbericht 2018

Therapien
Guido Perrot

Kennzahlen

2018 2017
Stationäre Fälle 12'454 11'857
Ambulante Patienten (Kontakte, Fälle) 4'554 4'319
Physio-/Ergo-/Logo-Punkte (teilstationär & ambulant) 2'734'116 2'771'383
Beurteilung der medizinischen Qualität als «überragend & sehr gut» (ambulante Patienten) 89.5% 88%

Stationäre Fälle

12'454
2018
11'857
2017

Die Therapien (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) unterstützen die fallführenden Kliniken des Universitätsspitals Basel in der laufenden stationären Behandlung und tragen dazu bei, eine raschere Genesung und Senkung der stationären Aufenthaltsdauer zu ermöglichen sowie Einschränkungen der Mobilität durch lange Liegezeiten zu vermeiden. Die Unterstützung im stationären Leistungsbereich erfolgt unter Beachtung der Anforderungen aus den Zentren und den spitzenmedizinischen Schwerpunkten. Der ambulante Leistungsauftrag fokussiert auf die peri-operative Versorgung der Patienten. Dazu gehören vornehmlich Patientinnen und Patienten, die im Hause behandelt oder operiert wurden und Vor- und Nachsorgeleistungen in Anspruch nehmen. Die Erhöhung des ambulanten Leistungsanteils erfolgt dort, wo es in Bezug auf den Leistungsauftrag und das bestehende Marktangebot sinnvoll und zielführend ist.

Highlights 2018

Die Kennzahlen zeigen erneut einen Anstieg der stationären Fälle sowie eine leichte Zunahme der ambulanten Fälle, was der Strategie der Therapien im USB entspricht.

Gesamtschweizerisch wurde per 1. Januar 2018 eine einheitliche Tarifstruktur für physiotherapeutische Leistungen nach Artikel 2a der Verordnung über die Festlegung und die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung eingeführt. Der Tarif basiert nach wie vor grundsätzlich auf Sitzungspauschalen. Die neue Tarifsituation hat auf unseren Ertrag keinen wesentlichen Einfluss. Unverändert sind die nicht verrechenbaren Leistungen bei steigendendem administrativen Aufwand.

Die Verantwortlichen der Praxisentwicklung in den Therapien haben folgende Vorgaben erfolgreich umgesetzt und Projekte vorbereitet:

  • Durchführung einer Recherche zum Thema «Insuffizienter Hustenstoss bei spontanatmenden Patienten» und ein Projekt initiiert, um diese Patientinnen und Patienten zu erfassen sowie Assessments zu evaluieren.
  • Das Projekt zur verbesserten Leistungseinschätzung und Trainingssteuerung bei Hämatologischen Patientinnen und Patienten auf der Isolierstation ist zur Ausführung bereit.
  • Im Bereich Bewegungsapparat wurden qualitative und funktionelle Assessments bei Patientinnen und Patienten mit Hüftbeschwerden interprofessionell evaluiert und implementiert. Zudem wurde in den Therapien ein Behandlungsraum umgestaltet, damit funktionelle Assessments zur Einschätzung «Return to Activity» erhoben werden können.
  • Mit der Spinalen Chirurgie wurde eine interprofessionelle Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden erarbeitet; die Therapien erheben dazu mit funktionellen Assessments die körperliche Leistungsfähigkeit.
  • Mit der neu konzipierten interprofessionellen Visite von Chronic Critical ill Patientinnen und Patienten auf der Operativen Intensivbehandlung (seit 1. April 2019 Intensivstation) wird die weitere Therapie der Patientinnen und Patienten der Intensivstation unter Berücksichtigung der durch die Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie durchgeführten Assessments geplant.
  • Im Berichtsjahr wurde erstmals ein CAS Sportphysiotherapie in Zusammenarbeit mit der Universität Basel erfolgreich durchgeführt.

Die interdisziplinäre interne Fortbildung beinhaltete dieses Jahr folgende Themenbereiche: Schmerz, Demenz, Delir.

An der Enhancing Practice Conference in Basel war die Logopädie mit dem Poster «Speechless – speaking valve supports tracheotomized patients» und die Praxisentwicklung mit einem Workshop «Moving Patients – Moving professionals – getting patients out of bed!» vertreten.

Ausblick 2019

Die Konzeptumsetzung von «better in, better out» im Universitätsspital Basel wird in Zusammenarbeit mit dem Patientenzentrieten Management USB, dem Inselspital Bern, Kantonsspital Winterthur und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften weiter vorangetrieben. Nach der Gründung der Interessengemeinschaft Physiotherapie Rehabilitation – Akutspital (IGPTR-A) ist die Durchführung einer Case Study zur präoperativen Physiotherapie bei Patienten mit Lungenresektion bei Karzinom sowie die Verbesserung der perioperativen Versorgung geplant.

Nachdem die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung durch unsere Behindertenverantwortlichen eruiert wurden, können diverse Massnahmen für ein barrierefreies Gesundheitsangebot im USB umgesetzt werden. Dazu gehören folgende Angebote und Massnahmen:

  • Eintrittsformular für einen stationären Aufenthalt am USB
  • Umsetzung einer digital unterstützten Kommunikation