Klinische Pharmakologie & Toxikologie
Prof. Stephan Krähenbühl


Kennzahlen

2019 2018
Konsiliardienst (interne und externe Konsilien) 589 508
Gutachten 19 15
Meldungen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen an Swissmedic 245 267
Visiten von Patienten mit unerwünschten Wirkungen 245 267

Highlights 2019

Leider ist es nicht gelungen, die Nachfolge von Professor Krähenbühl bis Ende 2019 zu regeln. Dafür gibt es verschiedene Gründe; ein wichtiger Grund ist das grosse Spektrum, welches die Klinische Pharmakologie in Dienstleistung, Lehre und Forschung abdeckt, was unter anderem auch mit dem Engagement in der Pharmazie zusammenhängt. Es ist zu hoffen, dass im ersten Halbjahr 2020 eine geeignete Lösung gefunden wird, weil die jetzige Unsicherheit für die Produktivität der Abteilung nachteilig ist.
Trotz dieser schwierigen Situation ist es der Abteilung gelungen, das Niveau in der Dienstleistung, Lehre und Forschung zu halten oder im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern.

Im Bereich Dienstleistung wurden etwas mehr Konsilien und Gutachten verfasst als im Vorjahr. Dies zeigt, dass die Abteilung im Unispital Basel gefragt ist und bei schwierigen medikamentöse Problemen um Rat gefragt wird. Hervorzuheben sind auch die Visiten bezüglich unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Das Screening zum Erfassen von Risikosituationen und aktuell vorliegenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen wurde mittels eines Algorithmus automatisiert, was sich bewährt hat. Der Algorithmus kann adaptiert werden, das System ist also dynamisch und kann weiterentwickelt werden.

Die Lehre wurde im gewohnten Umfang gegeben, etwa 100 Stunden Vorlesungen in der medizinischen Fakultät und 250 Stunden in der Pharmazie. In der Pharmazie kamen zudem drei Praktika hinzu. Die Pharmazie in Basel hat eine biologisch-medizinische Ausrichtung, weshalb eine enge Kollaboration mit der Klinischen Pharmakologie für die Kontakte in die Medizin wichtig ist.


Die Klinische Pharmakologie und Toxikologie hat drei Forschungsgruppen, wobei eine im Departement Klinische Forschung (DKF) und zwei im DKF und im Departement Biomedizin der medizinischen Fakultät domiziliert sind. Bezüglich Publikationen ist ebenfalls eine Steigerung im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen. Insgesamt wurden 59 Arbeiten publiziert, davon 49 Originalpublikationen, sechs Reviewartikel und vier Case Reports. In Anbetracht der Anzahl in der Forschung tätigen Personen (momentan vier Postdoktorierende und zehn Doktorierende, die Meisten über Drittmittel bezahlt) kann die Produktivität als gut bezeichnet werden. Die Spezialitäten der Abteilung sind toxikologische Studien in vitro und in Tiermodellen sowie klinische Studien in gesunden Probanden (also Phase I-Studien), insbesondere auf dem Gebiet der Neuropharmakologie. In diesen Bereichen gehört die Abteilung zu den national und international führenden Institutionen.

Ausgewählte Publikationen

  • Panajatovic MV, Singh F, Roos NJ, Duthaler U, Handschin C, Krähenbühl S, Bouitbir J. PGC-1α plays a pivotal role in simvastatin-induced exercise impairment in mice. Acta Physiol (Oxf). 2019:e13402. doi:10.1111/apha.13402.
  • Singh F, Zoll J, Duthaler U, Charles AL, Panajatovic MV, Laverny G, McWilliams TG, Metzger D, Geny B, Krähenbühl S, Bouitbir J. PGC-1β modulates statin-associated myotoxicity in mice. Arch Toxicol. 2019;93:487-504.
  • Leuppi-Taegtmeyer A, Duthaler U, Hammann F, Schmid Y, Dickenmann M, Amico P, Jehle AW, Kalbermatter S, Lenherr C, Meyer Zu Schwabedissen HE, Haschke M, Liechti ME, Krähenbühl S. Pharmacokinetics of oxycodone/naloxone and its metabolites in patients with end-stage renal disease during and between haemodialysis sessions. Nephrol Dial Transplant. 2019;34:692-702.
  • Holze F, Vizeli P, Müller F, Ley L, Duerig R, Varghese N, Eckert A, Borgwardt S, Liechti ME. Distinct acute effects of LSD, MDMA, and D-amphetamine in healthy subjects. Neuropsychopharmacology. 2020;45:462-471.
  • Vizeli P, Meyer Zu Schwabedissen HE, Liechti ME. Role of Serotonin Transporter and Receptor Gene Variations in the Acute Effects of MDMA in Healthy Subjects. ACS Chem Neurosci. 2019;10:3120-3131.