Psychosomatik
Prof. Rainer Schäfert


Kennzahlen

2019 2018
Stationäre Patienten (Fälle) 1'256 1'111
Stationäre Patienten (Kontakte) 2'592 2'070
Ambulante Patienten (Fälle) 1'398 1'334
Ambulante Patienten (Kontakte) 5'356 4'946
Gesamtzahl Patienten (Kontakte) 7'948 7'016
Tarmedpunkte (teilstationär & ambulant) 969'000 879'000
Beurteilung der medizinischen Qualität als «ausgezeichnet & gut» (ambulante Patientinnen und Patienten) 82% 82.4%

Bemerkung: Für die Palliative Care wird ein separater Leistungs-/Jahresbericht erstellt.

Stationäre Patientinnen und Patienten (Fälle)

2019
1'256
2018
1'111

Highlights 2019

Die Klinik für Psychosomatik befindet sich im dritten Jahr nach Stellenantritt von Prof. Rainer Schäfert als Chefarzt am Universitätsspital Basel und als struktureller Professor für Psychosomatik an der Universität Basel zum 1. Februar 2017 in einer dynamischen Weiterentwicklung.

Fallentwicklung

  • Die Zahlen zur Fallentwicklung konnten – trotz einer offenen Arztstelle zwischen Juli und Oktober 2019 – gesteigert werden, sowohl bezüglich der stationären, als auch der ambulanten Fälle. Auch die Zahl der Kontakte pro Fall wurde sowohl im stationären Konsil-/ Liaison-Bereich (2019: 2.1; 2018: 1.9) als auch im Ambulanz-Bereich (2019: 3.8; 2018: 3.7) leicht erhöht. Die ansteigende Fallentwicklung bildete sich auch in einer deutlichen Zunahme der Tax-Punkte ab.


Organisatorische/ Personelle Entwicklung

  • Zum 31. Januar 2019 verliess Anne Albrecht nach einer Mutterschaftsvertretung für Marianne Chevillat wie geplant unsere Klinik; sie fand eine neue Anstellung in der Klinik Sonnenhalde.
  • Ab 1. Februar 2019 kehrte Marianne Chevillat wie geplant aus ihrem Mutterschaftsurlaub zurück und ist seither weiterhin im bisherigen Umfang von 70% bei uns tätig.
  • Susi Rigassi wurde geplant zum 29. Februar 2019 als Assistenzpsychologin verabschiedet.
  • Als ihre Nachfolgerin als Assistenzpsychologin wurde Ursina Herren ab 1. März 2019 eingestellt.
  • Die für die Jahre 2019–2021 genehmigte GWL für Patientinnen und Patienten mit schwereren Essstörungen mit jährlich CHF 120’000 für den Aufbau zweier 50%-Stellen im Bereich Pflege und Therapie am Universitätsspital Basel wurde umgesetzt: Ab 1. April 2019 startete Helena Hennes als Pflegeexpertin (ANP) mit einem Pensum von 50%; sie ist daneben im Pflegeteam der Station Medizin 5.1.tätig. Um eine spezifische Qualifikation zu erreichen wurde für Frau Hennes eine einmonatige Hospitation auf der Station «von Weizsäcker» mit dem Schwerpunkt Essstörungen an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik des Universitätsklinikums Heidelberg organisiert.
  • Ab 1. Mai 2019 startete Dr. Sandra Blaesi, um den therapeutischen/ärztlichen Teil im Rahmen der GWL zu übernehmen; sie ist in Weiterbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und macht bei uns ihr Fremdjahr.
  • Zum 30. Juni 2019 beendete Dr. Elisabeth Fischer etwas früher als geplant ihren zweijährigen Assistenzarztvertrag an der Klinik für Psychosomatik, um ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologin in einer Praxis fortzusetzen. Ihre 80%-Stelle konnte nicht unmittelbar ärztlich nachbesetzt werden, so dass hier eine Lücke entstand.
  • Zum 31. August 2019 verliess Anja Waldmeier als Psychologin die Klinik für Psychosomatik und wechselte in die Klinik Sonnenhalde in Basel, um mehr psychotherapeutisch tätig sein zu können.
  • Ihre Stelle konnte bereits ab dem 12. August 2019 mit Sabrina Elia nachbesetzt werden, die nach ihrer Zeit als Assistenzpsychologin übernommen wurde.
  • Ab 1. August 2019 startete Sebastian Gross, der vorangehend bereits als wissenschaftliche Hilfskraft in der Klinik für Psychosomatik gearbeitet hatte, als neuer Assistenzpsychologe in der Nachfolge von Sabrina Elia.
  • Dr. Lena Lambrecht-Walzinger erwarb erfolgreich ihren Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und wurde ab dem 1. Oktober 2019 zur Oberärztin befördert.
  • Im Rahmen des Versorgungsprojektes SomPsyNet nahm zum 1. November 2019 Jennifer Erb ihre Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf; sie ist vor allem für die Entwicklung der Behandlungspfade zuständig.
  • Zum 1. November 2019 startete auch Hannah Ritter als neue Assistenzärztin mit einem Pensum von 60% in der Klinik für Psychosomatik.
  • Zum 1. Dezember 2019 wechselte Dr. Christiane Rosin von der Notfallstation in die Klinik für Psychosomatik, wo sie mit einem Pensum von 60% zunächst als Assistenzärztin tätig ist.
  • Zum 31. Dezember 2019 wechselte Pamela Loosli nach 14-jähriger Tätigkeit am Unispital Basel aus privaten Gründen an die Klinik für Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie in St. Gallen (Klinikleiterin ist die ehemalige Oberärztin unsere Abteilung, Dr. Dagmar Schmid). Sie wurde mit einem grossen Apéro verabschiedet.
  • Praktikantinnen- und Praktikantenstellen in Psychosomatik und Psychoonkologie konnten weiter verstetigt werden.
  • Im Bereich der psychoonkologischen Liaisonstellen wurden Rotationen erforderlich, so dass nun folgende Zuordnungen bestehen: Sabrina Elia ist für Neurochirurgie und Dermatologie zuständig, Marianne Chevillat für die Radioonkologie.

Personelle Veränderungen in der Medizinischen Kommunikation

  • Kerstin Metzger wurde wie geplant nach erfolgreichem Doktorat als Doktorandin verabschiedet.
  • Madlaina Widmer und Emanuel Thommen wurden nach Abschluss Ihrer Doktorarbeit. planmässig verabschiedet. Ihre abgeschlossenen Arbeiten sind derzeit in peer-reviewed Journals eingegeben und werden voraussichtlich 2020 publiziert werden.
  • Neue Doktoranden (für eine Jahr) wurden eingestellt: Annalena Katharina Keller.
  • Dr. Christoph Becker, Oberarzt Medizinische Kommunikation (Lehre und Forschung) wurde im Pensum von 50% auf 75% erhöht. Dafür wurde eine Doktorandenstelle gestrichen respektive nicht wiederbesetzt.
  • Julia Katharina Beck ist als postdoc (Psychologin) 100% eingetreten.
  • Alessia Vincent ist als psychologische Doktorandin 100% eingetreten (Anstellung über Drittmittel, Schweizerischer Nationalfonds , SNF).

Räume

  • Hinsichtlich der räumlichen Situation wurde der Klinik für Psychosomatik dankenswerterweise im Markgräflerhof ein grosses Forschungszimmer zur Verfügung gestellt. Ein Büro am Abteilungsgang wurde mit neuen Arbeitsplätzen ausgestattet.

Gefässe

  • Die regelmässigen klinischen Besprechungen mit dem Chefarzt der Klinik, Prof. Schäfert, wurden verstetigt.
  • Die regelmässige externe Supervision erfolgte weiterhin durch Dr. med. Dipl. Psych. Peter Streb (FMH Psychiatrie und Psychotherapie).
  • Im Rahmen der Re-Evaluation als Weiterbildungsstätte für Psychiatrie und Psychotherapie ambulant sowie Konsiliar- und Liaisionpsychiatrie erfolgte die Einrichtung einer spezifischen externen Supervision für Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie; diese wurde von Dr. Marco Bachmann (Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie), Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik am Bethesda-Spital Basel übernommen.

Klinische Versorgung

  • Als eine zentrale Aufgabe der Abteilung wurde der psychosomatische Konsiliardienst fortgeführt, die interdisziplinäre und interprofessionelle Vernetzung im Spital vertieft und die Qualifikation der Mitarbeiter mit den speziellen Fragestellungen durch klinische Besprechungen und Supervision erweitert.
  • Der Versorgungsschwerpunkt Psychoonkologie wurde mit Fokus auf eine enge Liaison- und Konsultationstätigkeit mit den jeweiligen Disziplinen und dem Tumorzentrum weitergeführt. Gemeinsam wurde eine erfolgreiche Re-Zertifizierung des Tumorzentrums erreicht. In den Bereichen HNO und Dermatologie musste in Folge der Sparvorgaben am Fortbestand der psychoonkologischen Liaisonstellen gearbeitet werden.
  • Mit Marianne Chevillat wurde die psychosoziale Versorgung von Patienten mit schwerer Adipositas im Kontext bariatrischer Chirurgie weiter verstetigt.
  • Das Angebot für Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom und anderen funktionellen gastrointestinalen Störungen (unter anderem bauchgerichtete Hypnotherapie) wurde fortgeführt.
  • Zur Erweiterung des Entspannungsangebots der Abteilung wurde unter Federführung von Dr. phil. Marcel Delahaye mit Mitarbeit von Dr. Elisabeth Fischer der Aufbau des Biofeedbacks fortgesetzt; beide schlossen ihre Qualifikation in Biofeedback erfolgreich ab.
  • Die «Post-ICU» Sprechstunde wurde weiterhin unter Einbezug eines Pflege-Experten in dieses Angebot fortgeführt.

Strukturentwicklung

  • Nach der Ablehnung der geplanten Spitalfusion durch das Basel-Städter Stimmvolk beim Volksentscheid vom 10. Februar 2019 erfolgte eine Neujustierung der weiteren Planungen.
  • Im Rahmen der Re-Evaluation der Klinik als Weiterbildungsstätte nach Leiterwechsel fand am 4. Juni 2019 die Visitation statt. Nach einer ausführlichen Stellungnahme zum Visitationsbericht erhielten wir Ende Dezember 2019 den Entscheid der Weiterbildungsstättenkomission (WBSK): Die WBSK bestätigte die aktuelle Anerkennung in Konsiliar- und Liaionpsychiatrie D1-CL (ein Jahr) und in Psychiatrie und Psychotherapie Kategorie C (zwei Jahre) ambulant mit einigen Auflagen. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wird der Kaderarzt der Klinik für Psychosomatik, Dr. Alexander Frick, Leiter der Weiterbildungsstätte sein, Prof. Schäfert ist sein Stellvertreter.
  • Die Klinik für Psychosomatik nahm weiterhin kontinuierlich am Interdisziplinären AK Essstörungen (IAES) der Region Basel unter Beteiligung des Gesundheitsdepartments Basel-Stadt teil; der AK traf sich neu in Räumen des Universitätsspitals Basel.
  • Im Rahmen der gesprochenen Gemeinwirtschaftlichen Leistung (GWL) erfolgte der Aufbau eines stationären Angebots für Patientinnen mit schwereren Essstörungen: Hierzu wurde ein interdisziplinärer und interprofessioneller Leitfaden entwickelt, wofür Gespräche mit den beteiligten Disziplinen und Mitbehandlern geführt wurden. Der Schwerpunkt lag dabei in Abstimmung mit der pflegerischen Leitung auf der Zusammenarbeit mit dem Pflegeteam der Station 5.1.3.. Mit dieser wurde ein Teamtag durchgeführt und es wurde eine externe Supervision durch Thorsten Jacobsen organisiert.
  • Die Anbindung der Palliative Care an die Klinik für Psychosomatik wurde nach entsprechender Reflexion mit der Bereichsleitung Medizin fortgeführt.
  • Die Evaluation einer Station und Tagesklinik für Psychosomatik wurde weitergeführt und ein entsprechender Projektauftrag gestellt. Eine Projektgruppe erarbeitete ein Konzept für ein solches Angebot und erstellte den zugehörigen Business Case. Das Konzept wurde im Gesundheits-Department Basel vorgestellt. Schliesslich wurde eine Station und Tagesklinik für integrierte Medizin als Letter of intent in die Bewerbung für die gemeinsame Spitalliste aufgenommen. Eine Abstimmung zur Weiterentwicklung des Konzepts mit den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel und interdisziplinären Partnern am Universitätsspital Basel wurde aufgenommen.
  • Mit dem Weggang von Pamela Loosli wurde der Einsitz im Permanenten Leitungsgremium des Wirbelsäulen-Zentrums durch Prof. Schäfert übernommen.
  • Der Aufbau der elektronischen psychosozialen Basisdokumentation (ePsyBaDo) wurde in enger Kooperation mit dem Ressort Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), mit dem PROMs/ ICHOM-Team des Unispitals Basel sowie mit der Firma hearbeat medical weitergeführt.
  • Zwecks Sortierens der Schwerpunkte und Aufstellung angesichts der hohen Entwicklungsdynamik der Klinik für Psychosomatik wurde am 25. September 2019 eine Leitungs-Retraite durchgeführt.
  • Ab Dezember 2019 wurden die Leitungsbesprechungen der Klinik für Psychosomatik um Prof. Dr. rer. nat. Dipl. Psych. Gunther Meinlschmidt als Forschungsleiter vom Trio zum Quartett erweitert, um die Forschung bei der Weiterentwicklung der Klinik konsequent mitzuführen.


Vernetzung

  • Durch das Projekt SomPsyNet wurde die Vernetzung im Kanton Basel Stadt mit dem Gesundheits-Department, mit den beteiligten Spitälern (Bethesda Spital, Universitäre Altersmedizin Felix Platter, St. Clara-Spital) und zahlreichen weiteren Mitversorgen entlang der gesamten Versorgungskette vertieft.
  • Die Vernetzung mit anderen Schweizer Abteilungen für Psychosomatik (unter anderem Zürich, Bern, Barmelweid) und mit den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel wurde unter anderem durch Besuche und Vortragseinladung weiter vertieft.
  • Dr. Frick ist weiterhin im Vorstand der Vereinigung Psychosomatisch tätiger Ärztinnen und Ärzte in der Region Basel (VPSB) und im TriRegio Netzwerk Psychotraumatologie (TNP).
  • Wertvoll für die Vernetzung ist auch die Mitarbeit von Prof. Schäfert im wissenschaftlichen Beirat (WBR) der SAPPM.
  • Im Forschungskontext wurden wissenschaftliche Kontakte und Kooperationen mit Forschungsgruppen, Kliniken und KMUs in Basel, national und international gepflegt und ausgebaut.
  • Ausserdem wirkt Prof. Schäfert weiter als einer von drei Sprechern der Arbeitsgruppe Konsiliar-Liaison-Psychosomatik des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM).
  • In der Kommissionssitzung des Basler Regionalnetzes Weiterbildung Psychiatrie & Psychotherapie vom 12.12.2019 wurde die Klinik für Psychosomatik als neues Mitglied in das Regionalnetz aufgenommen.

Forschung

  • Die Forschung wurde zusammen mit unserem Forschungsleiter Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Gunther Meinlschmidt weiterentwickelt. Wissenschaftliche Kooperationen mit lokalen Partnern, nationalen und internationalen Forschungsgruppen, Kliniken und KMUs wurden ausgebaut.
  • Im Schwerpunkt Psychoonkologie konnte die Datenerhebung im Rahmen des durch die Krebsliga Schweiz mit CHF 188'500 geförderten Forschungsprojekts «A clinical trial of group-based body psychotherapy to improve bodily disturbances in posttreatment cancer patients, in combination with randomized controlled martphone-triggered bodily interventions» (KPTK-Projekt) erfolgreich abgeschlossen, das Studienprotokoll publiziert, erste Auswertungen durchgeführt und ein weiteres Manuskript vorangebracht werden.
  • Im Bereich Medical Humanities wurde das Forschungsprojekt zum Thema «Medizinstudierende lernen mit und von Menschen mit geistiger Behinderung: ein Vergleich der Lehrformate Improvisationstheater-Workshop und Spielfilm-Besprechung» fortgeführt, um die Zahl der eingeschlossenen Probandinnen und Probanden zu vergrössern.
  • Im Bereich Palliative Care wurde das durch die Stanley Thomas Johnson Stiftung & Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung mit CHF 117'985 geföderte Projekt «Efficacy of a Modular Intervention to promote Dignity and Mental Well-Being by a Palliative Consultation-Liaison Service in Swiss Acute Hospital Care: A Pilot Randomized Controlled Trial» gestartet. Mit Reka Schweighoffer, M.Sc. wurde eine in der Thematik ausgewiesene Projektmitarbeiterin gefunden.
  • Zusammen mit externen und internen Partnern konnte ein Horizon 2020-Antrag mit dem Titel «From data to targeted interventions: Paving the way to relieve the burden of mental-non-mental multimorbidity by a deep learning-informed translational network approach (PreBooM)» erfolgreich in die zweite Runde dieses hochkompetitiven zweistufigen Verfahrens geführt werden, wo er leider nicht angenommen wurde; zur Entwicklung des Antrags konnte Seed money in Höhe von CHF 50'000 eingeworben werden.
  • Der Wissenschaftliche Teil (Evaluationsstudie) des Projekts SomPsyNet wurde in Kooperationen mit dem externen Kooperationspartner SwissTPH ausgearbeitet und Projektvorbereitungen vorangetrieben, einschliesslich Einreichung des Ethikantrags.
  • Forschungspraktikanten und Masterstudierende wurden in die Forschungsarbeite integriert und qualifiziert.
  • Laufende Forschungsarbeiten mündeten in mehrere Publikationen in internationalen peer-reviewed Journals, so dass – obwohl sich die Forschung nach dem Wechsel der Klinikleitung weiterhin in der Aufbauphase betrifft – nun im dritten Jahr in Folge die Anzahl an in internationalen peer-reviewed Journals veröffentlichten Artikeln, wie auch die Höhe der verausgabten Drittmittel im Vergleich zu den Jahren vor dem Leitungswechsel gesteigert werden konnten.

  • Neue Kontakte zu mehreren KMUs wurden geknüpft und bestehende Kontakte ausgebaut (zum Beispiel mit der Firma healtplus.ai); neue Forschungsaktivitäten mit Fokus auf Wissens- und Technologie-Transfer wurden angebahnt und aufgegleist.
  • In der Med. Kommunikation laufen folgende Studien: Die observationelle «Communicate/ Prophetic Study», welche prospektiv die Auswirkungen der Kommunikation mit Angehörigen von Patienten nach Reanimation auf Gesundheitsfaktoren untersucht, wurde fortgeführt. Ein Teil davon wurde bereits in peer reviewed journals publiziert. Eine randomisiert-kontrollierte, multizentrische Kommunikationsstudie über die Durchführung von Visiten mit dem Vergleich Patienten-Vorstellung am Bett oder vor dem Zimmer wurde im Unispital Basel, im Kantonsspital Aarau und im Kantonsspital Baselland durchgeführt und erfolgreich die Datenerhebungsphase abgeschlossen. Weiterhin wurden in einem Simulator-Forschungsprojekt Stressparameter und EKG-Veränderungen bei Reanimationsteams sowie genderspezifische Unterschiede bei der Umsetzung einer Reanimation resp. den Einfluss der Teamzusammensetzung abgeschlossen und publiziert. Eine weitere Multizenterstudie wurde zur Kommunikation des Reanimations-Status des Patienten und seiner Entscheidung hierzu gestartet. Als Grundlage wurde ein systematisches Review mit Meta-Analyse zum Thema erarbeitet und publiziert. Verschiedene wissenschaftliche Publikationen wurden in internationalen Fachzeitschriften publiziert (siehe unten) beziehungsweise vorbereitet und vorangetrieben.
  • Zwei Doktoranden (Madlaina Widmer, Emanuel Thommen, Katharina Nienhaus) und fünf Masterstudenten (Alexander Marti, Alessandra Manzelli, Naemi Herzog, Hasret Cam, Rahel Laager) der Medizin haben 2019 in der Med. Kommunikation ihre Arbeiten fertig gestellt. Diese werden nun als Paper in wissenschaftlichen peer-reviewed Journals veröffentlicht.

Versorgungsprojekt SomPsyNet

  • Das von Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit geförderte Projekt SomPsyNet (CHF 2 Mio. über vier Jahre: 2019–2022), dessen Ziel es ist, für Patienten aus SOMatischen Akutspitälern zur Prävention PSYchosozialer Belastungsfolgen ein Versorgungs-NETzwerk aufzubauen und zu verstetigen startete. Es erfolgten Vorbereitungs- und Entwicklungsarbeiten (Ausarbeitung der Evaluationsstudie, Screening-Verfahren, Ethik-Antrag, Vernetzung mit den Spitälern, Aufbau der Online-Plattform, Arbeit an Behandlungspfaden). In Zusammenarbeit mit dem Swiss TPH wurde das Evaluationskonzept des Projektes entwickelt.
  • Für das SomPsyNet-Projekt konnten nochmals CHF 80'000 Fördergeld von Gesundheitsförderung Schweiz eingeworben werden, ausserdem CHF 30'000 von der SUVA.

Lehre und Fortbildung

  • Das longitudinale Curriculum Soziale und Kommunikative Kompetenzen im Medizinstudium sowie der Themenblock Patient oriented evidence based medicine (POEM) wurde fortgeführt, weiterentwickelt und optimiert.
  • Kommunikationskurse und damit verbundene Visitenbegleitungen für Assistenzärzte der Inneren Medizin und der Neurologie im Universitätsspital Basel wurden fortgesetzt. Balintgruppen wurden für die Medizinische Poliklinik durchgeführt.
  • Die Dienstagmittag-Fortbildung als Diskurs-Plattform mit internen und niedergelassenen Partnern wurde und wird erfolgreich fortgeführt.
  • Die Mitarbeit am Basler Institut für Psychosomatische Medizin (BIPM) wurde weitergeführt und der nächste (zehnte) Kurs zur Qualifizierung für den in diesem Jahr zum interdisziplinären Schwerpunkttitel aufgewerteten Fähigkeitsausweis Psychosomatische und Psychosoziale Medizin im Herbst 2019 gestartet.

Medical Humanities

  • Die Medical Humanities (MH) wurden unter Leitung von Prof. Schäfert und unter Mitarbeit von Claudia Steiner fortgeführt und weiterentwickelt: Hierbei wurde für das Angebot Literatur und Medizin die Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaft, Prof. Alexander Honold, Professor für neue deutsche Literatur intensiviert: In der Literaturwissenschaft gibt es nun ein Seminar und eine Dissertation zu Illness narratives; die Seminarteilnehmer nehmen auch an den MH-Veranstaltungen zu Literatur und Medizin teil.

Leitlinienarbeit

  • Zu den aktualisierten Leitlinien für funktionelle Körperbeschwerden (Prof. Schäfert ist Mitglied der Steuerungsgruppe) erfolgte die Publikation einer Kurzfassung im Deutschen Ärzteblatt; ausserdem wurde eine Leitlinie für Patienten und Angehörige entwickelt.
  • Bezüglich des Updates der Leitlinie zum Reizdarm-Syndrom erfolgte durch Prof. Schäfert eine Bearbeitung der abschliessenden Konsensus-Version.
  • Die Mitarbeit an der laufenden Erstellung der Leitlinie zur Konsiliar-/Liaison-Versorgung für Patienten mit psychischen/ psychosomatischen Störungen oder Belastungen im Krankenhaus (CL-Leitlinie) wurde fortgeführt.
  • Ausserdem erfolgte die Mitarbeit an der Überarbeitung der Leitlinie Psychoonkologie der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoonkologie (SGPO).

Ausblick 2020

Organisatorische/Personelle Entwicklung

  • Organisation und Zuständigkeiten bezüglich der verschiedenen Bereiche und Aufgaben in der Klinik für Psychosomatik werden re-evaluiert und optimiert.
  • Sicherung der psychoonkologischen Liaisonstellen, speziell in der HNO und in der Dermatologie, welche im Rahmen von Sparvorgaben unter Druck geraten.
  • Jey Nathan, welche von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie & Metabolismus für die Beratung von Adipositas-Patienten im Sinne konservativer Therapie angestellt wurde und regelmässig an Klinischen Besprechungen, Abteilungsbesprechungen und Abteilungs-Seminaren der Klinik für Psychosomatik teilnahm, wechselt zur Fortführung ihrer klinischen Aufgabe zum 1. März 2020 mit einem Pensum von 50% an die Klinik für Psychosomatik; sie wird hier unterstützt, ihre Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin zu absolvieren.
  • Die Kooperation im Adipositas-Zentrum soll im Zuge des Wechsels von Jey Nathan an die Klinik für Psychosomatik weiter systematisiert und intensiviert werden. Insgesamt soll ein Schwerpunkt «Essstörungen» von der Anorexie bis zur Adipositas entwickelt werden, den Dr. Lena Lambrecht-Walzinger oberärztlich leitet.
  • Im Rahmen des SomPsyNet-Projektes sollen frühestens ab 1. Februar 2020 zwei neue Stellen besetzt werden: Eine für die Optimierung der Schnittstellen mit den anderen klinischen Versorgungsbereichen sowie für psychosomatische Konsiliartätigkeit in der Frauenklinik, die andere für einen Field worker zwecks administrativer Assistenz für die Projektleitung. Geeignete Personen wurden bereits gefunden.
  • Zum 30. Juni 2020 wird unser Sekretär Kuno Steiner in Pension gehen; die Personalsuche zur Weiterbesetzung der Stelle läuft.

Strukturentwicklung:

  • Im Jahr 2020 steht die Evaluation der Tenure Track Assistenz-Professur (TTAP) für Medizinische Kommunikation von Prof. Sabina Hunziker Schütz an; hierfür wird Frau Hunziker einen Abschlussbericht vorlegen und für die Schlussevaluation eingeladen werden. Der Entscheid soll bis im Sommer 2020 feststehen. Auf Grund der bisherigen erfolgreichen Arbeit sind wir zuversichtlich, dass eine Verstetigung der TTAP als strukturelle Professur an der Medizinischen Fakultät Basel gelingt.
  • Zur weiteren Etablierung und Optimierung der elektronischen psychosozialen Basisdokumentation (ePsyBaDo) soll das System im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft mit der Softwarefirma heartbeat medical weiter optimiert und sollen Zusatzmodule für spezifische Indikationen (Schmerzsyndrome, Funktionelle Gastrointestinale Störungen, Essstörungen, Psychoonkologie) entwickelt und implementiert werden. Diese Zusatzmodule sollen je nach Indikationsbereich mit dem PROMs-/ICHOM-Team und anderen Kliniken des Unispitals Basel abgestimmt und harmonisiert werden, zum Beispiel für das Schmerzmodul mit dem Wirbelsäulenzentrum.
  • Monitoring-Gespräche mit unserem Finanz-Controlling sollen fortgeführt werden, um den Kostendeckungsgrad der Klinik für Psychosomatik zu analysieren und wo möglich zu optimieren.
  • Im Rahmen der Gemeinwirtschaftlichen Leistung (GWL) zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schwereren Essstörungen soll das interdisziplinäre und interprofessionelle Versorgungskonzept weiter optimiert und implementiert werden. Ab dem 1. Januar 2020 gilt eine neue integrierte DRG-Komplexbehandlungsziffer bei Anorexie (99.BD) nach Anzahl Behandlungstage, die umgesetzt werden soll.
  • Im Rahmen der Entwicklung neuer Schwerpunkte des Universitätsspitals Basel hat die Klinik für Psychosomatik gemeinsam mit weiteren Partnern am Spital ein Konzept zum Thema Multimorbidität: «Center of Excellence in Multimorbidity (COMBI): Combining personalized medicine and integrated care» eingereicht und ist an einem Konzept zum Thema «Integrative Spinale Chirurgie» beteiligt.
  • Das Projekt «Evaluation einer Station und Tagesklinik für Integrierte Medizin», welche auch in einem Letter of intent im Rahmen der Bewerbung für die gemeinsame Spitalliste enthalten ist, wird weitergeführt: Es werden interdisziplinär andere Kliniken des Unispitals Basel sowie die UPK in die Weiterentwicklung des Konzepts einbezogen. Dieses soll in 2020 auch erneut mit dem Gesundheits-Department Basel-Stadt diskutiert werden.
  • Der Ausbau eines Schwerpunktes im Bereich von Patientinnen und Patienten mit funktionellen gastrointestinalen Störungen beziehungsweise in der Psychogastroenterologie soll weiter vorangetrieben werden. In diesem Kontext wird auch die Zusammenarbeit mit einer niedergelassenen Ernährungsberaterin intensiviert, die in diesem Störungsbereich einen Schwerpunkt setzt.
  • Die Klinik für Psychosomatik am Unispital Basel hat den Antrag gestellt, Weiterbildungsstätte (WBS) der Schweizerischen Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM) zu werden.
  • Ein Schwerpunkt soll auf Hypnotherapie gelegt werden; die Klinik für Psychosomatik plant, für das Kernteam der Psychosomatik die Grundausbildung in Medizinscher Hypnose als In house-Schulung anzubieten.
  • Im Bereich Schmerztherapie soll der Beitrag psychosomatisch-psychotherapeutischer Kompetenz weiter eingebracht und die interdisziplinäre Zusammenarbeit fortgeführt und intensiviert werden. Der Schmerzbereich soll durch Dr. Roger Moser-Starck oberärztlich geleitet werden.
  • Die Re-Evaluation als Weiterbildungsstätte für Psychiatrie und Psychotherapie soll durch Erfüllung der entsprechenden Auflagen abgeschlossen werden.

Klinische Versorgung

  • Die klinische Versorgung soll mit den Bereichen Konsil- und Liaison-Dienst, Psychoonkologischer Dienst, Psychosomatische Ambulanz und post-ICU-Sprechstunde fortgeführt und weiterentwickelt werden; angestrebt wird der Aufbau einer Station und Tagesklinik für Integrierte Medizin.
  • Weiterentwicklung und Etablierung des Behandlungsangebots für Patientinnen und Patienten mit schwereren Essstörungen im Rahmen der GWL.
  • Der Aufbau von Biofeedback soll fortgeführt und in unser Angebot implementiert werden; es soll um die Nutzung von Wearables für den ambulanten Einsatz ergänzt und mit Forschungsfragen verbunden werden.

Forschung

  • Die Forschungskultur der Klinik soll weiter ausgebaut werden.
  • Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Evaluationsstudie zusammen mit dem Swiss TPH begleitend zum SomPsyNet-Projekt.
  • Der Forschungsraum soll im ersten Halbjahr dem wachsenden Personalbedarf entsprechend ausgebaut werden, insbesondere durch Einbau einer Besprechungsbox.
  • Neue Masterstudierende werden hinzukommen.
  • Für das Forschungsprojekt «A clinical trial of group-based body psychotherapy to improve bodily disturbances in posttreatment cancer patients, in combination with randomized controlled smartphone-triggered bodily interventions» soll die Auswertung komplettiert und die Ergebnisse publiziert werden.
  • Weitere Forschungsprojekte werden im Bereich Tinnitus und Psychodermatologie durchgeführt.
  • Für unseren Forschungsantrag «Entwicklung eines Crowdsourcing-basierten Unterstützungsangebots für Adipositas-Chirurgie-Patienten» bei der pro patient-Forschungsstiftung des Universitätsspitals Basel als Hans-Heiner Zaeslin Projektförderung wird der Entscheid erwartet; im Erfolgsfall freuen wir uns auf die Durchführung dieses Projekts.
  • Die Antragsentwicklung soll fortgesetzt werden, mit Fokus auf die Bereiche funktionelle Körperbeschwerden/Schmerz, Psychogastroenterologie, Psychoonkologie, personalisierte Medizin und neue Technologien.
  • Kooperationen mit externen Partnern (universitär, KMUs) sollen weiter vorangetrieben und ausgebaut werden.
  • Im Bereich Palliative Care soll der Pilot-RCT «Efficacy of a Modular Intervention to promote Dignity and Mental Well-Being by a Palliative Consultation-Liaison Service in Swiss Acute Hospital Care: A Pilot Randomized Controlled Trial» weiter durchgeführt werden.
  • Im Bereich Medical Humanities soll das Forschungsprojekt «Medizinstudierende lernen mit und von Menschen mit geistiger Behinderung: ein Vergleich der Lehrformate Improvisationstheater-Workshop und Spielfilm-Besprechung» zu einem Abschluss gebracht werden.
  • Medizinische Kommunikation: Aus der Communicate Study (Kommunikation mit Angehörigen von Reanimierten Patienten) konnten mehrere Arbeiten fertiggestellt und in peer-reviewed Journals publiziert werden. Die vom Schweizerischen Nationalfonds mit CHF 367’614 geförderte «Visitenstudie» wurde bezüglich der Datenerhebung abgeschlossen und die ersten Ergebnisse sollen dieses Jahr publiziert werden. Die Visitenstudie ist eine multizentrische Kommunikationsstudie (Kommunikation auf der Chefarzt-Visite) im Unispital Basel (Innere Medizin), Kantonsspital Aarau, und neu im Kantonsspital Baselland. Ein weiterer Projektantrag (Checklist-guided shared decision-making for code status discussions in medical inpatients – A cluster-randomized multicenter trial) wurde am 1. Oktober 2019 beim Schweizerischen Nationalfonds eingegeben. Der Bescheid durch den SNF wird im März 2020 erfolgen. Die Studie wurde im Juni 2019 in Basel und im Februar 2020 in Aarau gestartet und ist als Multizenter-Studie zusammen mit dem Universitätsspital Bern, dem Universitätsspital Zürich, dem Kantonsspital Aarau und dem Universitäre Altersmedizin Felix Platter in Basel geplant.

Versorgungsprojekt

  • Im Projekt SomPsyNet zum Aufbau eines innovativen Versorgungsnetzwerks zur Prävention psychosozialer Belastungsfolgen bei Patienten in somatischen Akutspitälern sollen die Vorbereitungs- und Entwicklungsarbeiten weitergeführt und die praktische Umsetzung des Projektes im klinischen Alltag gestartet werden. Die Vernetzung entlang der Versorgungskette mit Kooperationspartnern im Kanton Basel-Stadt soll ausgebaut werden.

Räume

  • Das neue Forschungszimmer im Markgräfler Hof soll bezüglich Ausstattung weiter optimiert werden; mit Mitteln des Berufungskredits von Prof. Schäfert wird eine Besprechungsbox für den Raum angeschafft.
  • Auf Grund der wachsenden Abteilung ist zu prüfen, inwieweit der Gruppenraum in ein Büro umgewandelt werden muss.
  • Es soll geprüft werden, inwieweit eine Verschönerung des Abteilungsgangs finanziell realisiert werden kann.
  • Der Info-Screen im Abteilungsgang wurde in Betrieb genommen; hier soll spezifische Information zur Klinik für Psychosomatik eingepflegt werden.

Lehre und Fortbildung

  • Die Kommunikationskurse für Assistenzärzte der Inneren Medizin und der Neurologie im Unispital Basel sollen verbunden mit Visitenbegleitungen fortgeführt werden und die Finanzierung hierfür gesichert werden.
  • Das longitudinale Curriculum Soziale und Kommunikative Kompetenzen sowie der Themenblock POEM (patient oriented evidence based medicine) soll unter Einbezug der Rückmeldungen der Studierenden (Kontaktgruppengespräche) weiter ausgebaut und optimiert werden.
  • Im Rahmen der Mitarbeit am Basler Institut für Psychosomatische Medizin (BIPM) wird der zehnte Kurs zur Qualifizierung für den interdisziplinären Schwerpunkttitel Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM) mit durchgeführt. Perspektivisch ist geplant, dass der Folgekurs unter Leitung der Klinik für Psychosomatik stattfindet. Im Rahmen der SAPPM beteiligen wir uns an der Arbeitsgruppe «Homologisierung der SAPPM-Curricula in der Schweiz (Tronc commun)».

Vernetzung

  • Die Teilnahme der Klinik für Psychosomatik (Prof. Schäfert, Prof. Hunziker) an der Retraite der SAPPM am 10. Februar 2020 im Kontext der Einführung des neuen interdisziplinären Schwerpunkttitels Psychosomatische und Psychosoziale Medizin zum Grundsatzpunkt «Psychosomatik in der Schweiz – Horizont 2030» wird unsere Vernetzung in der Schweiz weiter konsolidieren.

Leitlinienarbeit

  • Das Update der Leitlinie zum Reizdarm-Syndrom, bei der Prof. Schäfert mitarbeitete befindet sich in der Abschluss- und Freigabe-Phase und wird 2020 publiziert.
  • Die Mitarbeit an der Leitlinie zur Konsiliar/Liaison-Versorgung für Patientinnen und Patienten mit psychischen/ psychosomatischen Störungen oder Belastungen im Krankenhaus (CL-Leitlinie) wird fortgesetzt.
  • Ebenso wird die Mitarbeit an der Überarbeitung der Leitlinie Psychoonkologie der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoonkologie (SGPO) fortgeführt.

Medical Humanities

  • Für die Medical Humanities soll eine eigene Website erstellt wird, auf der die Angebote zu den MH zusammengeführt werden. Das longitudinale Curriculum in Medical Humanities wird mit noch deutlicherer Anlehnung an den neuen Lernziel-Katalog PROFILES weiter optimiert; es soll geprüft werden, ob in einzelnen Themenblocks Veranstaltungen mit deutlichem Bezug zu den MH künftig mit einem Input von Seiten der MH durchgeführt werden können.

Ausgewählte Publikationen

  • Frey Nascimento A, Tondorf T, Rothschild SI, Koller MT, Rochlitz C, Kiss A, Schaefert RM, Meinlschmidt GP, Hunziker S, Gaab J, Zwahlen D. Oncologist recommendation matters!-Predictors of psycho-oncological service uptake in oncology outpatients. Psychooncology. 2019 Feb;28(2):351-357.
  • Becker C, Lecheler L, Hochstrasser S, Metzger KA, Widmer M, Thommen EB, Nienhaus K, Ewald H, Meier CA, Rueter F, Schaefert R, Bassetti S, Hunziker S. Association of Communication Interventions to Discuss Code Status With Patient Decisions for Do-Not-Resuscitate Orders: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Netw Open. 2019 Jun 5;2(6):e195033.
  • Metzger K, Gamp M, Tondorf T, Hochstrasser S, Becker C, Luescher T, Rasiah R, Boerlin A, Tisljar K, Emsden C, Sutter R, Schaefert R, Meinlschmidt G, Marsch S, Hunziker S. Depression and anxiety in relatives of out-of-hospital cardiac arrest patients: Results of a prospective observational study. J Crit Care. 2019 Jun;51:57-63.
  • Langewitz W, Schaefert R. Hyperventilationssyndrom und dysfunktionale Atmung. Swiss Med Forum. 2019;19(4546):749-752.
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