Therapien
Guido Perrot


Kennzahlen

2019 2018
Stationäre Fälle 18'847 17'234
Ambulante Patienten (Kontakte, Fälle) 46'479 41'792
Ambulante Fälle 5'992 5'509

Stationäre Fälle

2019
18'847
2018
17'234

Die Therapien (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) unterstützen die fallführenden Kliniken des Universitätsspitals Basel in der laufenden stationären Behandlung und tragen dazu bei, eine raschere Genesung und Senkung der stationären Aufenthaltsdauer zu ermöglichen sowie Einschränkungen der Mobilität durch lange Liegezeiten zu vermeiden. Die Unterstützung im stationären Leistungsbereich erfolgt unter Beachtung der Anforderungen aus den Zentren und den spitzenmedizinischen Schwerpunkten. Der ambulante Leistungsauftrag fokussiert auf die peri-operative Versorgung der Patientinnen und Patienten. Dazu gehöre vornehmlich Patientinnen und Patienten, die im Hause behandelt oder operiert wurden und Vor- und Nachsorgeleistungen in Anspruch nehmen. Die Erhöhung des ambulanten Leistungsanteils erfolgt dort, wo es in Bezug auf den Leistungsauftrag und das bestehende Marktangebot sinnvoll und zielführend ist.

Highlights 2019

  • Das Konzept «better in, better out» ist in Zusammenarbeit mit dem Patientenzentrierten Management des Universitätsspitals Basel, dem Inselspital Bern, Kantonsspital Winterthur und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist in den Therapien des Universitätsspital Basel erstellt worden.
  • Welche Ziele werden mit der Einführung von Bibo beziehungsweise einer Risikostratifizierung in der Physiotherapie verfolgt? Gewöhnlich erfolgt die Physiotherapie im akutstationären Setting erst postoperativ. Bei elektiven Operationen werden Hochrisikopatienten weder durch die fallführenden Ärzte noch durch die Therapien systematisch identifiziert und mit einem individuellen Therapieprogramm frühzeitig auf die OP (körperlich) vorbereitet. Dadurch können Komplikationen entstehen, welche die Verweildauer, Anzahl Wiederkehrer sowie die Morbidität und Mortalität steigern können. Um dem entgegenzuwirken, haben die Therapien des Unispitals Basel ein physiotherapeutisches Prähabilitationsprogramm, basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft entwickelt (Better-in-Better-out TM) Konzept), mit dem Ziel, präoperativ die körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten zu erhalten, das Risiko von postoperativen Komplikationen zu verringern und eine rasche Erholung zu unterstützen.
  • Nachdem die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung durch unsere Behindertenverantwortliche eruiert wurden, konnten diverse Massnahmen für ein barrierefreies Gesundheitsangebot im Unispitals Basel umgesetzt werden. Der Spitalaufenthalt für Menschen mit Behinderung wurde mit einem elektronischen Eintrittsformular und der Einführung Digital unterstützter Kommunikation (DUK) optimiert.
  • Das KVP-Projekt «Hygieneprozess bei ambulanten Patientinnen und Patienten der Therapien» wurde erfolgreich abgeschlossen und mit dem KVP-Preis ausgezeichnet.
  • Sandra Erb, Therapiebereichsleiterin Neurologie Geriatrie und Abteilungsleiterin der Logopädie ist in die Studiengangleitung «MAS Cranio Facial Kinetic (MCFKSc)» gewählt worden.
  • Nominierung für «Future Friday» für die «USB Pat App»: digital unterstützte Therapiepläne.
  • Die Kennzahlen zeigen erneut einen Anstieg der stationären Fälle sowie eine leichte Zunahme der ambulanten Fälle, was der Strategie der Therapien im Unispital Basel entspricht.

Ausblick 2020

  • Gastgeber für das Symposium Akutstationäre Physiotherapie 2020 «Interprofessionelle Risikominimierung im Akutspital» mit nationalen und internationalen Experten.
  • In einem Pilotprojekt wird das neue Leistungsangebot «better-in-better out» in der Kardiologie und Herzchirurgie eingeführt. Im 2020 soll die Implementierung in weiteren chirurgischen Disziplinen, wie Thorax-, Spinale- und Viszeral Chirurgie erfolgen.
  • Zudem wird die Ausarbeitung eines Therapie-Netzwerkes in der Nordwestschweiz zur optimalen Vor-und Nachsorge unserer Patientinnen und Patienten sowie die Ausarbeitung der Strategie 2025 zusätzlich zum Leistungsauftrag im Zentrum stehen.