Department of Biomedical Engineering
Prof. Philippe Cattin


Highlights 2020

Betrachtet man über das Jahr 2020 nur die enormen Leistungen der Forschenden am Department of Biomedical Engineering (DBE), scheinen die Schwierigkeiten, welche dieses von der Pandemie geprägte Jahr mit sich brachten, spurlos vorübergegangen zu sein. Noch nie wurden am DBE auch nur annähernd so viele Master- und Doktorarbeiten abgeschlossen (18 Master- und 10 PhD-Arbeiten), so viele neue Projekte begonnen, soviel publiziert oder Forschungsfinanzierung eingeworben. 

Lehre:

  • Von den vielen Masterarbeiten, die am DBE abgeschlossen wurden, waren 2020 auch die ersten von Studierenden aus dem departementseigenen Master of Science in Biomedical Engineering dabei. Besonders freut uns, dass der erste Abschluss von einer Studentin erworben wurde (Céline Berger unter der Leitung von Dr. Claudia Lenz am Institut für Rechtsmedizin).

Forschungsförderung:

  • Gleich mehrere junge Forschende am DBE fallen in die Kategorie "Excellent Junior Researcher" und erhielten daher Unterstützung durch den Forschungsfonds der Universität Basel (Dr. C. Lenz, Dr. I. Schulz, Dr. Ch. Tsagkas), andere erhielten Innosuisse- (B. Göpfert, Prof. A. Zam) oder SNF-Beiträge für ihre innovativen Projekte (Prof. N. Salameh, Prof. Ph. Cattin, Dr. F. Santini) und auf europäischer Ebene konnten Prof. L. Kappos und Prof. Granziera, die an einem Eurostars-Projekt beteiligt sind, Forschungsgelder einwerben. Dies neben diversen Kooperationen, die mit der Industrie eingegangen und durch diese finanziert werden (Prof. Cattin, Dr. Jud, Dr. Braissant) und einer Kollaboration in einem BRCCH-Projekt (Dr. Stübinger).
  • Das absolute Highlight ist zweifelsohne die erneute Förderung von MIRACLE (Minimally Invasive Robot-Assisted Computer-guided LaserosteotomE) mit 12 Millionen Franken durch die Werner Siemens-Stiftung. Das erfolgreiche MIRACLE-Team will einem modularen Roboter (FG Prof. Rauter) nicht nur beibringen, die Osteotomie mittels Laser (FG Prof. Zam) durchzuführen, sondern auch personalisierte Bio-Implantate wenn möglich direkt im Patienten zu drucken (FG PD Dr. Thieringer). Dieser völlig neuartige Eingriff wird mittels virtueller Realität geplant (FG Prof. Cattin). 

Spin-offs:

  • Bei so vielen innovativen Forschungsprojekten am DBE verwundert es nicht, dass  laufend neue Spin-offs gegründet werden, so im Jahr 2020 beispielsweise Bott-Neuro und Bott-Medical AG. Das Spin-off AOT (Advanced Osteotomy Tools) schloss erfolgreich die "First-in-human" klinische Studie ab.

Netzwerke:

  • Erfolg beruht auch auf Netzwerken, darum wurde das DBE Mitglied der Swiss Society for Biomedical Engineering und im NCCR Robotic. Letzeres dank Prof. Rauter, der ebenfalls neu der Schweizer Organisation der IFToMM (International Federation for the Promotion of Mechanism and Machine Science) vorsteht.
  • Oben genannte Erfolge sind die Früchte der Begeisterung an translationaler Forschung gepaart mit eisernem Willen, die hochgesetzten Ziele zu erreichen. Hinzu kommt die hervorragende Zusammenarbeit der Forschungsgruppen untereinander und mit den Ärzten in den Kliniken. Um diese einzigartige, erfolgreiche Konstellation weiter zu stärken sowie sämtliche Kanäle, die der optimalen Zusammenarbeit zwischen Forschung und Klinik dienen zu erschliessen, hat sich im vergangenen Jahr eine Strategiegruppe aus allen Bereichen des DBEs daran gemacht, die gemeinsamen strategischen Ziele zu formulieren, und sich mit gezielten Aktionen auf die Wege dorthin aufzumachen. Damit hoffen wir, dass weiterhin jedes der kommenden Jahre sein vorangegangenes an Erfolgen übertrifft, auch wenn Corona bei genauerem Hinsehen auch bei uns einige der Projekte stark gebremst hat.