Medizinische Poliklinik
PD Dr. Michael Mayr/Prof. Christoph Hess


Kennzahlen

2020 2019
KAIM*
Patienten (Besuche) 24'668 22'071
Tarmed-TP (AL+TL) 3'735'357 3'423'767
Dienstleistungsplattform
Patienten (Besuche) 61'697 58'877
Tarmed-TP (TL) 6'909'766 6'469'816

*Klinik für Ambulante Innere Medizin & Medizinische Poliklinik

Überblick

Das Jahr 2020 war geprägt durch die Corona-Pandemie. Einschneidend war der Lock-down in den Frühjahrsmonaten mit zahlreichen Folgen in der Organisation, welche unsere Mitarbeitenden und unsere Patientinnen und Patienten gleichermassen tangierten. Einerseits kam es aufgrund der Verordnung «nur noch dringende und nicht verschiebbare Konsultationen durchführen» zu einem starken Einbruch in den Konsultationszahlen, welche in den darauffolgenden Monaten nicht gänzlich aufgeholt werden konnten, andererseits war das Team durch die zusätzlichen Aufgaben im Testzentrum und im Notfallzentrum stark gefordert. Die zusätzliche Übernahme der Leitung des Test- und Triagecenters (TTC) ab Juni 2020 und der Aufbau des neuen TTC in der alten Schwimmhalle waren herausfordernd. Durch die Aufgaben in der Klinik, im TTC und durch die Pandemie konnte nicht immer alles so rasch und gut umgesetzt werden, wie man sich das gewünscht hätte. Folglich blieben Bedürfnisse von Mitarbeitenden nach Gesprächen und Unterstützung auf der Strecke, einige Belange unserer Patientinnen und Patienten kamen zu kurz und die Umsetzung mancher Dinge zog sich bei knappen zeitlichen Ressourcen  in die Länge. Mühsam für einen selbst und für diejenigen, welche auf einen Termin oder eine «Zuarbeit» warteten. Dennoch und entscheidend, die Zusammenarbeit mit vielen Disziplinen und Schnittstellen und last but not least mit den Menschen, die dahinterstehen, war geprägt von sehr vielen positiven Erfahrungen und einer gegenseitigen unbürokratischen Unterstützung. Aufgrund des Jahrhundertereignisses der Pandemie weichen wir etwas von einem konventionellen Jahresbericht ab und starten mit dem Beginn der Pandemie, lassen unsere Mitarbeitenden aus verschiedenen Fachbereichen zu Wort kommen und widmen uns in einem zweiten Teil wie üblich den Leistungen der Klinik im Jahr 2020. 

Das Leben auf der Medizinischen Poliklinik und im Testzentrum unter Covid-19: Ein Jahr der grossen Veränderungen

Der Beginn der Pandemie im Februar 2020

Die Ausbreitung des SARS-CoV-2 Virus in der Schweiz begann mit einem am 25. Februar positiv getesteten 70-jährigen Mann im Tessin. Am 27. Februar erreichte das Virus Basel, mit dem ersten positiven SARS-CoV-2 Abstrich. Bereits vier Tage nach dem ersten positiven Testresultat in der Schweiz stieg die Fallzahl auf 45.

Nachdem klar wurde, dass sich das Virus auf dem europäischen Kontinent ausbreiten würde, und der erste Verdachtsfall Ende Januar (29.1.20) in der Klinik für Ambulante Innere Medizin & Medizinischen Poliklinik (MedPol) gesehen wurde, wurden Anfang Februar sehr rasch Vorkehrungen getroffen, um unter Schutzbedingungen ambulante Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Covid-19 abklären und behandeln zu können. Bauliche und hygienisch Massnahmen wurden ergriffen, um unterschiedliche Patientenpfade (Verdachtspatientinnen und Patienten versus Patientinnen und Patienten ohne Verdacht) zu etablieren und Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende ausreichend Schutz zu bieten. Um eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu vermeiden, wurden Patientenkontakte auf ein notwendiges Mass reduziert und entsprechend den Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) nicht dringliche Sprechstundentermine ab Anfang März abgesagt oder auf Telefonkonsultationen umgestellt. Die bereits gebuchten Termine mussten mit hohem Personaleinsatz der Administration umgebucht werden. Um diese Mehrbelastung zu bewältigen, arbeitete das Team unseres Patientenservices in dieser Zeit auch an sieben Tagen die Woche.

Insbesondere die ersten Monate der Pandemie waren von einer grossen Unsicherheit unter Mitarbeitenden, aber auch unter Patientinnen und Patienten geprägt.

«In der ersten unsicheren Phase rückten soziale Problematiken und akute Belastungssituationen bei Patientinnen und Patienten in den Vordergrund der Konsultationen – die Angst der Patientinnen und Patienten war gross»

Etablierung eines ersten Test- und Triagezentrums – Predigerkirche und ABC-Raum

Rasch zeichnete sich ab, dass das erwartete Patientenaufkommen nicht mehr auf der MedPol gemanagt werden konnte. In der Task-Force wurde der Entschluss gefasst, ein erstes Test- und Triagezentrum, angegliedert an das Notfallzentrum unter Leitung von Prof. Roland Bingisser in der Predigerkirche zu eröffnen. Alles musste sehr rasch gehen. Von Seiten der Medizinischen Poliklinik waren Dr. Andrea Meienberg, Dr. Thilo Burkard und Sabine Egli stark im Prozessaufbau und in der Organisation involviert. Eine vertiefte Abklärung und Beurteilung ambulanter Patientinnen und Patienten erfolgte während dieser Zeit im ABC-Raum des Notfallzentrums. Personell wurden diese beiden zusätzlichen Orte – Predigerkirche und ABC-Raum – zu einem grossen Teil durch Ärztinnen und Ärzten und Pflegekräfte der MedPol bedient. Diese Frontarbeit im Vollschutz stellte aus vielerlei Sicht eine Herausforderung dar. Zum einen war die körperliche Anstrengung der Arbeit in Schutzbekleidung ungewohnt, zum anderen stellte die «Neuheit» der Erkrankung eine fachliche Herausforderung dar. Fast täglich gab es neue oder weiterführende Erkenntnisse zur Viruserkrankung, welche in Entscheidungshilfen eingearbeitet werden mussten. Diese Erkenntnisse waren sehr hilfreich, andererseits gestaltete es sich als anspruchsvoll, das gesamte Personal kontinuierlich auf den neuesten Stand der Erkenntnisse zu bringen.

Um in der Medizinischen Poliklinik eine möglichst hohe Sicherheit vor ungewollten Übertragungen zu gewährleisten, wurde eine erste Triagestation bereits vor dem Eingang etabliert. Zudem wurde der Aufnahmeprozess umgestellt, um Kontaktzeiten am Aufnahmeschalter so kurz wie möglich zu halten. Nach Etablierung sicherer Prozesse konnte der Sprechstundenbetrieb schrittweise wiederaufgenommen werden, verschobene Konsultationen mussten durch das Team des Patientenservices nun rasch geplant und organisiert werden.

«Von unserem Personal wurde insbesondere in der Anfangsphase der Pandemie eine grosse Flexibilität gefordert – Prozesse der Patientenversorgung und Schichtpläne mussten laufend und situationsangepasst adaptiert werden, eine hohe Herausforderung für die Dienstplanung»

Umzug des Test- und Triagezentrums in den Kiosk des Klinikum 1 und interdisziplinäre Professionalisierung

Im Juni wurde die Leitung des Test- und Triage Centrums (TTC) vom Notfallzentrum auf die Medizinische Poliklinik übertragen. Gemeinsam mit dem Team des Patientenzentrierten Managements (Marcel Hentz, Patrick Freund, Karolina Maksimovic-Rudic) konnte die Leitung auf drei Schultern verteilt werden: Medizin, Pflege und Organisation. Zeitgleich zu dieser Reorganisation fand der Umzug des TTC in ein Provisorium auf engstem Raum im Klinikum 1 (ehemaliger Kiosk) statt, während parallel dazu ein «neues» TTC auf dem Areal des Universitätsspitals in der alten Schwimmhalle geplant und realisiert wurde. Die Planung und Umsetzung fand in enger Abstimmung mit dem Leiter der strategischen Betriebs- und Standortplanung, Dr. Volker Büche, statt. Unter Leitung von Dr. Volker Büche gelang es in einem straffen, aber gut strukturierten zeitlichen Rahmen, die notwendigen und zum Teil erheblichen baulichen und infrastrukturellen Massnahmen professionell und zielführend durchzuführen. Im Hintergrund gelang es zudem neben dem laufenden Betrieb der Medizinischen Poliklinik und im provisorischen Abstrichzentrum die Prozesse zwischen den Schnittstellen Testzentrum, Labor, Kanton und im TTC selbst kontinuierlich zu verbessern. Dabei lag eine Hauptaufgabe darin, die Durchflusszeit der Patientinnen und Patienten und die Kontaktzeit im TTC zu optimieren, einen optimalen Schutz vor Infektionen für das dort tätige Personal und die Besucherinnen und Besucher des TTC zu gewährleisten, die Analysezeit soweit als möglich zu verkürzen und für eine schnelle und zuverlässige Befundmitteilung Sorge zu tragen. Es zeigte sich eindrücklich, wie wichtig eine unbürokratische, vertrauens- und verständnisvolle Zusammenarbeit ist. Ein besonderer Dank gilt hier dem gesamten Team der IT und namentlich Simon Wunderlin, ebenso Prof. Katharina Rentsch und ihrem engagierten Laborteam, Prof. Sarah Tschudin und ihrem hilfsbereiten Team der Spitalhygiene und Dr. Simon Fuchs, welcher als Stellvertretender Kantonsarzt uns stets ein zuverlässiger Ansprechpartner war. 

Dritter räumlicher Umzug und Beginn der Routine in einer Pandemie voller Veränderungen

Am 31.8.20 konnte wie geplant das neue kantonale Test- und TriageCentrums (TTC) am Unispital Basel in den baulich umfunktionierten Räumlichkeiten der alten Schwimm- und späteren Turnhalle in Betrieb genommen werden. Mittlerweile hat sich eine gute und sichere Routine in den Abläufen eingespielt, wobei die Prozesse nach wie vor rasch und häufig aufgrund von Veränderungen der Beprobungskriterien des BAG – als Antwort auf die Pandemieentwicklung – oder aufgrund interner Strategieänderungen des USB angepasst werden müssen. Das TTC ist zu einer wichtigen Schnittstellenfunktion geworden, welches als Dienstleister für den Kanton (kantonales Abstrichzentrum gemäss aktuellen BAG- und kantonalen Richtlinien für alle Personen) und für das Spital (zum Beispiel: prä-interventionelle Diagnostik vor Eintritt in die Kliniken des USB) fungiert und zudem als Triageort dient, um kränkere Leute zu identifizieren und diese einer Weiterbehandlung auf der Medizinischen Poliklinik oder der Notfallstation zuzuführen. Durchschnittlich musste aber nur jede sechste potentiell als instabil / kränker eingestufte Person für eine Weiterbehandlung auf die Medizinische Poliklinik oder das Notfallzentrum verlegt werden. Alle anderen Patientinnen und Patienten konnten im TTC versorgt werden. Von den verlegten Patientinnen und Patienten wiederum wurden circa 25% hospitalisiert, wovon 60 bis 70% positiv getestet wurden.

Das TTC war und ist nicht nur Anlaufstelle für in Basel-Stadt wohnende Personen, auch aus den Nachbarkantonen und den Nachbarländern suchten uns Leute auf. Insbesondere während den Fest- und Feiertagen haben sich vermehrt Personen testen lassen, welche auf den Weg zurück in ihre Heimat, wie beispielsweise den Niederlanden, Schweden, Spanien oder den USA waren.

Wir waren sehr froh, dass wir ab Herbst mit Frau Babette Casale als «Teamleitung Pflege des TTC» eine sehr erfahrene Mitarbeiterin gewinnen konnten, welche uns tatkräftig half, den Betrieb auch in stürmischen Zeiten und bei hohem Andrang am Laufen zu halten. Schliesslich stiess Ende des Jahres, bereits sehnlichst erwartet, Frau Katrin Spohn als organisatorische Leiterin dazu. Dies führte zu einer erheblichen Entlastung des Leitungsteams der Medizinischen Poliklinik, zumal sich wie geplant das PZM von ihren Aufgaben zurückzog, um wieder mehr Luft für weitere Aufgaben im Rahmen der Pandemie zu haben. Die Mitarbeit von Babette Casale vor Ort und von Katrin Spohn in der Leitung führte zu einer weiteren spürbaren Verbesserung der Prozesse und Professionalisierung.

Die Sicherstellung eines 7-Tage-Betriebes mit entsprechenden personellen Ressourcen war dabei nach wie vor eine der grössten Herausforderungen. Die Personalplanung, welche zunächst in mehreren Händen lag und in der Rekrutierung von Medizinstudierenden durch das Team des Qualitätsmanagements unter Leitung von Dr. Florian Rüter unterstützt wurde, konnte nun in eine Hand gelegt werden. Durch die Rekrutierung von Studierenden aus anderen Fachrichtungen konnten schliesslich auch die administrativen Aufgaben gänzlich übernommen werden, welche dankenswerter Weise bis dahin von Yvonne Di Rienzo und deren Team getragen wurde. Die rasche Rekrutierung von ausreichend Personal mit teils nur kurzen Einsatzzeiten war nur möglich, weil unsere HR Leiterin, Susanne Meier, jeweils unkompliziert in kürzester Zeit die notwendigen administrativen Hürden für uns nahm. In Fragen bezüglich Fallzuordnung, Kostenträger und Gewährleistung einer korrekten Rechnungserstellung arbeiteten wir eng mit Marcus Müller, Leiter des Patientenmanagements, und dem Team von Martin Muser zusammen. Bezüglich Ressourcenallokation ist die gute Zusammenarbeit mit Dr. Katharina Rüther-Wolf, Anja Hermann und Isabelle Gisler zu erwähnen. Ebenso sind wir extrem dankbar, dass uns in den besonders kritischen Wochen vor und um Weihnachten Sanitätssoldaten unterstützt haben. Vergessen dürfen wir zudem nicht die Securitas, welche uns half, dass ein geordneter Ablauf auch bei grossem Andrang gewährleistet blieb.


Zu Wort kommen lassen

Eine ärztliche Perspektive (Dr. med. Maria Göttl)

Zur Hauptaufgabe und grössten Herausforderung gehört die Erkennung von Patientinnen und Patienten mit sofortigem Behandlungsbedarf, damit diese rechtzeitig zu einer Weiterbehandlung auf die Medizinische Poliklinik oder in das Notfallzentrum verlegt werden können. Das prozessuale Geschehen muss laufend den Bedingungen angepasst werden. Bei den zum Teil sich kurzfristig verändernden BAG-Verordnungen stellt dies eine Herausforderung bezüglich Schulung des ganzen Teams dar. Dank Aufbau eines festen TTC-Teams – ärztlich, pflegerisch und administrativ – konnte die Qualität und der Informationsfluss entscheidend erleichtert und verbessert werden. Eine schöne Herausforderung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit vielen jungen Kolleginnen und Kollegen im Testzentrum, welche mit guter Stimmung und vollem Engagement im Zentrum mitarbeiten. Diese Mischung aus «Oldies» aus dem Haus, Studierenden und phasenweise dem Militär, schafft ein gutes Arbeitsklima. Wichtig für die Patientenzufriedenheit ist natürlich auch das «unsichtbare» Backoffice, welches immer mehr administrative Aufgaben übernommen hat und so zu einem guten Arbeitsablauf beiträgt.

Aus Patientensicht bietet das TTC nach Aussage von vielen Kunden einen guten Service hinsichtlich Beratung bezüglich richtigem Verhalten und richtiger Zuordnung von Beschwerden und hinsichtlich eines gut organisierten Ablaufs. Negative Schlagzeilen gab es zu Anfang der zweiten Welle wegen langen Wartezeiten, als bis zu 500 Personen das TTC pro Tag aufsuchten. Aktuell reicht die Wartezeit gerade aus, um den Patientenfragenbogen auszufüllen, und kann somit gut genutzt werden.

Eine pflegerische Perspektive (Reinhild Harant)

Der Ablauf im TTC ist sehr gut organisiert. Es lässt sich erkennen, dass auf die Erfahrungen in der Patientenversorgung, welche aus den Anfangszeiten der Pandemie gewonnen wurden, zurückgegriffen werden konnte. Die Arbeit ist aber nicht weniger anspruchsvoll geworden, da immer wieder neue Arbeitsabläufe umgesetzt werden müssen.

Je nach Beschwerden kommen Patienten mit ganz unterschiedlichen Gefühlen: viele sind ängstlich durch das «Hörensagen», dass der Test so schlimm sei, andere, weil sie bereits einen Test gemacht haben und wissen, wie dieser abläuft. Die Angst vor Covid selbst ist nicht mehr so präsent wie zu Beginn der Pandemie. Es kommen Personen, die nur ihren Test zum Reisen, nach Kontakt oder zum Ausschluss einer Infektion benötigen, aber auch Patientinnen und Patienten, welche sich richtig krank fühlen. Ich habe trotz der kurzen Zeit, die einem pro Person für den Test zur Verfügung steht, immer versucht zu kommunizieren. Das hilft vielen Leuten  sich zu entspannen, dann war das Abstreichen in den meisten Fällen kein Problem mehr. Trotz allem gibt es immer wieder Personen, die aus Schreck versuchen, das Wattestäbchen aus der Hand des Abstreichenden zu schlagen oder den Kopf wegzuziehen. Hier braucht es Geduld oder manchmal auch eine klare Ansage. Das Abstreichen selbst ist monoton, es fühlt sich etwas wie am Fliessband an. Die Abwechslung kommt durch die Verschiedenheit der Personen und die Kommunikation mit den betroffenen Menschen. 

Das ständige Herabbücken (Patientin oder Patient sitzt, selbst steht man) geht ins Kreuz. Den ganzen Tag zu stehen, macht dazu müde. Ab Tag 2 meiner Arbeit habe ich dann jeweils nach einem halben Tag den Patientenstuhl umgestellt, damit ich mich nicht immer in die gleiche Richtung bücken muss. Gut ist, dass wir für unsere Arbeitsplätze selbst verantwortlich sind.

Da das TTC keine Toilette oder einen Pausenraum in der alten Schwimmhalle hat, stehen Toilettencontainer und ein Pausencontainer draussen zur Verfügung. Mühsam ist das vollständige Ab- und Anziehen der Schutzanzüge für eine kurze Pause oder einen Toilettengang. Das Catering für das Personal ist sehr gut organisiert: es sind immer ausreichend Getränke, Snacks und kleine Mahlzeiten vorhanden.

Eine studentische Perspektive (Celine Wenker)

Die Arbeit ist sehr interessant und es gibt täglich etwas Neues zu lernen. Insbesondere die grosse Wertschätzung und Dankbarkeit, die wir vom Universitätsspital, aber auch von den Patientinnen und Patienten gespürt haben, ist bemerkenswert. Das Arbeitsklima, die Stimmung und der Teamgeist vor Ort waren und sind immer äusserst gut.

Eine administrative Perspektive (Kristina Maragliano)

Insgesamt war das Admin-Team der Medizinischen Poliklinik ab März 2020 durch die häufige Umorganisation der Abläufe mit starken physischen und psychischen Herausforderungen konfrontiert. Die häufigen Änderungen umfassten jede administrative Nische: die Aufnahme- und Buchungsregeln, die Organisation und Buchung der Untersuchungszimmer, das Controlling und die Beschaffung laufend neuer Hardware (zum Beispiel Drucker und Schilder, Telefone). Das Team hat sich in jeder Hinsicht schnell und flexibel an diese Neuerungen angepasst. Ausserdem musste sich das Admin-Team rasch auf zusätzliche Dienste und auf neue Pausenregelungen einstellen: Unter der Woche war ein vermehrter Einsatz auf der MedPol nötig und am Wochenende und an den Feiertagen unterstützte das Team die Kolleginnen und Kollegen in der Predigerkirche über einen Zeitraum von vier Wochen. Im Endeffekt, trotz der zahlreichen Herausforderungen ging das Team aber gestärkt und voll neuer Erfahrungen aus dem Pandemiejahr 2020 heraus. Wir haben unsere Grenzen neu kennengelernt und interpretiert und gehen mit neuen Perspektiven ins Geschäftsjahr 2021.


Das Schlusswort

Beeindruckend – in dieser Zeit der Ungewissheit – war die grosse Motivation, Flexibilität und der Teamgeist des gesamten Personals. Die Medizinstudierenden wurden als äusserst zuverlässig, motiviert und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahrgenommen. In dieser besonderen Lage ist sich das gesamte Personal, egal ob USB-Personal, externe oder interdisziplinäre Kolleginnen und Kollegen ein Stück nähergekommen. Der gemeinsame Wille, die Krise zu bewältigen war spürbar, hat das Arbeitsklima positiv geprägt und Grenzen, welche vor der Pandemie gegebenenfalls zwischen Abteilungen und Zuständigkeiten spürbar waren, entfernt. An dieser Stelle gilt es dem gesamten Personal des USB für seinen grossen Einsatz zu danken, alle haben einen wesentlichen Beitrag geleistet, die Patientenversorgung in der Region auf einem hohen Niveau zu gewährleisten.

Angebote und Entwicklung der Klinik für ambulante Innere Medizin & Medizinischen Poliklinik in der Dienstleistung

Internistische Sprechstunden

Die allgemeinen internistischen Sprechstunden fassen unterschiedliche Patientenbetreuungskonzepte zusammen. Niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, aber auch Vertretern unterschiedlicher Fachdisziplinen im Haus offerieren wir in den allgemeinen Sprechstunden die Möglichkeit, Personen mit unklaren internistischen Problemen für eine umfassende ambulante Abklärung zuzuweisen. Dank der engen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachleuten, können wir bei Bedarf spezielle Fragestellungen jederzeit auch interdisziplinär bearbeiten. Neben den Zuweisungen bieten wir für eine Auswahl von Patientinnen und Patienten auch eine langfristige Betreuung im Rahmen unserer Sprechstunden an, sofern dies von den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gewünscht wird. Diese Patientinnen und Patienten zeichnen sich oft durch eine hohe Komplexität aufgrund einer Vielzahl von somatischen und psychischen Komorbiditäten aus. Sehr rege genutzt werden die Sprechstunden ohne vorgängige Terminvereinbarung. In diesen gewährleisten wir eine umfassende Erstabklärung bei akuten medizinischen Problemen.

Klinische Immunologie/Immundefizienz und Impfsprechstunde

In den Sprechstunden der klinischen Immunologie werden Leute mit zum Teil hochkomplexen und auch seltenen immunologischen Erkrankungen behandelt. Der Erfolg der Sprechstunden liegt in der Interdisziplinarität, im Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und in eigenen Forschungsbeiträgen auf Spitzenniveau, sei es im Sinne der Grundlagenforschung oder im Rahmen translationaler Forschungsprojekte.

Hinter diesem Erfolg stehen Namen:

Unter Leitung von Prof. Mike Recher hat sich die Immundefizienz-Sprechstunde über die letzten Jahre erfolgreich entwickelt. Neben primären, genetisch determinierten Immunschwächen werden auch Personen mit sekundären Immunschwächen, zum Beispiel als Folge einer immunsuppressiven Therapie, untersucht und je nach Indikation einer Immunglobulin-Substitution oder einer gezielten (targeted) Therapie zugeführt. Soweit als möglich werden dabei alle in die von Prof. Recher initiierte prospektive Immundefizienz/Immundysregulation-Kohorte (FuGe-PID Kohorte, EKNZ 2015-187) erfasst, mit dem Ziel, mehr über immunologische Erkrankungen im Langzeitverlauf zu lernen. Konkret werden klinische, immun-phänotypische («Deep phenotyping»), sowie genetische (Next Generation Sequencing) Daten kombiniert, mit der Idee, die daraus gewonnenen Ergebnisse in den klinischen Alltag zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten zu überführen. Als kürzlich publiziertes Beispiel dieser Vorgehensweise sei die weltweit erste erfolgreiche JAK-Inhibitor Therapie in einem Patienten mit Polymerase A1 (POLA1) Defizienz erwähnt. Mike Recher ist Mitinitiant einer Webseite für Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche (www.immunschwaeche-schweiz.ch) und ist Mitglied der klinischen Kommission sowie des Boards der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie.

Neben seinen Forschungsprojekten, welche das Ziel haben, die Immunantwort bei Autoimmunerkrankungen und Impfung besser zu verstehen, ist PD Dr. Christoph Berger leitend in die Organisation der Immunologie-Sprechstunde eingebunden. Seine Schwerpunkte in der Immunologie umfassen die Betreuung von Personen mit Grossgefässentzündungen und die Impfsprechstunde. Die Impfsprechstunde entwickelt sich unter seiner Leitung aus einem reinen Dienstleistungsbetrieb zu einer universitären Sprechstunde mit dem Anspruch, die Immunologie der Impfungen besser zu verstehen und dieses Wissen in die Dienstleistung zu integrieren. Ein besonderes Anliegen ist es, Christoph Bergers Patientinnen und Patienten mit primären oder erworbenen Störungen der Immunität, das heisst Menschen mit eingeschränkter Immunantwort, bezüglich Impffragen fachlich kompetent und umfassend zu beraten. Er arbeitet dabei eng mit anderen Spezialdisziplinen, wie der Rheumatologie, Neurologie, Onkologie, Hämatologie, Infektiologie und Allergologie/Dermatologie zusammen. Spezifisch berät er Fachleute in Impffragen oder sieht Patientinnen und Patienten von Spezialsprechstunden konsiliarisch in der Impfsprechstunde. Christoph Berger ist Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), welche mit dem Bundesamt für Gesundheit die in der Schweiz gültigen Impfempfehlungen erarbeitet und den Bundesrat in Impffragen berät. Im Zusammenhang mit der COVID Pandemie ist Christoph Berger aktiv in den Arbeitsgruppen des BAG und der EKIF, welche die COVID Impfungen bewertet und entsprechende Impfempfehlungen erarbeitet. Die Wertschätzung als Arzt begründet sich neben seiner Exzellenz im Fachgebiet aus seiner Fürsorge für die ihm anvertrauten Patientinnen und Patienten.

Als einen der wichtigsten Pfeiler, klinisch und wissenschaftlich, steht uns seit vielen Jahren Prof. Thomas Daikeler zur Seite. Er ist Leitender Arzt der Klinik für Rheumatologie und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Grossgefässvaskulitiden und ist aufgrund seiner breiten und langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Klinischen Immunologie für die Patientenbetreuung von grosser Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit ihm und der gesamten Klinik unterstreicht die Wichtigkeit und die Fruchtbarkeit einer interdisziplinären Kooperation.

Hypertonie

In der Hypertoniesprechstunde werden unter Leitung von Dr. Thilo Burkard  Personen mit vorrangig schwierigen Verläufen abgeklärt und behandelt. Unterstützt wird Thilo Burkard dabei von unseren Oberärztinnen Thenral Socrates, Annina Vischer, Wanda Lakner, Vera Freund und Andrea Meienberg.

Eine vertiefte Zusammenarbeit besteht mit den Kolleginnen und Kollegen der Geburtshilfe zur Behandlung der peri- und postpartalen Hypertonie. Die Hypertonie kann für Mutter und Kind gefährlich sein, weshalb schwangere Frauen mit erhöhten Blutdruckwerten bereits während ihres stationären Aufenthalt eng mitbetreut werden. Auch für die Hypertoniesprechstunde war 2020, geprägt vom Lock-down und eingeschränkten Konsultationsmöglichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie, ein besonderes Jahr. Um dennoch eine bestmöglichste Dienstleistung zu gewährleisten, wurden rasch Telefonsprechstunden unter Einbezug moderner und vernetzter Blutdruckmesssysteme aufgebaut. Heute können gut zwei Drittel der Frauen, bei welchen erhöhte Blutdruckwerte während oder nach einer Schwangerschaft detektiert werden, an einem Therapiemanagementplan teilnehmen, ohne dass sie dafür das Spital aufsuchen müssen. Frauen mit ihren neugeborenen Kindern schätzen dieses Angebot sehr.  Dass der Bedarf an einer spezialisierten Hypertoniesprechstunde in der Region noch nicht gedeckt ist, zeigt sich unter anderem in Wartezeiten bis zu einem Monat für einen Termin.  

Die Öffentlichkeitsarbeit litt im Jahr 2020 unter den allgemeinen Massnahmen. Unter anderem war geplant, Teile der internationalen «MayMeasure» Kampagne (Blutdruckkampagne) und der Präventionsarbeit zum Thema Rauchen als Wahlpflichtprojekt in das Medizinstudium zu integrieren, um somit junge Medizinstudierende frühzeitig für Themen der Prävention zu sensibilisieren und diesen die Möglichkeit zu geben, sich in das Thema «Öffentlichkeitsarbeit und Gesundheit» einzuarbeiten. Dies müssen wir nun in das Jahr 2021 verschieben.

Sicherung und Weiterentwicklung von exzellentem Know-how ist nur möglich, wenn wir uns ständig selbst weiterbilden. In diesem Sinne erhielt Dr. Thilo Burkard im November 2020 durch die «International Society of Hypertension» den Titel eines «International Society of Hypertension Fellow» verliehen.

Die Dienstleistung wird begleitet von einem intensiven und 2020 besonders erfolgreichen Forschungsprogramm zu klinischen Fragestellungen des Blutdruckmonitorings und -managements unter Mitwirkung der Kliniken der Inneren Medizin, Kardiologie und Geburtshilfe. Hinter den Kliniken stehen engagierte Ärztinnen und Ärzte, ohne deren Einsatz diese Erfolge nicht möglich wären: Dres. A. Vischer, L. Kilian, D. Glinz-Magnenat, P. Krisai, T. Socrates, O. Lapaire, J. Eckstein, C. Winterhalder, A. Meienberg et al. Eine zentrale Rolle nimmt dabei auch unsere Study Nurse Christina Blaschke ein, welche die zahlreichen Tätigkeiten koordiniert.

Rauchstopp-Sprechstunden und Tabakprävention

Die interprofessionelle Rauchstopp-Sprechstunde unter der Leitung von Dr. Andrea Meienberg und Dr. Thilo Burkard hat als integraler Bestandteil der Medizinischen Poliklinik auch im Jahr 2020 nicht an Relevanz eingebüsst. Bedingt durch den Corona-Lock-down und auch auf vielseitigen Wunsch von Patientinnen und Patienten wurde die Sprechstunde teilweise telemedizinisch angeboten. Obschon der direkte Kontakt einen relevanten Beitrag dazu leistet, insbesondere ambivalente Raucherinnen und Raucher in ihrem Konflikt zu begleiten, gab es weiterhin viele positive Rückmeldungen von Seiten der Patientinnen und Patienten.

Nebst der Patientenbetreuung ist uns die Aus- und Weiterbildung von Rauchstopp-Beratenden ein Anliegen. Unter der Schirmherrschaft der Universität Basel haben wir im Jahre 2018 einen Weiterbildungskurs für nicht-ärztliche Rauchstoppberatung entwickelt. Nähere Details finden sich unter https://advancedstudies.unibas.ch/studienangebot/ kurs/rauchstoppberatung-fuer-medizinische-fachpersonen. Bedingt durch die Pandemie musste der geplante Kurs in diesem Jahr ausgesetzt werden. 

Nach wie vor liegt uns die «Jugendprävention» am Herzen. Die mittlerweile regional etablierte Präventionsveranstaltung «Nichtrauchen ist clever!», welche sich an Schulkinder im Alter von 12 bis 14 Jahren richtet und auf dem Campus des Universitätsspitals Basel stattfindet, konnte in diesem Jahr aus Pandemiegründen nicht im geplanten Ausmass stattfinden. Ebenfalls musste die weitere nationale Ausweitung des Projektes in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie und der Schweizerischen Herzstiftung pausiert werden. Erste Veranstaltungen fanden bereits im Tessin, in Zürich, St. Gallen und Bern statt. Sobald als möglich werden weitere Zentren wie beispielsweise Luzern pilotiert werden.

Ein Vorhaben, welches trotz der besonderen Lage in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden konnte, war der Auftakt zum Projekt «Rauchfreie Ausbildung am Universitätsspital Basel». In enger Zusammenarbeit mit dem Ressort Personal wurde für die Auszubildendenunseres Spitals ein Präventionsprojekt entwickelt. Während ihrer Einführungswoche im August 2020 wurde für die Neueintretenden ein Tag zum Thema Gesundheit und Resilienz gestaltet. In diesem Rahmen fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt «junge Erwachsene möglichst rauchfrei durch ihre Ausbildung zu bringen» statt.

Seltene Erkrankungen (rare diseases)

Im Jahr 2017 startete Dr. Annina Vischer in Kooperation mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie eine Spezialsprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine Hypertrophe Kardiomyopathie, Arrhythmogene Kardiomyopathie, Long-QT-Syndrom und Brugada-Syndrom (HALB-Sprechstunde). Während Annina Vischer 2017 mit sechs Konsultationen startete, zählte sie 2018 bereits 30, 2019 42 und 2020 trotz COVID 85 Konsultationen. Ein echter Mehrwert und eine klassische universitäre Aufgabe unabhängig von jeder Kosten- und Ertragsdiskussion. Zu erwähnen ist zudem, dass Annina Vischer 2020 neu die Leitung der Internistischen Diagnostik übernommen hat.

Das USB hat im Juni 2020 gemeinsam mit dem UKBB die Akkreditierung als Referenzzentrum für Rare Diseases von der Nationalen Koordinationsstelle für Seltene Krankheiten (KOSEK) erhalten. Wir haben 2020 begonnen eine Sprechstunde für Personen ohne Diagnose/seltene Erkrankungen in der Medizinischen Poliklinik mit interdisziplinärem Board aufzubauen. Die Etablierung und Organisation liegt in den Händen unserer beiden Oberärztinnen Dr.  Katrin Bopp und Dr. Evelyn Zehntner.

Tagesklinik

Die Tagesklinik wird von einer Vielzahl von Kliniken zur Durchführung von ambulanten Infusionstherapien und für diagnostische Abklärungen (vor allem Stoffwechselabklärungen und Punktionen) genutzt: Starke Nutzer sind die Kliniken der Hämatologie, der Ambulanten Inneren Medizin und Immunologie, der Endokrinologie und der Rheumatologie. Weitere Nutzer sind die Kliniken der Allergologie, Pneumologie, Neurologie, Infektiologie und Nephrologie. Für das OPAT (OutPatient Antibiotic Therapy)-Programm werden in enger fachlicher Zusammenarbeit mit der Klinik für Infektiologie ambulante Antibiotika-Therapien durchgeführt. Die pflegerischen Leistungen sind bei den ambulanten Infusionstherapien von zentraler Bedeutung. Wir sind sehr froh, über ein fachlich bestens ausgebildetes und motiviertes Pflegeteam zu verfügen.

Diagnostik

Die «internistische Sonographie» als ein Schwerpunkt unseres Diagnostikangebotes erfreut sich einer zunehmenden Wahrnehmung über die Grenzen unserer Abteilung hinaus. Neben einer qualitativ hochstehenden Dienstleistung für Patientinnen und Patienten ist die Ausbildung angehender Internistinnen und Internisten von grosser Bedeutung. Hierfür wurde auch eine Rotationsstelle für die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen der stationären Inneren Medizin geschaffen, welche sich einer grossen Beliebtheit erfreut. Für die Dienstleistung und die Ausbildung ist ein breitaufgestelltes Kader mit hohen Fertigkeiten unabdingbar. Es freut uns, dass das Team unter Leitung von Dr. Andrea Meienberg fachlich ein breites Spektrum abdeckt, namentlich die Abdomensonographie, «Point-of-care Sonographie» (POCUS), Basis Notfallsonographie sowie die fokussierte kardiale Notfallsonographie (POCUS). Geschätzt wird dabei die enge Zusammenarbeit mit den Tutoren der stationären Inneren Medizin. Sämtliche Tutoren unserer Klinik beteiligen sich aktiv an unterschiedlichen Ultraschallkursen für Ärztinnen und Ärzten (MedArt, praktische Kurse im Rahmen einer Fortbildung des Instituts für Hausarztmedizin, SGUM Grundkurs Abdomen, Aufbaukurs, Basis-Notfallsonographie und Kardiovaskuläre Notfallsonographie), aber auch für Studierende der Universität Basel (Basis-Notfallsonographiekurs im 1. Master, Medizinische Fakultät Basel).

Passend zum Schwerpunkt der Hypertoniesprechstunde werden zudem 24-h-Blutdruck-Messungen, 24-h-Elektrokardiogramme, nächtliche Pulsoxymetrien und ambulante Echokardiographien durchgeführt. Um Parallelwelten zu vermeiden, werden alle Befunde und Resultate im Cardioapp online zur Verfügung gestellt.

Pflege: Tätigkeiten und Entwicklungen

Das Jahr 2020 war geprägt von den Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie. Unser Pflegeteam war in der Anfangsphase der Pandemie ab Ende Februar massgebend daran beteiligt, dass mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen Abstriche und Behandlung von Verdachtsfällen sofort professionell durchgeführt werden konnten. Für mehrere Wochen wurde die Tagesklinik der Medizinischen Poliklinik und die Tagesklinik unserer Privatsprechstunde zusammengelegt, um die Ressourcen während der ersten Welle der Pandemie soweit als möglich zu bündeln, zudem wurden für unsere Patient*innen Therapie-Schemata angepasst und externe Versorgungsmöglichkeiten organisiert. Mit Wiederaufnahme des Normalbetriebs zeigte sich, dass viele dieser Patientinnen und Patienten gerne zu ihrem vertrauten Behandlungsteam in die Sprechstunden und die Tagesklinik der Medizinischen Poliklinik zurückkamen.

Auch in diesem Jahr wurde die Ausbildungsmöglichkeit für Medizinische Praxisassistenzpersonal (MPA) fortgesetzt. Im Jahr 2020 durften wir zwei Auszubildende begrüssen und wiederum durften wir, wie in den vorangehenden Jahren, einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung feiern.

Wir freuen uns darauf, die interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und damit für unsere Patientinnen und Patienten optimale Betreuungsangebote zu schaffen

Personalarztdienst Tätigkeiten und Entwicklungen

Seit 2017 ist der Personalärztliche Dienst (PAD) an die Klinik für Ambulante Innere Medizin angegliedert und wird von Dr. Florian Banderet geleitet. Es besteht eine enge Zusammenarbeit vor allem auf ärztlicher Seite:  Florian Banderet steht der Klinik für Ambulante Medizin vor allem bei infektiologischen und spitalhygienischen Fragestellungen zur Verfügung, umgekehrt bietet die Ambulante Innere Medizin eine ideale Plattform an klinischen Herausforderungen, welche gewährleisten, dass Florian Banderet weiterhin seine fachlichen Fähigkeiten voll entfalten und weiterentwickeln kann. 

Auch für den Personalarztdienst war das Jahr 2020 von der COVID-Pandemie gezeichnet. Der grösste Anteil der Kontakte mit Mitarbeitenden ergab sich im Zusammenhang mit der Pandemie. Hier stand die direkte Beratung von Mitarbeitenden, welche mit dem SARS-CoV-2 Erreger infiziert wurden und welche aufgrund eines Kontaktes in Quarantäne mussten, im Vordergrund. Aufgrund der Bedeutung und der Risiken der Pandemie für die Mitarbeitenden war Florian Banderet als Mitglied der Covid-Taskforce des USB aktiv im Management der Pandemie eingebunden. Hier entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Ressort Personal. Die bereits im Vorfeld guten Beziehungen zur Spitalhygiene waren für eine unkomplizierte und effektive Zusammenarbeit sehr hilfreich.

Selbstverständlich wurden auch Eintrittsuntersuchungen durchgeführt und Kolleginnen und Kollegen nach Berufsunfällen (akzidentieller Kontakt mit Blut- oder anderen biologischen Flüssigkeiten (EBF)), zumeist Stichverletzungen, betreut und Impfberatungen durchgeführt. Insgesamt wurden über 1’900 Impfungen verabreicht (Impfung gegen Influenza nicht einberechnet), was die Notwendigkeit der personalärztlichen Eintrittsuntersuchung und deren Bedeutung für die Prävention und für die Sicherheit des Personals und der Patientinnen und Patienten unterstreicht. 

Neben den hausinternen Leistungen betreut der Personalarztdienst auch die Mitarbeitenden anderer externer Spitäler/Institute in personalärztlichen Belangen: UKBB, UPK, REHAB und IOB. Die Betreuung von externen Kliniken respektive deren Mitarbeitenden macht über ein Drittel aller Konsultationen aus, was die zunehmende Bedeutung als regionaler Dienstleister aufzeigt. 

Die Grippepräventionskampagne 2020/2021 war vor allem gekennzeichnet durch die Angst einer möglichen Doppelepidemie mit Influenza/SARS-CoV-2. Trotz zusätzlicher Kampagne konnte die Impfrate nur leicht auf 32% gesteigert werden (Saison 2019/20 29%) und befindet sich auch weiterhin auf dem tiefen Niveau der Vorjahre.

Wegen des zunehmenden Arbeitsaufkommens beim Personalarztdienst (knapp vierfacher Anstieg der Konsultationen gegenüber 2016) und der zusätzlichen starken Belastung des PAD im Rahmen der Covid-Pandemie, wurde das ärztliche Stellenbudget um 50% erhöht (neu 1.5 Full Time Equivalents (FTE) statt 1.0 FTE). Ab Januar 2021 wird Dr. Anett Apitz, welche bereits bisher als Oberärztin in der Medizinischen Poliklinik tätig war, mit einem Teil ihres Pensums das Team des Personalarztdienstes verstärken. 

Qualität und Reflexion

Regelmässig fanden auch 2020 zahlreiche Fallvorstellungen, ein  Literaturclub, update Vorlesungen und die interprofessionelle Bearbeitung von CIRS-Fällen statt.

Lehre, Fort- und Weiterbildung

Andrea Meienberg wurde im Jahre 2020 erneut der Lehrauftrag der Medizinischen Fakultät der Universität Basel für Sonographie im Medizinstudium erteilt. In der Folge konnte in enger Kooperation mit den Kliniken der Radiologie, der Notfallmedizin und der stationären Inneren Medizin der im Basler Curriculum aufgenommene obligatorische Sonographiekurs für unsere Student*innen der Humanmedizin (1. MA) an der Universität Basel durchgeführt werden. Dieses Angebot ist ein eindeutiges Plus und stärkt die Attraktivität an der Universität Basel, Medizin zu studieren, insbesondere auch dadurch, dass der Kurs von der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschallmedizin als vollwertiger POCUS Basis-Notfallsonographiekurs anerkannt ist. Seit 2019 ist Dr. Andrea Meienberg zudem Mitglied des Organisationskomitees für den Ultraschallkongress in Davos, welcher von der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschallmedizin ausgestaltet wird.

Auch die abteilungsinterne Weiterbildung für unsere Assistenzärztinnen und -ärtzen konnte im Jahr 2020 fortlaufend standardisiert und verbessert werden. In diesem Rahmen wurde beispielsweise unter der Leitung von Dr. Evelyn Zehntner die «Toolbox» ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, den Ärztinnen und Ärzten gezielt die Werkzeuge zu vermitteln, welche für den Ablauf und die Durchführung ambulanter internistischer Sprechstunden benötigt werden. 

Weiterhin sehr beliebt bei den Assistenzärzt*innen sind die Rotationen in Spezialsprechstunden unserer Partnerkliniken (zum Beispiel Endokrinologie und Diabetologie). Es freut uns, dass wir 2020 das Angebot mit einer neuen Rotation in die Spezialsprechstunde der Klinik für Allergologie erweitern konnten. 

Neben der Ausbildung unserer jungen angehenden Ärztinnen und Ärzten ist es uns sehr wichtig, einen Beitrag für die Fortbildung unserer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zu leisten. Dr. Vera Freund und Dr. Andrea Meienberg organisieren unsere beliebte Veranstaltungsreihe «Gemeinsam vorwärts - Die Fortbildung für und mit unseren Hausärztinnen und Hausärzten». Die Veranstaltung findet vier Mal jährlich statt und wird jeweils von 50 bis 80 Kolleginnen und Kollegen besucht. Die Resonanz ist ausgezeichnet. Auf Grund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen musste in diesem Jahr eine der geplanten Fortbildungen ausfallen. Die Veranstaltungen der zweiten Jahreshälfte wurden auf ein Onlineformat umgestellt.  

Damit wir den ärztlichen Nachwuchs auch im Spital optimal fördern können, ist es unerlässlich, dass auch die Ausbilder – in diesem Fall das ärztliche Kader – in ihrer Rolle als Lehrer geschult werden. Mit diesem Ziel wurde im 2019 von Frau Dr. Andrea Meienberg in Zusammenarbeit mit PD Dr. Eliska Potlukova von der stationären Inneren Medizin ein «Faculty Development Programm» für das ärztliche Kader der gesamten Inneren Medizin ins Leben gerufen. Dr. Andrea Meienberg ist zudem Mitglied einer Arbeitsgruppe des SIWF, deren Ziel es ist, Faculty Development Kurse schweizweit anzubieten.

Andrea Meienberg organisiert und koordiniert für unsere Klinik unsere Lehraufgaben für den Studiengang der Humanmedizin: Examinatoren für OSCE-Prüfungen und Staatsexamen, Tutoren für den AP-Unterricht, Basis-Notfallsonographiekurs, Gesprächsführungskurs, Schreiben und Revidieren von Prüfungsfragen und OSCE-Posten. Weiter unterrichten wir in den Modulen «Vom Symptom zur Diagnose» und geben Vorlesungen in der Differentialdiagnose internisitscher Erkrankungen im sechsten Jahreskurs und Immunologie-Vorlesungen für die medizinische und naturwissenschaftliche Fakultät. Dr. Thilo Burkard organisiert und koordiniert die Vorlesungsreihe zur Inneren Medizin für Zahnmediziner und ist ausserdem, wie auch PD Dr. Michael Mayr, als Mitglied des Wissenschaftlichen Komitees der MedArt an der Ausgestaltung der wichtigsten Fortbildung des Universitätsspitals Basel beteiligt. 
 

Wissenschaft und Forschung

Arbeitsgruppen

Prof. Mike Recher leistet hervorragende Arbeit im Bereich der Immundefizienz. Dank seines Einsatzes haben wir in diesem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal in der Nordwestschweiz. Prof. Recher leitet die klinische Immundefizienz-Sprechstunde und verbindet die klinische Arbeit mit hochrangiger Forschung und umgekehrt. Grundlagen-orientierte Projekte helfen, die Erkrankungen besser zu verstehen. Mike Recher konnte 2020 kompetitive Projektfördermittel des Schweizerischen Nationalfonds einwerben. Er hält Vorlesungen an der Universität Basel und an der ETH Zürich. 

Die Forschung von Prof. Christoph Hess hat national und international Ausstrahlung und ist Garant für eine starke universitäre Positionierung der klinischen Immunologie. Das Labor von Christoph Hess wird mit kompetitiven Drittmitteln unterstützt (SNSFProjektfördermittel, Botnar Stiftung, SNSF MD PhD Fördermittel, Krebsliga Schweiz), seine Arbeiten in international renommierten Fachzeitschriften publiziert und häufig zitiert. Im Rahmen der Doppelprofessur von Christoph Hess mit der Universität von Cambridge findet ein intensiver wissenschaftlicher Austausch in beide Richtungen statt. Sein Labor (DBM – Basel und CITIID – Cambridge) ist fokussiert auf translationale Fragestellungen der Lymphozytenfunktion. Ziel der Arbeiten ist es, Krankheiten, welchen eine immun-metabolische Dysregulation zugrunde liegt, besser zu verstehen. Die Forschungsgruppe konnte ihre eigenen und kollaborativen Arbeiten in herausragenden Fachzeitschriften publizieren (e.g. Cell Metabolism; Cell Reports; Immunity; Science Immunology; Nature Communications; eLife).

PD Dr. Christoph Berger untersucht in seinem Labor für Translationale Immunologie die Krankheitsentstehung einer Autoimmunerkrankung, welche die grossen Gefässe betrifft (Grossgefässvaskulitis). Dieses Projekt stützt sich unter anderem auf die Basler Riesenzellarteriitis-Kohorte, welche seit 2011 gemeinsam mit den Kollegen der Rheumatologie geführt wird und schweizweit die grösste derartige Kohorte darstellt. Patientinnen und Patienten werden dabei in einer prospektiven Beobachtungskohorte untersucht. Diese Beobachtungskohorte brachte bereits wichtige Erkenntnisse betreffend Diagnostik und Behandlung. Darauf aufbauend ist das USB seit 2020 in Kollaboration mit den übrigen Universitätskliniken der Schweiz an einer nationalen Riesenzellarteriitis-Kohorte beteiligt. Weiter interessiert das Team um Christoph Berger, wie es gelingen kann, die saisonale Grippeimpfung zu verbessern. Mit Unterstützung durch die Clinical Trial Unit leitet Christoph Berger seit 2017 eine prospektive Impfkohortenstudie, welche Erkenntnisse zur Verbesserung der Zusammensetzung des Impfstoffes liefern soll. Ein weiteres Ziel ist es, die individuelle Impfantwort und den Einfluss wiederholter Impfungen auf das Immunsystem besser zu verstehen. 

Dr. Thilo Burkard beschäftigt sich mit seiner Arbeitsgruppe mit verschiedenen Aspekten des Managements der arteriellen Hypertonie. Im Vordergrund standen in den letzten Jahren Techniken der Blutdruckmessung in der Praxis sowie neuartige Methoden zur 24-h-Blutdruckmessung und zum Blutdruck-Screening. Arbeiten zu diesem Thema konnten unter anderem im «Journal of Hypertension» und im «American Heart Journal» prominent publiziert werden. Ein weiteres Interesse liegt im besseren Verständnis hämodynamischer und hormoneller Veränderungen bei Personen mit neu diagnostizierter Hypertonie und darin, wie dieses für individuelle Therapieanpassungen genutzt werden kann. Hier sind neben den Publikationen im Jahr 2020 Ergebnisse aus den entsprechenden Studien für 2021 zu erwarten. Trotz internationalem Lock-down ist eine gemeinsam mit Prof. Weisser (Klinik für Infektiologie & Spitalhygiene) durchgeführte randomisierte und kontrollierte Studie zum Thema Blutdruckmanagement im ländlichen Afrika angelaufen und es konnten bis Ende Dezember 2020 über 500 der geplanten 1’300 Patientinnen und Patienten eingeschlossen werden.

PD Dr. Michael Mayr beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit dem Management von chronischen Erkrankungen und pflegt dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Swiss-Tropical and Public Health Institute (STPH). An einer Population von 1’000 Patientinnen und Patienten werden Fragen zur Prävalenz, Diagnostik und Risikofaktoren zu den Themen chronische Niereninsuffizienz und Diabetes untersucht.
 

Preise und Auszeichnungen

  • Thilo Burkard: Fellow of the International Society of Hypertension

Drittmittel, Projektfördermittel

Christoph Hess

  • SNSF project funding, 2020 (CHF 1’224’000), 
  • Botnar Foundation, 2020 (CHF 603’000), 
  • The Evelyn Trust (Co-Investigator) (GBP 240’000), 
  • Hornet Therapeutics (CHF 3’000’000).

Recher Mike      

  • SNF Projektfördermittel(CHF 761'492) 

Berger Christoph

  • SNF Projektgrant, 2020 (CHF 700'000 über vier Jahre)
  • Goldschmid-Jacobson Stiftung, 2018 bis 2020 (CHF 245'000),
  • Uniscientia Stiftung und FSRMM (Schweizerische Stiftung für die Erforschung vom Muskelkrankheiten), 2018 bis 2021.

Thilo Burkard

  • Stiftung kardiovaskuläre Forschung: «Hypertensive Heart Disease in Treatment Naive Hypertensive Patients in Sub-Saharan Africa, a nested project of the CoArt-HA Trial »(CHF 28’500).

Annina Vischer

  • Firma CSEM Centre Suisse d’Electronique et de Microthechnique SA: « Accuracy of the RIVA Digital Blood Pressure Measurement App after initial calibration and after 24 hours in a general population – a pilot study» (CHF 25'000).

Patente

  • Christoph Hess: LFA-1 signaling mediator for use in cancer therapy (EP20/191392.8)

Spin-Offs

  • Christoph Hess: Hornet Therapeutics
     

Ausgewählte Publikationen

  • Memory CD8+ T Cells Balance Pro- and Anti-inflammatory Activity by Reprogramming Cellular Acetate Handling at Sites of Infection. Balmer ML, Ma EH, Thompson AJ, Epple R, Unterstab G, Lötscher J, Dehio P, Schürch CM, Warncke JD, Perrin G, Woischnig AK, Grählert J, Löliger J, Assmann N, Bantug GR, Schären OP, Khanna N, Egli A, Bubendorf L, Rentsch K, Hapfelmeier S, Jones RG, Hess C. Cell Metab. 2020 Sep 1;32(3):457-467.e5. doi: 10.1016/j.cmet.2020.07.004. Epub 2020 Jul 31.
  • JAK Inhibition in a Patient with X-Linked Reticulate Pigmentary Disorder.  Légeret C, Meyer BJ, Rovina A, Deigendesch N, Berger CT, Daikeler T, Heijnen I, Burstein E, Köhler H, Recher M. J Clin Immunol. 2021 Jan;41(1):212-216. doi: 10.1007/s10875-020-00867-7. Epub 2020 Sep 28.
  • Tumoural soft tissue calcification in Down syndrome: association with heterozygous germline SAMD9 mutation and hyperactive type I interferon signaling. Deigendesch N, Hirsiger JR, Bigler MB, Ghosh A, Harder D, Jauch A, Espinosa JM, Recher M, Navarini A, Daikeler T, Berger CT. Rheumatology (Oxford). 2020 Nov 1;59(11)
  • Hemodynamic profiles in treatment-naive arterial hypertension and their clinical implication for treatment choice: an exploratory post hoc analysis. Glinz D, Bläsi C, Villiger A, Meienberg A, Socrates T, Pfister O, Mayr M, Haschke M, Vischer AS, Burkard T.J Hypertens. 2020 Dec 14. doi: 10.1097/HJH.0000000000002766. Online ahead of print.
  • Assessment of diabetes and prediabetes prevalence and predictors by HbA1c in a population from sub-Saharan Africa with a high proportion of anemia: a prospective cross-sectional study.  Hodel NC, Hamad A, Reither K, Mwangoka G, Kasella I, Praehauser C, Abdulla S, Hatz CFR, Mayr M. BMJ Open Diabetes Res Care. 2020 May;8(1):e000939. doi: 10.1136/bmjdrc-2019-000939.