Psychosomatik
Prof. Rainer Schäfert


Kennzahlen

2020 2019
Stationäre Fälle 1'174 1'256
Ambulante Patienten (Kontakte) 4'384 5'157
Patientenzufriedenheit ambulant 91.2% 82.1%
Tarmedpunkte (teilstationär & ambulant) 701'448 974'000
Stationäre Patienten (Kontakte) 2'475 2'592
Ambulante Patienten (Fälle) 1'319 1'398
Gesamtzahl Patienten (Kontakte) 7'050 7'948

Highlights 2020

Die Entwicklung und Führung der Psychosomatik erfolgt mit Bezug auf die Werte des Unispitals Basel gemeinsam, sorgsam, mutig und verantwortungsbewusst. 

Fallentwicklung: 

  • Die Zahlen zur Fallentwicklung zeigten angesichts der in Folge der Corona-Pandemie erforderlichen Schutzmassnahmen einen moderaten Rückgang hinsichtlich der Zahlen von Fällen und Kontakten stationär wie auch ambulant, weil insgesamt etwas weniger Patientinnen und Patienten ins Spital und in die Ambulanz kamen. Dem gegenüber zeigte sich ein überproportionaler Rückgang der Tarmedpunkte. Diese Diskrepanz wurde mit unserem Finanz-Controlling analysiert, wobei sich folgende Gründe ergaben: Verschiebung der Leistungen zu telefonischen / virtuellen Konsultationen / Beratungen, die in der Regel kürzer sind und tariflich weniger Taxpunkte erbringen; Gruppentherapien (Schmerzgruppe für Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund, Tinnitusgruppe, achtsamkeitsbasierte Gruppentherapie allgemein und speziell für Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose) mussten Corona-bedingt sistiert werden. 
  • Die Zahl der Kontakte pro Fall blieb sowohl im stationären Konsil-/ Liaison-Bereich (2020: 2.1; 2019: 2.1) als auch im Ambulanz-Bereich (2020: 3.5; 2019: 3.8) weitestgehend konstant.
  • Die Beurteilung der medizinischen Qualität ist erfreulicherweise gestiegen von 82.1% auf 91.2% der Beurteilungen als «überragend & sehr gut». 

Corona-Massnahmen: 

  • Wie im ganzen Universitätsspital Basel (USB) war das Jahr 2020 von der Corona-Pandemie und den dadurch erforderlichen Schutzmassnahmen, Anpassungen und Digitalisierungsentwicklungen beeinflusst und geprägt. 
  • Die Psychosomatik ist zusammen mit der Palliative Care, der Spitalseelsorge und einer Pflegevertretung unter Koordination von Thomas Reinhardt (Human Resources/ Personal- und Führungsentwicklung) im psychosozialen Corona-Care Team (pCCT) engagiert in der Unterstützung von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden. 
  • Die Unterstützung der Mitarbeitenden nahm vor allem in der «zweiten Welle» der Pandemie ab Ende 2020 einen grösseren Raum ein mit der Teilnahme und Unterstützung durch Mitarbeitende der Psychosomatik im Kontext von Stationsbesprechungen, Tagesrückblicken, Supervisionen und Beteiligung an Workshops für Pflegende zum Umgang mit der Pandemie-Situation. 

Personelle Entwicklung: 

Sekretariat: 

  • Zum 30.06.2020 wurde Kuno Steiner, der seit Januar 1993 am USB tätig war und seit 1996 das Sekretariat der Klinik für Psychosomatik geführt hatte, in den verdienten Ruhestand verabschiedet; er erhielt eine Würdigung in der «Gazzetta». 
  • Ab dem 1.7.2020 übernahm Brigitte Belahcen Schlägel als Chefarztsekretärin die Nachfolge von Kuno Steiner, neu mit einem Pensum von 90%. 

Im Bereich der Psychoonkologie konnte die Stelle der Liaisonmitarbeiterin in der Hämatologie nach 8-monatiger Vakanz erfolgreich besetzt werden. Die Stelle läuft über das Budget der Hämatologie, die Fachhoheit liegt bei der Psychosomatik. Frau Milena Fuhrer, MSc, war bei uns Assistenzpsychologin und trat am 1. August 2020 neu ihre 70%-Stelle als Psychoonkologin in der Hämatologie an.

In unserem grossen Versorgungsprojekt «SomPsyNet», in dem für Patientinnen und Patienten aus SOMatischen Akutspitälern zur Prävention PSYchosozialer Belastungsfolgen ein Versorgungs-NETzwerk aufgebaut und nachhaltig etabliert wird, gab es nachfolgende personelle Veränderungen: 

  • Zum 31.10.2020 verliess Dr. Seraina Caviezel als wissenschaftliche Mitarbeiterin und operative Projektleiterin auf eigenen Wunsch das Projekt. 
  • Ab dem 1.09.2020 trat Dr. Iris Baenteli mit einem gestuft ansteigenden Pensum als wissenschaftliche Mitarbeiterin und operative Projektleiterin die Nachfolge von Dr. Seraina Caviezel im Projekt SomPsyNet an. 
  • Als neue Projektmitarbeitende wurden eingestellt: Yasmin Liechti als Fachangestellte Gesundheit (FAGE) ab 1.10.2020 mit einem Pensum von 60% für die Patienten-Rekrutierung, Lukas Ebner, BSc ab 1.10.2020 mit einem Pensum von 50% für das Datenmanagement, Christoph Zäh, BSc ab 15.10.2020 mit einem Pensum von 40% für die Nachbefragung der Patientinnen und Patienten. Zusätzlich konnte David Büchel, MSc von der Clinical Trial Unit (CTU) des USB für komplexe Datenmanagementaufgaben gewonnen werden. Weiterhin wurden zahlreiche neue Masterstudierende eingearbeitet. 

Räume: 

  • Im Forschungszimmer (1. OG) im Markgräflerhof konnte mit Mitteln des Ausstattungskredits von Herrn Prof. Rainer Schäfert eine Besprechungsbox eingerichtet werden, welche die knappe Raumsituation entlastet. 

Zertifizierungen und Anerkennungen: 

  • Die Psychosomatik am USB erhielt vom SIWF das Zertifikat als anerkannte Weiterbildungsstätte für Psychiatrie und Psychotherapie, Kategorie C (2 Jahre) ambulant und für Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie D1-CL (1 Jahr). 
  • Am 20.10.2020 wurde die  Psychosomatik am USB als offizielle SAPPM-Weiterbildungsstätte Kategorie A zertifiziert; dies ist umso wertvoller, als der frühere Fähigkeitsausweis der SAPPM zwischenzeitlich zu einem interdisziplinären Schwerpunkttitel aufgewertet wurde. 
  • Am 10.02.2020 erhielt Prof. Rainer Schäfert die Rezertifizierung seines Fähigkeitsausweises Delegierte Psychotherapie für weitere 3 Jahre. 
  • Am 16.02.2020 erhielt Prof. Rainer Schäfert die Anerkennung als Balintgruppenleiter der Deutschen Balintgesellschaft. 

Klinische Versorgung: 

  • Als eine zentrale Aufgabe der Klinik wurde der Psychosomatische Konsiliardienst fortgeführt, die interdisziplinäre und interprofessionelle Vernetzung im Spital vertieft und die Qualifikation der Mitarbeitenden mit den speziellen Fragestellungen durch klinische Besprechungen und Supervision erweitert. 
  • Der Versorgungsschwerpunkt Psychoonkologie wurde mit Fokus auf eine enge Liaison- und Konsultationstätigkeit mit den jeweiligen Abteilungen und dem Tumorzentrum weitergeführt. Im Rahmen der erfolgreichen Zertifizierung des Tumorzentrums erhielt die Psychoonkologie eine positive Rückmeldung zur guten Aufstellung und Integration im ganzen Haus. 
  • In Kooperation mit HNO, Neurologie und Physiotherapie leistet die Psychosomatik einen grossen Beitrag zum im 2020 erstmals durchgeführten interdisziplinären tagesklinischen / ambulanten Behandlungsangebot der sog. «Schwindelwoche» unter Fallführung der Klinik für HNO (Prof. Antje Welge-Lüssen). 
  • Für das im randomisiert-kontrollierten Design als wirksam evaluierte Internet-basierte psychoonkologische Angebot STREAM «Stress aktiv mindern – Ein Programm für Krebsbetroffene» (https://www.stress-aktiv-mindern.ch/) wurde von der Psychsomatik (Dr. Astrid Grossert) in Kooperation mit dem Tumorzentrum (Dr. Astrid Beiglböck) eine vom Tumorzentrum finanzierte Migration der Webseite mit Adaptation für die zukünftige Nutzung innerhalb des Tumorzentrums erarbeitet. 
  • Die «post-ICU-Sprechstunde» wurde weiterhin unter Einbezug eines Pflegeexperten in dieses Angebot fortgeführt. 
  • Neu beteiligt sich die Psychosomatik seit Herbst 2020 am interdisziplinären «rare disease board». 

Strukturelle und organisatorische Entwicklungen: 

  • In der Psychosomatischen Ambulanz wurde die Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom und anderen funktionellen gastrointestinalen Störungen weiterentwickelt: Zuweiser-Checkliste, stärkere Strukturierung des Angebots, Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Gastroenterologie, Allergologie und Ernährungsmedizin. 
  • Im Schmerzbereich erfolgte innerhalb des interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums, in welchem Prof. Rainer Schäfert weiterhin Einsitz im Permanenten Leitungsgremium hat und zusammen mit Dr. Roger Moser-Stark (oberärztliche Leitung) eine weitere Strukturentwicklung: Homologisierung der Schmerzfragebögen im Rahmen von ICHOM/PROMs, Beteiligung an der Entwicklung der Transitions-Sprechstunde, in der eine Reduktion chronischer postoperativer Schmerzen durch gute Vorbereitung von Risikopatientinnen und -patienten.
  • Unter oberärztlicher Leitung von Dr. Lena Lambrecht-Walzinger wurde der Bereich «Essstörungen» weiterentwickelt: 
    • Für die interdisziplinäre konservative Therapie der Adipositas wurde auf Grund sehr hoher Nachfrage in Kooperation mit der Klinik für Endokrinologie eine stärkere Strukturierung und Triagierung der Zuweisungen erarbeitet. 
    • Im Rahmen der gesprochenen Gemeinwirtschaftlichen Leistung (GWL) für schwere Essstörungen wurde im Rahmen einer USB-internen interdisziplinären und interprofessionellen Arbeitsgruppe daran gearbeitet, das bisher Entwickelte in einem medStandard für die Versorgung bei Anorexia nervosa zusammenzuführen. 
    • Zusätzlich wurde mit den Gesundheitsdepartementen Basel-Stadt und Basel-Land und in Zusammenarbeit von USB, den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK), Klinik Sonnenhalde, Kantonspital Basel-Land und Psychiatrie Basel-Land eine Arbeitsgruppe «regionale Versorgungsstruktur für Patientinnen und Patienten mit schweren Essstörungen» ins Leben gerufen, um die Versorgungslücke zwischen internistischer und psychiatrischer Versorgung zu schliessen. 
  • Im Bereich der Psychoonkologie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Pflege das «Belastungsthermometer (BT)» als Screeninginstrument für Krebspatientinnen und -patienten inhaltlich an die Bedürfnisse des USB adaptiert. Desweiteren wurden Schulungsvideos zur Abgabe, Besprechung und Erkennen des Unterstützungswunsches erstellt. Die entsprechenden Schulungsmaterialien werden im Laufe des 2021 zur Verfügung stehen. 
  • Mit dem Ziel der Entwicklung einer Station und Tagesklinik für Integrierte Medizin (Letter of intent in der Bewerbung für die gemeinsame Spitalliste Akutmedizin 2021) erfolgten USB-interne Bedarfsermittlung und Abstimmungen mit interessierten Partnern (Wirbelsäulenzentrum, Spinale Chirurgie, Schmerztherapie, Rheumatologie, Neurologie, Physiotherapie). Zudem wurde der Stand der Projektentwicklung erneut beim Gesundheits-Departement Basel-Stadt vorgestellt und diskutiert. 
  • Beschäftigt hat uns die Reorganisation des Universitätsspital Basel mit den entsprechenden Arbeiten und Inputs zur Strukturentwicklung. Die Psychosomatik wird in der neuen Organisation 2021+ dem neuen Departement Theragnostik angehören. Im Kontext des neuen Departements fanden bereits erste Sitzungen und Gespräche statt. 

Innovation & Forschung:

  • Die Forschung wurde zusammen mit unserem Forschungsleiter Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Gunther Meinlschmidt weiterentwickelt. Die Forschungsaktivitäten wurden anhand einer Matrix in Key Research Perspectives und Key Research Topics gegliedert (siehe https://www.unispital-basel.ch/ueber-uns/bereiche/medizin/kliniken-institute-abteilungen/psychosomatik/lehre-forschung/forschungsprofil-der-abteilung/) und in verschiedenen Bereichen vorangetrieben.
  • Mehrere Forschungspraktikantinnen und -praktikanten und Masterstudierende wurden und werden in die Forschungsarbeiten integriert und qualifiziert. Alleine im Projekt SomPsyNet werden aktuell 12 Masterstudierende / Masterarbeiten betreut.
  • Im Schwerpunkt Psychoonkologie konnte das durch die Krebsliga Schweiz mit 188'500 CHF geförderte Forschungsprojekt «A clinical trial of group-based body psychotherapy to improve bodily disturbances in posttreatment cancer patients, in combination with randomized controlled martphone-triggered bodily interventions» (KPTK-Projekt) erfolgreich abgeschlossen werden; das Hauptpaper zum Projekt steht vor der erneuten Submission; ein weiteres Manuskript ist in Vorbereitung. 
  • Das von Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit geförderte Projekt «SomPsyNet» (über 2 Mio. CHF 2019-2023), dessen Ziel es ist, für Patienten aus SOMatischen Akutspitälern zur Prävention PSYchosozialer Belastungsfolgen ein Versorgungs-NETzwerk aufzubauen und zu verstetigen wurde weiterentwickelt und im USB (Innere Medizin und Frauenklinik) und in den Partnerkliniken (Bethesda-Spital, Universitäre Altersmedizin Felix Platter, St. Claraspital) implementiert. Parallel wurde in Zusammenarbeit mit dem Swiss TPH und dem Institut für Pharmazeutische Medizin (ECPM) der Universität Basel die Evaluation des Projekts gestartet. 
  • Zum Thema Corona-Pandemie wurden mehrere Projekte gestartet: 
    • Untersuchung depressiver und ängstlicher Symptome als Prädiktoren für eine nachfolgende COVID-19-Diagnose auf Grund einer Analyse der UK Biobank.  
    • Gemeinsam mit den zwei weiteren Sprecherinnen und Sprechern der Arbeitsgruppe Konsiliar-Liaison-Psychosomatik des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) wurde eine Online-Umfrage bei Psychosomatischen, Psychiatrischen und Psychologischen Konsiliar- und Liaison (K&L)-Diensten zur psychosozialen Versorgung während der COVID-19-Pandemie in Akutspitälern in der Schweiz, Deutschland und Österreich gestartet. 
    • Prospektive, beobachtende Kohortenstudie zur längerfristigen psychischen Belastung bei COVID-19-Patientinnen und -patienten und ihren Angehörigen (Med. Kommunikation).  
  • Im Bereich Medical Humanities konnte für das Forschungsprojekt zum Thema «Medizinstudierende lernen mit und von Menschen mit geistiger Behinderung: ein Vergleich der Lehrformate Improvisationstheater-Workshop und Spielfilm-Besprechung» die Auswertung vorgenommen werden; die zugehörige Publikation ist in Vorbereitung. 
  • Im Rahmen des Projekts zur Schwerpunktbildung des USB wurde zusammen mit zahlreichen internen Partnern und Prof. Edouard Battegay (International Center for Multimorbidity and Complexity, ICMC) das Konzept für ein Center of Clinical Excellence in Multimorbidity (COMBI) entwickelt und eingebracht. Leider kam COMBI in der zweiten Runde vor dem Strategic Advisory Board nicht unter die geförderten Projekte. 
  • In der Psychoonkologie wurden zwei Masterarbeiten gestartet, welche zum Ziel haben, das oben erwähnten Belastungsthermometer anzupassen, um es für Angehörige einsetzen zu können. Die beiden Masterarbeiten werden im 2021 abgeschlossen.
  • Laufende Forschungsarbeiten mündeten in mehrere Publikationen in internationalen peer-reviewed Journals, so dass – obwohl sich die Forschung nach dem Wechsel der Klinikleitung weiterhin in der Aufbauphase betrifft – die Anzahl an in internationalen peer-reviewed Journals veröffentlichten Artikeln, wie auch die Höhe der verausgabten Drittmittel auf im Vergleich zu den Jahren vor dem Leitungswechsel hohem Niveau stabilisiert werden konnte. 
  • Neue Kontakte zu mehreren KMUs wurden geknüpft und bestehende Kontakte ausgebaut (z. B. mit der Firma healtplus.ai); neue Forschungsaktivitäten mit Fokus auf Wissens- und Technologie-Transfer wurden angebahnt und aufgegleist.
  • In der Med. Kommunikation laufen folgende Studien: Die observationelle «Communicate/Prophetic Study», welche prospektiv die Auswirkungen der Kommunikation mit Angehörigen von Patientinnen und Patienten nach Reanimation auf Gesundheitsfaktoren untersucht, wurde fortgeführt. Daraus resultierten  bereits mehrere Originalpaper in peer reviewed journals. Eine randomisiert-kontrollierte, multizentrische Kommunikationsstudie über die Durchführung von Visiten mit dem Vergleich Patienten-Vorstellung am Bett oder vor dem Zimmer wurde im USB, im Kantonsspital Aarau und im Kantonsspital Liestal durchgeführt und erfolgreich die Datenerhebungsphase abgeschlossen. Das Hauptpaper ist derzeit submitted in einem peer reviewed journal. Weiterhin wurden in einem Simulator-Forschungsprojekt Genderunterschiede und Stressparameter und EKG-Veränderungen bei Reanimationsteams abgeschlossen und publiziert. Eine weitere vom SNF geförderte Multicenterstudie wurde zur Kommunikation des Reanimations-Status der Patientin oder des Patients und ihrer Entscheidung hierzu gestartet und läuft derzeit in drei verschiedenen Zentren (Universitätsspital Basel, Kantonnspital Aarau und Inselspital Bern). Als Grundlage wurde ein systematisches Review mit Meta-Analyse zum Thema erarbeitet und publiziert. Verschiedene wissenschaftliche Publikationen wurden in internationalen Fachzeitschriften publiziert (s. unten) bzw. vorbereitet und vorangetrieben.
  • In einer observationellen propsektiven Studie wurden die psychosozialen Belastungen und mögliche Prediktoren bei Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19 Erkrnakung erarbeitet. Die Ehebungen fanden 30 und 90 Tage nach Spitalaustritt statt. Die beiden Paper befinden sich derzeit under review in peer reviewed medical journals. 
  • Zwei Doktoranden (Alessia Vincent, Annalena Keller) und drei Masterstudiernde (Adrian Quinto, Maja Ramin-Wright, Samuel Zumbrunn) der Medizin haben 2019 in der Medizinischen Kommunikation ihre Arbeiten fertig gestellt. Diese werden nun als Paper in wissenschaftlichen peer-reviewed Journals submitted oder veröffentlicht. 

Lehre und Fortbildung: 

  • Das longitudinale Curriculum psychosoziale und kommunikative Kompetenzen im Medizinstudium sowie der Themenblock «Patient oriented evidence based medicine (POEM)» wurden fortgeführt, weiterentwickelt und optimiert. Angesichts der Corona-Pandemie erfolgte eine Umstellung auf digitale Lehrformate. 
  • Kommunikationskurse und damit verbundene Visitenbegleitungen für Assistenzärzte der Inneren Medizin und der Neurologie im USB wurden fortgesetzt. 
  • Die Medical Humanities (MH) wurden unter Leitung von Prof. Rainer Schäfert und unter Mitarbeit von Claudia Steiner dipl. phil. II fortgeführt und weiterentwickelt: 
    • Für die Medical Humanities wurde neu eine Homepage entwickelt und implementiert (https://medical-humanities.unibas.ch/de/home/), die eine übersichtliche Information für die Studierenden bietet und zugleich eine Plattform zur Bündelung und Darstellung unsere Aktivitäten in diesem Bereich bietet.
    • Nach mehrjähriger Aufbauarbeit konnte im Herbstsemester 2020 erstmals eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung zwischen der Medizinischen Fakultät Basel/ Medical Humanities und den Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Basel – Prof. Alexander Honold, Anna Chatzinikolaou – zum Thema «Literarische Fallgeschichten» als Wahlpflichtprojekt angeboten werden. Es wurde sowohl von Studierenden der Humanmedizin, wie auch der Sprach- und Literaturwissenschaften sehr gut angenommen. 
    • Es wurde ein neues Wahlpflichtprojekt «Reflective Writing» (Leitung Dr. Rosemarie Burian und Dr. Eduard Riesen) eingeführt, welches sehr gut angenommen wurde. 
  • Die monatliche Dienstagmittag-Fortbildung zu psychosomatischen Themen als Diskurs-Plattform mit internen und niedergelassenen Partnern wurde als Hybrid- bzw. Online-Veranstaltung erfolgreich fortgeführt. 
  • Es wurde ein Hypnose-Kurs als in-house-Kurs für alle interessierten Mitarbeitenden der Klinik für Psychosomatik begonnen, in dem der Grundkurs Hypnose gemäss Richtlinien der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Hypnose (SMSH) absolviert werden kann. 

Vernetzung:

  • Durch das Projekt SomPsyNet wurde die Vernetzung im Kanton Basel-Stadt mit dem Gesundheitsdepartment Basel-Stadt, mit den beteiligten Spitälern (Bethesda Spital, Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER, St. Claraspital) und zahlreichen weiteren Mitversorgen entlang der gesamten Versorgungskette vertieft.
  • Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats (WBR) der SAPPM nahmen  Prof. Rainer Schäfert und Prof. Sabina Hunziker Schütz im Februar 2020 an einer Retraite der SAPPM zum Thema «Psychosomatik in der Schweiz – Horizont 2030» teil.
  • Neu ist die Klinik für Psychosomatik am USB seit Herbst 2020 durch Prof. Rainer Schäfert in der Vereinigung der Psychosomatischen Chefärztinnen und Chefärzte der SAPPM (VPC) vertreten.
  • Dr. Frick ist weiterhin im Vorstand der Vereinigung Psychosomatisch tätiger Ärztinnen und Ärzten in der Region Basel (VPSB) und im TriRegio Netzwerk Psychotraumatologie (TNP). 
  • Dr. Diana Zwahlen ist weiterhin Co-Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoonkologie (SGPO).

Ausblick 2021

Corona-Situation: 

  • Die Psychosomatik ist weiterhin im interprofessionellen psychosozialen Corona-Care-Team (pCCT) engagiert. In der zweiten Welle kam es zu einer zunehmenden Belastung der Mitarbeitenden, so dass sich Anfragen zur Mitarbeiter-Unterstützung in Form von Stations- und Team-Besprechungen, Tagesrückblicken, Supervisionen und Balint-Gruppen mehren. In Kooperation mit Thomas Reinhardt (Human Resources/ Personal- und Führungsentwicklung) ist zusammen mit Departements- und Spitalleitung zu prüfen, inwieweit hier ein vermehrtes Engagement eingebracht werden soll, verbunden mit der Frage, wie die notwendige Refinanzierung gestaltet werden kann. 

Strukturelle und organisatorische Entwicklungen: 

  • Ab dem 1.1.2021 läuft die Transitionsphase zur neuen «Organisation 2021 +», in der die Psychosomatik dem neuen Departement Theragnostik angehören wird. Ab dem 1.5.2021 soll die neue Organisationsform umgesetzt sein. Entsprechende Vorarbeiten sind am Laufen. Ein wichtiges Anliegen der Psychosomatik ist es, einen Klinikmanager zu erhalten. 
  • Im Januar 2021 fand die die positive Evaluation der Tenure Track-Assistenzprofessur (TTAP) Medizinische Kommunikation (Professur Sabina Hunziker) statt. Diese wurde von Fakultätssausschuss und Fakultätsversammlung angenommen. Es steht noch die Zusage des Universitätsrats aus. 
  • Der Internetauftritt der Psychosomatik am USB soll überarbeitet und aktualisiert werden. 
  • Unsere elektronische psychosomatische Basisdokumentation (ePsyBaDo) soll weiterentwickelt werden, durch Implementierung von Follow-up Erhebungen und Hinzunahme weiterer störungsspezifischer Fragebogenpakete (z.B. für funktionelle gastrointestinale Störungen). 
  • Für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Essstörungen soll in Kooperation mit den internen und externen Partnern eine Lösung für die bestehende Versorgungslücke entwickelt werden:
    • einerseits intern: Interdisziplinärer und interprofessioneller Abschluss und Verabschiedung des medStandards «Anorexie Notfallsituation»; Entwicklung eines medStandards «Behandlung schwerer Essstörungen». 
    • nach Möglichkeit Aufbau einer ambulanten Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit schweren Essstörungen zusammen mit der Endokrinologie und der Ernährungsberatung.
    • andererseits extern: Fortsetzung der Arbeitsgruppe regionale Versorgungsstruktur für Patientinnen und Patienten mit schweren Essstörungen mit den beteiligten Partnern mit dem Ziel einer Schliessung der Versorgungslücke zwischen internistischer und psychiatrischer Behandlung.
  • Das Projekt «Entwicklung einer Station und Tagesklinik für integrierte Medizin» soll zusammen mit den internen Partnern und durch verstärkte Kooperation mit den UPK weiterentwickelt, neu formalisiert und einer Realisierung entgegen geführt werden. 
  • Für die psychoonkologische Liaison-Versorgung der  Neurochirurgie und der Dermatologie soll mit den Partnern geprüft werden, ob dem bestehenden Bedarf durch eine Aufstockung des Stellenanteils Rechnung getragen werden kann. 

Personelle Entwicklung:
Aufgegleist ist eine personelle Verstärkung unseres Teams im ärztlichen Bereich: 

  • Am 1.3.2021 beginnt Dr. Anna Westermair, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Deutschland) mit 50% Pensum zunächst als stellvertretende Oberärztin, dann als reguläre Oberärztin als Mutterschutzvertretung für Dr. Lena Lambrecht-Walzinger.
  • Am 1.4.2021 startet Frau Gerlinde Hoffmann, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit Pensum 60% als Spezialärztin in unserer Klinik.
  • Personelle Veränderungen in der Med. Kommunikation: 
    • Sebastian Gross ist Anfang 2021 als psychologischer Doktorand 100% eingetreten (Anstellung über Drittmittel, Schweizerischer Nationalfonds, SNF).
    • Alessia Vincent wechselt auf eine klinische Stelle der Psychosomatik als Assistenzpsychologin zu 100% ab 1.3.2021. Zuvor war sie 2 Jahre auf der Medizinischen Kommunikation der Psychosomatik als psychologische Doktorandin 100% (Anstellung über Drittmittel, Schweizerischer Nationalfonds, SNF).

Räume: 

  • Zur Gestaltung des Abteilungsgangs wurde in Zusammenarbeit mit der zuständigen internen Abteilung (Stefan Fromme) ein neues Konzept entwickelt, welches im Jahr 2021 umgesetzt werden soll. Für den Info-Screen im Abteilungsgang sollen spezifische Informationen zur Klinik für Psychosomatik erstellt und eingepflegt werden. 

Klinische Versorgung: 

  • Die «Reizdarm Sprechstunde» unserer psychosomatischen Ambulanz soll im interdisziplinären Austausch mit Gastroenterologie und Allergologie und nach Möglichkeit mit der Ernährungsberatung weiterentwickelt werden, durch weitere Optimierung der Zuweiser-Checkliste, Implementierung von tablet-basierten standardisierten Fragebögen und Entwicklung eines modularen Kurz-Behandlungsangebotes, auch im Gruppensetting. 
  • Der Schmerzbereich soll zusammen mit Dr. Roger Moser-Stark als zuständigem Oberarzt und Sabrina Elia MSc weiterentwickelt werden, mit Implementierung tablet-basierter Standardfragebögen und Herausarbeiten unseres Konzepts: biopsychosoziale Simultandiagnostik, Psychoedukation zur Psychobiologie der Schmerzprozessierung, Ableiten einer multimodalen Therapie unter Einschluss hypnotherapeutischer Behandlungstechniken.
  • Das Internet-basierte psychoonkologische Angebot STREAM «Stress aktiv mindern – Ein Programm für Krebsbetroffene» (Link: https://www.stress-aktiv-mindern.ch/) soll nach der Migration der Webseite mit Adaptation für die zukünftige Nutzung innerhalb des Tumorzentrums in die klinische Versorgung implementiert werden. Fachliche Betreuung und Begleitung der Patientinnen und Patienten in dem digitalen Angebot erfolgen durch die Klinik für Psychosomatik. 

Forschung und Innovation: 

  • Die Forschungskultur der Klinik soll weiter ausgebaut werden, auch hinsichtlich einer entsprechenden Personalauswahl und -entwicklung. 
  • Unser grosses Projekt SomPsyNet startet im März 2021 (Transitionsphase) in seine Phase 2, in der zusätzlich zum systematischen Screening auch ein psychosomatisches Konsil stattfindet. Die Wirksamkeit des Modells wird im Rahmen eines Stepped wedge-clustered randomized trials (SW-CRT) evaluiert. Das zugehörige Ethik-Amendment für diese wichtige Studienphase wurde Anfang des Jahres 2021 eingegeben. Aufgrund der Pandemie-Situation musste die Patientenrekrutierung zeitlich etwas verschoben werden und ist weiterhin erschwert. Hier müssen einerseits geeignete Massnahmen ergriffen werden, um die Rekrutierung der notwendigen Fallzahl zu erreichen, andererseits müssen in Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderung Schweiz und Gesundheitsdepartement Basel-Stadt Lösungen für die Finanzierung einer Projektverlängerung und zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit des Erarbeiteten gefunden und entwickelt werden. Erste Kongressvorstellungen und Publikationen aus dem SomPsyNet-Projekt sind auf dem Weg. Am 20.5.2021 wird im Rahmen von SomPsyNet der «1. Tag der Psychosozialen Gesundheit» in Basel durchgeführt.
  • Parallel zur weiterhin laufenden Aufbauarbeit der Forschungs in der Klinik für Psychosomatik soll ein Fokus auf Publikationstätigkeit gelegt werden. 
  • Angestrebt werden weitere Drittmitteleinwerbungen, z. B. bei Schweizerischen Nationalfonds, Gesundheitsförderung Schweiz, Innosuisse, der Europäischem Union und / oder privaten Stiftungen. 
  • In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Konsiliar-Liaison-Psychosomatik des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM), der Schweizerischen Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM), der Schweizerischen Gesellschaft für Konsiliar-Liaisonpsychiatrie und -Psychosomatik (SSCLPP) und der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin (ÖGPPM) wurde eine internationale Online-Umfrage bei Psychosomatischen, Psychiatrischen und Psychologischen Konsiliar- und Liaison (K&L)-Diensten zur psychosozialen Versorgung während der COVID-19-Pandemie in Akutkrankenhäusern gestartet, die über die DACH-Region hinaus auf weitere europäische und möglicherweise auch aussereuropäische Länder ausgeweitet werden soll. 
  • Mit Beginn des Jahres 2021 ist Prof. Edouard Battegay als Senior Consultant mit der Psychosomatik am USB assoziiert. Anknüpfend an das Konzept «Center of Clinical Excellence in Multimorbidity» im Rahmen der Schwerpunktbildung am USB soll gemeinsam ein Forschungsantrag entwickelt werden. Ein inhaltlicher Austausch wurde bereits etabliert und eine erste gemeinsame Publikation eingereicht. 

Lehre, Fort- und Weiterbildung:

  • Aktuell läuft die Übergabe für den nächsten (11.) Kurs zur Qualifizierung für den interdisziplinären Schwerpunkttitel Psychosomatische und Psychosoziale Medizin bzw. des Basler Instituts für Psychosomatische Medizin (BIPM). Hierfür braucht es ein neues Dozenten-Team sowie eine Aktualisierung des Kursprogramms. 
  • Der Grundkurs Hypnose gemäss Richtlinien der SMSH soll für alle interessierten Mitarbeitenden weitergeführt und abgeschlossen werden. Weiterführend soll in geeigneten Gefässen im Team eine Vertiefung der hypnotherapeutischen Arbeit ermöglicht werden. 
  • Prof. Rainer Schäfert engagiert sich neu ab diesem Jahr in den Studiengangskommissionen MAS Spiritual Care und CAS Psychoonkologie (Vorsitzender). Im CAS Psychoonkologie hat Dr. Diana Zwahlen die Studiengangsleitung übernommen.

Leitlinienarbeit: 

  • Das Update der Leitlinie zum Reizdarm-Syndrom, bei der Prof. Rainer Schäfert mitarbeitete befindet sich in der Abschluss-Phase und wird voraussichtlich 2021 publiziert. 
  • Die Mitarbeit an der Überarbeitung der Leitlinie Psychoonkologie der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoonkologie (SGPO) wird fortgeführt. 
  • Ebenso wird die Mitarbeit an der Leitlinie zur Konsiliar/ Liaison-Versorgung für Patienten mit psychischen/ psychosomatischen Störungen oder Belastungen im Krankenhaus (CL-Leitlinie) fortgesetzt.

Ausgewählte Publikationen

  • Hunziker S, Quinto A, Ramin-Wright M, Becker C, Beck K, Vincent A, Tisljar K, Disanto G, Benkert P, Leppert D, Pargger H, Marsch S, Raoul Sutter, Peters N, Kuhle J. Serum neurofilament measurement improves clinical risk scores for outcome prediction after cardiac arrest: results of a prospective study. Crit Care. 2021 Jan 20;25(1):32. doi: 10.1186/s13054-021-03459-y. PMID: 33472689; PMCID: PMC7819224.
  • Becker C, Manzelli A, Marti A, Cam H, Beck K, Vincent K, Keller A, Bassetti S, Rikli D, Schaefert R, Tisljar K, Sutter R, Hunziker S Association of Medical Futility with Do Not Resuscitate (DNR) Code Status in Hospitalized Patients.. BMJ Medical Ethics , J Med Ethics. 2021 Jan 29:medethics-2020-106977
  • Berens S, Engel F, Gauss A, Tesarz J, Herzog W, Niesler B, Stroe-Kunold E, Schaefert R. Patients with Multiple Functional Gastrointestinal Disorders (FGIDs) Show Increased Illness Severity: A Cross-Sectional Study in a Tertiary Care FGID Specialty Clinic. Gastroenterol Res Pract. 2020 Jan 28;2020:9086340. doi: 10.1155/2020/9086340. PMID: 32411207; PMCID: PMC7204123.
  • Meinlschmidt G, Tegethoff M, Belardi A, Stalujanis E, Oh M, Jung EK, Kim H‐C, Yoo SS, Lee JH. Personalized prediction of smartphone-based psychotherapeutic micro-intervention success using machine learning. J Affect Disord. 2020; 264:430-437.
  • Meinlschmidt G, Berdajs D, Moser-Starck R, Frick A, Gross S, Schurr U, Eckstein FS, Hunziker S, Schaefert R. Perceived Need for Psychosocial Support After Aortic Dissection: Cross-Sectional Survey. J Particip Med. 2020 Jul 6;12(3):e15447. doi: 10.2196/15447. PMID: 33064108; PMCID: PMC7434062.