Therapien
Guido Perrot


Die Therapien (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) unterstützen die fallführenden Kliniken des Universitätsspitals Basel in der laufenden stationären Behandlung und tragen dazu bei, eine raschere Genesung und Senkung der stationären Aufenthaltsdauer zu ermöglichen sowie Einschränkungen der Mobilität durch lange Liegezeiten zu vermeiden. Die Unterstützung im stationären Leistungsbereich erfolgt unter Beachtung der Anforderungen aus den Zentren und den spitzenmedizinischen Schwerpunkten. Der ambulante Leistungsauftrag fokussiert auf die peri-operative Versorgung der Patientinnen und Patienten. Dazu gehöre vornehmlich Patientinnen und Patienten, die im Hause behandelt oder operiert wurden und Vor- und Nachsorgeleistungen in Anspruch nehmen. Die Erhöhung des ambulanten Leistungsanteils erfolgt dort, wo es in Bezug auf den Leistungsauftrag und das bestehende Marktangebot sinnvoll und zielführend ist.

Highlights 2020

  • Aufbau der Praxisentwicklung in den Therapien
  • Symposium Akutstationäre Physiotherapie „Interprofessionelle Risikominimierung im Akutspital“ am 15.01.2020
    (Schwerpunkt: Prähabilitation, Aktivität im Akutspital, Post Hospital Syndrom).
    Gastgeber: Therapien USB. Das wissenschaftliche Programm wurde mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (zhaw) und der Interessengemeinschaft Physiotherapie im Akutspital (IGPTR-A) zusammengestellt.
    Nationale und internationale Experten (Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussion).
  • Praeha Basel*: Das Pilotprojekt "Praeha Basel in der Herzchirurgie" wurde im September erfolgreich abgeschlossen.
    - > Physiotherapie Programm zur Vorbereitung von elektiven Herzoperationen.
    * Leistungsangebot zur Erhaltung oder Verbesserung der kognitiven und körperlichen Leistungsfähigkeit (Assessement, Edukation, Atem-, Ausdauer-, Krafttraining).
  • Mitarbeiter aus den Therapien gewinnen den KVP Preis 2020 in der Kategorie Patientensicht mit dem Projekt: «Patienteninformationsbroschüre bei elektiven herzchirurgischen Eingriffen».
  • Die Physiotherapie auf der Intensivstation erfolgt basierend auf einer Generalermächtigung: Die Physiotherapie (Chirurgie/Medizin) des Universitätsspitals Basel wird hiermit ermächtigt, die während der Dauer des intensiv stationären Aufenthalts indizierten und dem Zustand des Patienten angemessenen physiotherapeutischen Behandlungen – namentlich atem- und/oder bewegungstherapeutische Massnahmen – in eigener fachlicher Kompetenz zu bestimmen, diese soweit (möglich und) erforderlich mit der zuständigen Intensivpflegefachperson abzusprechen und selbständig oder unter Beizug von Hilfspersonen am Patienten vorzunehmen.
  • "dehaim gsund blyybe"  Zusammen mit Telebasel lancieren Physiotherapeuten und Ärzte des Unispitals Basel eine Morgensendung mit einfachen Übungen für zuhause. «Dehaim gsund blyybe» spricht vor allem die ältere Generation an, die besonders rasch unter den Folgen von Bewegungsmangel leidet. In Zusammenarbeit mit Gesundheitsdepartement Basel wurde die Broschüre "Physiotherapeutische Übungen für isolierte Patientinnen und Patienten mit COVID-19" erstellt.
  • Die Therapien übernehmen während dem ersten Pandemie-"Lockdown" zusätzliche Aufgaben sowie Lagerungsdienst auf der Intensivstation, Predigerkirche, Laborlaufdienst.
  • Leistungsangebot eines pulmonalen Rehabilitationsprogrammes für post COVID-19 Patienten erarbeitet. 
  • Fachvortrag Ergotherapie Hand: L. Schrepfer präsentiert die Resultate ihrer Befragung am Europäischen HandTherapeuten online Kongress 1- 4. September in Basel zum Thema "Occupation-based interventions in the Hand Therapy Setting - Distribution and Implementation in the German speaking part of Switzerland" 
  • Frühe Ergotherapeutische Intervention zur Prävention und Behandlung eines Delirs bei beatmeten Patienten auf der Intensivstation – Planung und Durchführung einer Falluntersuchung. 
  • Behandlungsleitfaden Physiotherapie Anorexia nervosa - Zur Einbindung in das «Interprofessionelle Behandlungskonzept Anorexie USB».
  • Einführung eines international standardisierten Stufenplans für Dysphagiekost (IDDSI). Vom Institutseignen zum internationaler Koststufenstandard.
  • Behindertenbeauftragte USB: Im Zentrum steht die interne Beratung zu einzelnen Themen, wie beispielsweise bauliche Zugänglichkeit (Seifenspender, Notfallknopf und Eurokeys in den Behindertentoiletten), Umbau der Neuropoliklinik (MS-Zimmer), Signaletik, Blindeführhunde im Spital, Dolmetscherleitfaden für Gehörlose Patient-/innen, wie auch Beratung von Führungsverantwortlichen und Betriebsergonomie zur Optimierung des Arbeitsplatzes bei Behinderungen. 

Ausblick 2021

  • Einführung physiotherapeutischer Versorgung von Patient*innen mit akuten Rückenbeschwerden auf der Notfallstation.
  • Einführung der spinalen Transitionssprechstunde Rückenpatienten. Das interdisziplinäre Team besteht aus Spezialisten der Schmerztherapie, Physiotherapie sowie Psychosomatik.
  • Praeha Basel*: Das Pilotprojekt "Praeha Basel Viszeral-Chirurgie" wird durchgeführt.
  • Physiotherapie Programm zur Vorbereitung und raschen Erholung nach elektiven Bauchoperationen durch die Erhaltung bzw. Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Assessement, Edukation, Atem-, Ausdauer-, Krafttraining).
  • Fertigstellung der Strategie Therapien 2025. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (zahw) definieren wir Ziele und Maßnahmen zur übergeordneten Strategie. Im Fokus steht die patientenzentrierte Versorgung stationärer Patient*innen.
  • Mit der Umsetzung "Organisationsmodel USB 2021+" wechselt die Einheit Therapien (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) per 01.05.2021 vom Bereich medizinischer Querschnitt (Med Q) zum Departement Prozesse Planung Steuerung (DPPS).

Ausgewählte Publikationen

  • Wesch C, Barandun Schäfer U, Hübsch S, Weibel L, Estermann A, Tuchscherer D. (2020). Die Bauchlage sicher umsetzen. Pflegeintensiv 3/20: 4-10.
  • Dettwiler O, (2020). Revisionschirurgie: Postoperative Nachbehandlung nach Prothesenersatzoperationen. Physioactive 7/20: 9-11.