Gemeinsam – Miteinander durch die Krise

«Verbunden sind auch die Schwachen mächtig», heisst es in Friedrich Schillers Tell. In der Pandemie zeigte sich einmal mehr, dass der Dichterfürst recht hatte. Das Gefühl von Schwäche konnte angesichts dieser globalen Gesundheitskrise schon aufkommen. Doch dank gemeinsamer enormer Anstrengungen hat das Team des Universitätsspitals Basel die immer wieder neuen Herausforderungen des vergangenen Jahres gemeistert.

Die Arbeit an einem Spital ist immer gemeinsame Arbeit in Teams. Diese grundlegende Wahrheit akzentuierte sich in der Pandemie in vielfacher Hinsicht: Von der Versorgung der Patientinnen und Patienten über die Forschung, wo interdisziplinäre Teams an Grundlagen, Behandlungsstrategien und Studien arbeiteten, bis hin zum Schutz der Mitarbeitenden. Die Zusammenarbeit über Kliniken, Abteilungen, Disziplinen und Professionen hinweg war genauso entscheidend, wie die Bereitschaft grosser und wichtiger Bereiche, hinter andere zurückzutreten, die in der Pandemie mehr im Fokus standen. Mitarbeitende arbeiteten über Monate nicht an ihren gewohnten Arbeitsplätzen, sondern dort, wo sie noch dringender gebraucht wurden, insbesondere in der enorm aufwändigen Pflege von Covid-Patientinnen und -patienten. Es zeigte sich exemplarisch, dass die Mitarbeitenden bereits so arbeiten, wie die neue Organisationsstruktur das auch in der Führung institutionalisiert: in interprofessionellen Teams aus Pflege/MTT, Ärzteschaft und Klinikmanagern. Und dass der in der Strategie 2025 mit «gemeinsam» bezeichnete Wert der Teamarbeit, der gegenseitigen Unterstützung und des Einbezugs heute schon Grundpfeiler der Unternehmenskultur des Universitätsspitals Basel sind. 

Pflegende und Ärzteschaft arbeiteten verstärkt Hand in Hand, um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Der Reinigungsdienst war in dieser Ausnahmesituation, wo Hygiene besonders wichtig ist, besonders gefordert. Aber auch die Hotellerie musste sich den Gegebenheiten anpassen und beispielsweise die Mitarbeitenden-Restaurationen auf Pandemiebetrieb umstellen. Das Ressort Immobilien und der Bereich Betrieb hatten auf den Kohortenstationen, die zuerst im Klinikum 2, später auch im Klinikum 1 umgehend eingerichtet werden mussten, viel Vorarbeit zu leisten. So galt es zum Beispiel Zwischenwände mit Türen einzuziehen, um den epidemiologisch sicheren Zugang von Patientenzimmern zu den Nasszellen nach den Vorgaben der Spitalhygiene sauber umzusetzen. 

Als die Patientenzahlen in Richtung 60 Covid-Erkrankte angestiegen waren, galten die verschärften hygienischen Regeln auf dem gesamten Campus und für alle Berufsgruppen. Die Spitalhygiene passte die Weisung und das Epidemie Handbuch den jeweils neusten Erkenntnissen zum Virus und zu Covid-19 an. Entscheide wurden gefällt, welche Patientinnen und Patienten wann und wie getestet werden und ein mobiles Abstrichteam gebildet, das sich um diese Tests kümmerte. Schulungen, wie und zu welchem Zeitpunkt Platzisolationen von Verdachtspatientinnen und -patienten umgesetzt werden, wurden organisiert. Pflegende und Ärztinnen und Ärzte mussten sehr viel, hauptsächlich laufend aktualisierte Informationen und Anweisungen, aufnehmen, verinnerlichen und umsetzen. Das stellte auch hohe Anforderungen an die Vorgesetzten, die für die Umsetzung verantwortlich zeichneten. Da zahlreiche Regeln auch nicht-klinische Bereiche betrafen, war auch der Sicherheitsdienst stark gefordert, der sowohl Mitarbeitende als auch Patientinnen und Patienten sowie Besuchende an die Zutritts- und Maskenregeln erinnern musste. Trotz des finanziellen Verlustes in diesem Jahr, war es möglich, in einigen Bereichen den Mitarbeitenden eine Lohnerhöhung zu gewähren. Ebenso wurde eine gemeinsame Lösung wegen der Abgeltung der Umkleidezeit gefunden werden.

Dank diesen gemeinsamen Anstrengungen, dem enormen Engagement aller Mitarbeitenden am Universitätsspital Basel konnten wir im Jahr 2020, dem ersten Jahr der Pandemie die Pandemie gemeinsam bewältigen. Die intensive, auch belastende Arbeit wurde durch die stringente Führungsarbeit der Spitalleitung und der Taskforce Covid-19, durch massgebliche Kommunikation nach innen und durch das Bewusstsein, dass jede und jeder Mitarbeitende des Universitätsspitals Basel auf alle anderen angewiesen ist, gestützt und schliesslich möglich gemacht.